K.O.-Tropfen in der SchweizDas journalistische Gewissen

Urteile

Waadt: 20 Jahre Freiheitsstrafe für Vergewaltigung einer chemisch betäubten Frau

Ein Waadtländer Strafgericht (Tribunal criminel) verurteilte den Hauptangeklagten, einen Mann um die 40, unter anderem wegen versuchten Mordes und wegen Vergewaltigung mit Grausamkeit, begangen in Mittäterschaft, zu 20 Jahren Freiheitsstrafe, der Höchststrafe, und ordnete die Verwahrung an. Die Tat geschah im Sommer 2022 in seiner Wohnung. Das Opfer war mit einer psychotropen Substanz bewusstlos gemacht worden, und der Hauptangeklagte filmte die Tat heimlich. Der zweite Angeklagte erhielt 42 Monate Freiheitsstrafe und eine stationäre Massnahme. Er war während eines Teils der Tat unter dem Einfluss von Psychopharmaka eingeschlafen. Die verwendete Substanz nennen die Berichte nicht.

Der Verfahrensstand folgt den Quellen, nicht einer eigenen Prüfung der Akten.

Beteiligte

NameRolleFunktionPartei
nicht genanntHauptangeklagter, erstinstanzlich verurteilt, Schuldspruch im Berufungsverfahren anerkanntMann um die 40, nicht namentlich genannt
nicht genanntMitangeklagter, erstinstanzlich verurteiltnicht namentlich genannt

Namen erscheinen nur bei öffentlicher Funktion oder rechtskräftiger, namentlich berichteter Verurteilung. Für alle Personen ohne rechtskräftiges Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Einordnung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung aus den Quellen

Die Presse verglich den Fall mehrfach mit dem Verfahren von Mazan (Gisèle Pelicot). Den Ort des Gerichts nannten die Medien auf Bitte an die akkreditierte Presse nicht. Le Temps war beim Abruf nicht erreichbar (403); die Berichterstattung von Le Temps ist über Blick erfasst.

Verbindungen

Cour d'appel pénale VD, Verhandlung 13. Oktober 2025, Medienmitteilung 17. Oktober 2025 (siehe Eintrag Oktober 2025).

Zusammenhänge

Lausanne 2025: erste Instanz und Berufung

belegt, Folgegeschäft (Instanzenzug)

Das Tribunal criminel verurteilte den Täter im Januar 2025 zu 20 Jahren und ordnete die Verwahrung an. Die Cour d'appel pénale ersetzte die Verwahrung im Oktober 2025 durch eine stationäre Massnahme. Beide Einträge verweisen aufeinander.

Weitere Einträge: Waadtländer Berufungsgericht: Täter anerkennt Schuld, Massnahme statt Verwahrung

Nachgewiesene Fälle spielen meist im Nahraum und mit Medikamenten, oft auf Video

Muster über die Jahre

Zum Muster

Quellen

  1. Cruauté et violence extrême: un tribunal vaudois prononce la peine maximale pour le principal violeur d'une femme inconscienteBlick Romandie, 2025-01-29
  2. «La victime était inconsciente»: le procès vaudois de deux hommes pour un viol brutal résonne avec MazanBlick Romandie, 2025-01-28
  3. VD: Viol, soumission chimique: «un boucher de la domination crue»20 minutes, 2025-01-27
  4. Affaire de viol par soumission chimique: l'auteur admet finalement le verdict de culpabilité prononcé par le Tribunal criminelTribunal cantonal VD, Medienmitteilung, 2025-10-17

Eintrag 2025-01-28_waadt-20-jahre-freiheitsstrafe-fur-vergewaltigung-einer-chemisch-betaubten-frau. Letzte Prüfung der Quellen am 29.10.2026. Fehler oder fehlende Quellen bitte über Korrektur melden.