Viele Einträge dieser Liste enden ohne Urteil. Das sagt zuerst etwas über das Nachweisfenster und die Spurensicherung aus, nicht über die Glaubwürdigkeit der Betroffenen. Die Seite Wissen erklärt die forensischen Grundlagen.
77 Fälle, Ermittlungen und Berichte
Fälle und Ermittlungen
Verdachtsfälle, Ermittlungen und Berichte aus allen Landesteilen: Clubs, Feste, private Anlässe, Hochschulen, Fälle mit männlichen Betroffenen. Mit Verfahrensstand und Quelle.
2026 16 Einträge
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18. September 2026GE
ErmittlungenGenf: Ehemann seit Mai 2025 in Untersuchungshaft wegen mutmasslicher Betäubung, Vergewaltigung und Filmen der Ehefrau
Strafuntersuchung des Ministère public GE wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Untersuchungshaft...
Die Genfer Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber Keystone-ATS ein Verfahren wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung gegen einen im Kanton wohnhaften Mann. Er sitzt seit Mai 2025 in Untersuchungshaft. Er soll seine Ehefrau über Jahre mit Beruhigungsmitteln betäubt, im bewusstlosen Zustand vergewaltigt und gefilmt haben. Die Videos soll er in Online-Gruppen mit anderen Männern geteilt haben. Die kanadische Investigativjournalistin Avery Haines recherchierte in solchen Netzwerken. Sie identifizierte den Mann nach eigenen Angaben über soziale Netzwerke, LinkedIn und ein Hochzeitsvideo und übergab die Hinweise der Genfer Polizei. Gemäss Haines soll der Mann ihr gegenüber erklärt haben, dasselbe über rund zwanzig Jahre auch anderen Frauen angetan zu haben. Das ist kein Ermittlungsergebnis: Laut CH Media ist bisher kein weiterer Fall mit ihm verbunden. Publik wurde der Fall durch ein Interview mit Haines in den Zeitungen von CH Media.
Quellen: RTS, Radio Lac, 20 minutes, Léman Bleu
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7. September 2026AI
ErmittlungenFest in Schwende AI: 17-Jährige mit Verdacht auf K.O.-Tropfen im Spital
Ermittlungen der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden aufgenommen; keine Tatverdächtigen genannt; Hergang...
In der Nacht auf Sonntag, 6. September 2026, fühlte sich eine 17-jährige Besucherin eines gut besuchten Festes in Schwende plötzlich sehr unwohl und hatte Erinnerungslücken. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital, wo erste Untersuchungen erfolgten. Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden geht von einem «möglichen Vorfall mit K.-o.-Tropfen» aus, hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen sowie weitere mögliche Betroffene. Was genau geschah, ist offen.
Quellen: 20 Minuten, Blick
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11. August 2026international (Österreich)
ErmittlungenÖsterreich tritt Medusa bei; Grüne fordern Tatbestand für Besitz und Verbreitung von Vergewaltigungsvideos
Beitritt Österreichs zur Europol-Operation «Medusa» eingeleitet (Bestätigung des Bundeskriminalamts,...
Das österreichische Bundeskriminalamt bestätigte gegenüber ORF am 11.8.2026, den Beitritt zur Europol-Operation «Medusa» eingeleitet zu haben, nachdem «Der Standard» darüber berichtet hatte. Es spricht von einem «äusserst perfiden Kriminalitätsphänomen», will Informationen bündeln, die internationale Zusammenarbeit ausbauen und setzt auf eine «strategisch präventive Herangehensweise». Laut BK haben die Datensätze der Operation keinen Österreich-Bezug. Ein Mann aus Niederösterreich, der bereits im Vorjahr verurteilt wurde, stand jedoch in Verbindung mit einem inzwischen verstorbenen Mann aus Niedersachsen, der mit vielen mutmasslichen Tätern Kontakt hatte; auf ihn aufmerksam gemacht hatten deutsche Behörden. Die Grünen hatten die Nichtteilnahme Österreichs kritisiert. Ihre Frauensprecherin Meri Disoski fordert einen eigenen Straftatbestand für Besitz und Verbreitung von Vergewaltigungsvideos. Im Justizministerium wird laut ORF eine Verschärfung des Sexualstrafrechts geprüft. Bereits am 4.8.2026 hatte der Falter unter dem Titel «Gisèle Pelicot ist überall. Auch in Österreich» über Fälle in Österreich berichtet.
Quellen: ORF, Falter
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9. August 2026CH
BerichteBundesrätin Baume-Schneider: Prävention und Information gegen chemische Unterwerfung verbessern
Politische Stellungnahme. Zum erwähnten Aargauer Fall läuft ein Strafverfahren; für den Beschuldigten gilt...
In einem Interview mit dem SonntagsBlick, das die Agentur ATS aufnahm, sagte Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, Prävention und Information müssten verbessert werden. Der Öffentlichkeit sei zu wenig bewusst, dass chemische Unterwerfung auch zu Hause geschehe. Sie verwies auf den Aargauer Fall, in dem ein ehemaliger SVP-Grossrat verdächtigt wird, mehrere Frauen, darunter eine Minderjährige, betäubt und sexuell missbraucht zu haben, und würdigte den Mut der zwei Frauen, die den Fall öffentlich machten. Das Betäubungsmittelgesetz verbiete bereits, Personen Substanzen zu verabreichen, um sie wehrlos zu machen; dennoch bestehe Verbesserungsbedarf, parlamentarische Vorstösse sollen Lücken etwa bei der Verfügbarkeit bestimmter Medikamente schliessen. Strafbehörden sollen konsequent verfolgen, Betroffene sich sofort an ein Spital wenden. EDI und EJPD bündeln ihre Massnahmen in einer gemeinsamen Strategie gegen häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt, deren Lancierung für 2027 vorgesehen ist.
Quellen: La Télé (ATS), Ticinonline (ATS)
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6. August 2026AG
ErmittlungenZweiter Aargauer Fall: Mann soll minderjährige Freundin jahrelang mit GBL betäubt und gefilmt haben
Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Aargau; Beschuldigter seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft....
Ein Mann soll zwischen 2017 und 2022 seine damals minderjährige Freundin mit GBL oder K.O.-Tropfen betäubt, im bewusstlosen Zustand sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Sie entdeckte später eine versteckte Videokamera. Der Staatsanwaltschaft sind mindestens drei weitere Opfer bekannt; sie spricht von einem «serientatmässigen Vorgehen» und schliesst weitere Opfer nicht aus, da nicht alles Bildmaterial zugeordnet werden konnte. Aufnahmen soll der Mann auf Pornoplattformen hochgeladen haben. Er ist unter anderem wegen mehrfacher sexueller Nötigung und sexueller Handlungen mit Kindern vorbestraft. Das Obergericht wies seine Beschwerde gegen die verlängerte Untersuchungshaft ab (Verdunkelungsgefahr, laut Gutachten zudem Wiederholungsgefahr).
Quellen: SRF, 20 Minuten
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5. August 2026CH
BerichteNachfrage nach K.O.-Tropfentests steigt, keine Schweizer Statistik (Nau.ch, Ticinonline)
nicht anwendbar (Medienbericht); zum erwähnten Aargauer Strafverfahren gilt die Unschuldsvermutung
Nau.ch und Ticinonline (Wiedergabe gestützt auf Nau.ch) berichteten, nach dem Aargauer Fall eines ehemaligen Grossrats, dem die Verabreichung von K.O.-Mitteln vorgeworfen wird (es gilt die Unschuldsvermutung), und dem Fall Pelicot sei die Nachfrage nach Teststreifen und Armbändern gestiegen, die GHB im Getränk anzeigen sollen. Der Chef eines deutschen Start-ups bestätigt eine steigende Nachfrage, ein direkter Zusammenhang mit einzelnen Fällen sei nicht belegbar; ein anderer Anbieter meldet eine Nachfrage «deutlich unter den Erwartungen». In der Schweiz gibt es keine separate Statistik zu K.O.-Tropfen. Kriminologe Dirk Baier verweist darauf, dass nur zwölf Prozent der Vergewaltigungen angezeigt würden, und schätzt, dass es rund zehnmal mehr Delikte mit K.O.-Tropfen gibt als angezeigt. Laut der Opferhilfe Bern (bei Nau.ch) gelingt ein toxikologischer Nachweis oft nicht: im Urin bis zwölf, im Blut nur etwa sechs Stunden.
Quellen: Nau.ch, Ticinonline (gestützt auf Nau.ch)
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22. Juli 2026BS
BerichteSRF 2026: IRM Basel zu Gesundheitsrisiken hoch dosierter K.O.-Mittel
Hintergrundfall: Die Staatsanwaltschaft Aargau hat Anklage erhoben, der Fall ist gerichtlich nicht...
Im SRF-Interview bezeichnet Götz Schlotterbeck, Toxikologe und Abteilungsleiter Forensische Chemie und Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel, das Risiko bei K.O.-Mitteln als «sehr gross». Je nach Menge kann die verlangsamte Atmung zu Bewusstlosigkeit oder Koma führen. Werden mehrere sedierende Substanzen kombiniert, steigt das Risiko einer Atemdepression deutlich. Hoch dosiertes GHB kann ins Koma führen, ohne medizinische Kontrolle droht ein Atemstillstand. Alle diese Substanzen wirken auf das zentrale Nervensystem und können abhängig machen, beim Absetzen sind Entzugssymptome möglich. Eine einmalige Gabe ist mit geringerem Risiko verbunden als wiederholte Gaben. Anlass ist die Anklage der Aargauer Staatsanwaltschaft gegen einen ehemaligen SVP-Grossrat, unter anderem wegen mehrfachen versuchten Mordes, mehrfacher Vergewaltigung und mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann sitzt seit Herbst 2023 in Untersuchungshaft und bestreitet laut Tages-Anzeiger einen Teil der Vorwürfe.
Quellen: SRF News
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21. Juli 2026ZH
Berichte20 Minuten 2026: IRM Zürich zu GHB-Nachweis und Symptomen
Hintergrundfall: Anklage gegen einen ehemaligen Aargauer Grossrat erhoben, nicht rechtskräftig beurteilt,...
20 Minuten zitiert Andrea Steuer, stellvertretende Abteilungsleiterin Forensische Pharmakologie und Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Zürich: GHB ist im Blut bis maximal sechs Stunden und im Urin bis maximal 12 Stunden nach Einnahme nachweisbar; eine Haaranalyse kann unter Umständen einen längeren Nachweis ermöglichen. Eva Meixner, Leiterin Forensische Medizin und Bildgebung am IRM, nennt mögliche Symptome wie Benommenheit, Erinnerungslücken, Schwindel und Übelkeit und hält fest, dass diese auch andere Ursachen haben können und allein keine sicheren Schlüsse erlauben. Anlass ist die Anklage gegen einen ehemaligen Aargauer Grossrat.
Quellen: 20 Minuten
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21. Juli 2026Berichte
SRF 2026: Fachstelle zu Nachweisfenstern, endogenem GHB und neuem Protein-Marker
Hintergrundfall: Strafverfahren gegen einen ehemaligen Aargauer SVP-Kantonspolitiker (laut Medienberichten...
SRF berichtet aus Anlass des Strafverfahrens gegen einen ehemaligen Aargauer SVP-Kantonspolitiker. Brigitte Kämpf, Co-Leiterin der Fachstelle Frauenberatung Sexuelle Gewalt, erklärt im Interview: GHB verursache oft Erinnerungslücken. Es sei im Blut etwa 4 bis 8 Stunden und im Urin etwa 8 bis 12 Stunden nachweisbar. Betroffene verpassten dieses Fenster oft, weil sie bewusstlos waren. Wer sich innert 72 Stunden meldet, solle die Spuren durch eine Forensic Nurse sichern lassen, etwa DNA und Spermaspuren. Weil der Körper GHB selbst bildet, könne ein Test nur einen erhöhten Wert zeigen, und dieser sinke rasch. Forschende hätten ein Protein entdeckt, das sich offenbar nach künstlicher Zufuhr von GHB bildet. Ein darauf beruhender Test sei noch nicht einsatzbereit.
Quellen: SRF News
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3. Juli 2026CH
BerichteProject Medusa: SRF, Blick und blue News zu Betäubungs-Missbrauchsnetzwerken, Schweiz nicht beteiligt
Kein Verfahren. Vernehmlassung zur Unfallversicherung am 27.6.2026 abgeschlossen, parlamentarische...
SRF berichtete am 3.7.2026 über die Europol-Operation Project Medusa gegen Online-Netzwerke, in denen Männer ihre Partnerinnen betäuben, missbrauchen und Aufnahmen davon teilen; laut SRF wurden 156 Täter und ebenso viele Opfer identifiziert. Fedpol erklärte, nicht beteiligt zu sein und keinen konkreten Fall mit Bezug zur Schweiz zu kennen; zuständig für Ermittlungen seien die Kantone. SRF verwies zudem auf die Lücke in der Unfallversicherung für bewusstlose Opfer und den Vorschlag des Bundesrats, dessen Vernehmlassung am 27.6.2026 endete. Blick (31.7.2026) und blue News (1.8.2026) berichteten über eine Petition auf der Plattform Campax mit rund 30'000 Unterschriften. Sie fordert die Teilnahme der Schweiz an Project Medusa, eine nationale Taskforce, die systematische Erfassung solcher Fälle und Unterstützung für Betroffene. Fedpol begründete die Nichtteilnahme laut Blick mit operativen Gründen.
Quellen: SRF, Blick, blue News
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2. Juli 2026international
ErmittlungenEuropol «Project Medusa»: erste europäische Operation gegen Online-Netzwerke für betäubungsgestützte Sexualgewalt
Ermittlungen in mehreren Staaten laufen. Seit April 2026 gab es 57 Festnahmen und 113...
Im April 2026 startete Europol das Projekt Medusa gegen Online-Netzwerke, in denen vor allem Männer ihre Partnerinnen betäuben, sexuell missbrauchen und die Aufnahmen in frauenfeindlichen Online-Gemeinschaften teilen. Unter Leitung Deutschlands und Grossbritanniens führten Ermittlerinnen und Ermittler vom 22. bis 24. Juni 2026 bei der National Crime Agency in London eine Operationswoche durch. Laut Keystone-SDA und ZDF waren neun Länder beteiligt, eucrim nennt sieben Staaten. Ergebnis der Operationswoche: 156 mutmassliche Opfer und Täter identifiziert, 274 neue Spuren und vier neue Online-Gemeinschaften. In den Niederlanden wurden im Juni vier mutmassliche Täter festgenommen. Seit dem Projektstart zählt Europol 113 Ermittlungsverfahren, 57 Festnahmen und 158 Opfer, die in Sicherheit gebracht wurden. Laut tio.ch beteiligten sich neben Deutschland und Grossbritannien Brasilien, Frankreich, Kanada, die Niederlande, Spanien, Ungarn und die USA.
Quellen: eucrim (Wiedergabe Europol-Mitteilung), blue News (Keystone-SDA), SRF, tio.ch und weitere
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23. Juni 2026BE
ErmittlungenBern und Lyss: Zwei Frauen sollen Opfer betäubt und ausgeraubt haben
Untersuchungshaft seit 19. Februar 2026; Strafuntersuchung der Regionalen Staatsanwaltschaften...
Laut Kantonspolizei Bern lernte ein Mann in Bern am 6. November 2025 kurz zuvor eine Frau kennen; in seiner Wohnung soll sie ihm ein verschreibungspflichtiges Medikament ins Getränk gegeben und Wertgegenstände entwendet haben, unterstützt von einer zweiten Frau. Am 18. November 2025 soll sich in Lyss eine Frau unter dem Vorwand einer Notlage Zutritt zu einer Wohnung verschafft, die Bewohnerin oder den Bewohner nach derselben Methode betäubt und Wertsachen mitgenommen haben; die Polizei geht von derselben Person aus. Im Februar 2026 wurden zwei Frauen angehalten; sie sitzen seit 19. Februar 2026 in Untersuchungshaft und sind teilgeständig. Sie und mutmasslich weitere Personen aus ihrem Umfeld stehen im Verdacht weiterer Vermögensdelikte im Kanton Bern zwischen Anfang November 2025 und Anfang Februar 2026.
Quellen: Kantonspolizei Bern, 20 Minuten, Plattform J
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7. Mai 2026AI
ErmittlungenLandsgemeinde Appenzell: Person mit K.O.-Mitteln betäubt, Polizei ermittelt
Ermittlungen der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden gegen unbekannte Täterschaft laufen (Stand Mai 2026).
Am 26. April 2026 wurden einer Person aus Appenzell an der Landsgemeinde laut Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden Substanzen aus dem Bereich der K.O.-Mittel verabreicht. Die Meldung ging zwei Tage später bei der Polizei ein. Die Polizei nahm umgehend Ermittlungen auf und rief Zeuginnen und Zeugen sowie weitere mögliche Betroffene auf, sich zu melden. Weitere Vorfälle waren nicht bekannt.
Quellen: 20 Minuten, watson
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7. April 2026BS
BerichteBasel-Stadt: Behördeninformation zu K.O.-Tropfen (Nachweis maximal etwa 12 Stunden)
nicht anwendbar (Behördeninformation)
Die Informationsseite des Kantons Basel-Stadt (Kantonspolizei) nennt als Nachweisfenster für K.O.-Mittel höchstens etwa 12 Stunden. Sie rät, sofort die Polizei (117) zu verständigen, möglichst bald ein Spital aufzusuchen, vorher nicht zu duschen und die Kleidung nicht zu wechseln oder ungewaschen mitzubringen. Wer zu geschwächt ist, soll Urin in ein sauberes Glas abfüllen und im Kühlschrank lagern. Nach Opferhilfegesetz besteht Anspruch auf kostenlose Beratung; die Opferhilfe übernimmt ungedeckte Kosten für Untersuchung und Beweissicherung. Spuren können im Spital gesichert werden, über eine Anzeige kann später entschieden werden. Die Verabreichung gilt als Körperverletzung (Art. 123 StGB) und ist grundsätzlich ein Antragsdelikt. Als Vergiftung und bei sexuellen Handlungen an einer urteils- oder widerstandsunfähigen Person (Art. 191 StGB) wird von Amtes wegen verfolgt; je nach Substanz kommt Lebensgefährdung (Art. 129 StGB) in Betracht.
Quellen: Kanton Basel-Stadt
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2026CH
BerichtePolizeiliche Kriminalstatistik: Art. 191 StGB (Schändung) Schweiz 2009 bis 2025
Amtliche Statistik (polizeilich registrierte Straftaten, keine Verurteilungen; für alle erfassten...
Das Bundesamt für Statistik weist in der Polizeilichen Kriminalstatistik (Tabelle «Polizeilich registrierte Straftaten gemäss Strafgesetzbuch», Straftat 311.00.191.00 «Schändung (Art. 191)») für die ganze Schweiz folgende registrierte Straftaten aus (Total, davon aufgeklärt): 2009: 142 (101); 2010: 139 (109); 2011: 218 (188); 2012: 141 (111); 2013: 153 (109); 2014: 168 (140); 2015: 176 (142); 2016: 199 (167); 2017: 215 (184); 2018: 219 (189); 2019: 220 (178); 2020: 216 (188); 2021: 239 (209); 2022: 264 (222); 2023: 281 (247); 2024: 253 (217); 2025: 299 (253). Versuche sind selten, es sind zwischen 0 und 8 pro Jahr. Zum Vergleich die Vergewaltigung (Art. 190): 2010: 543, 2019: 679, 2023: 839, 2024: 1086, 2025: 1402. Sexuelle Nötigung (Art. 189): 2010: 642, 2019: 626, 2025: 641. Seit dem 1. Juli 2024 trägt Art. 191 StGB nach der Revision des Sexualstrafrechts die Sachüberschrift «Missbrauch einer urteilsunfähigen oder zum Widerstand unfähigen Person». Das BFS führt die Kategorie in der Tabelle weiterhin als «Schändung (Art. 191)».
Quellen: Bundesamt für Statistik, STAT-TAB, Fedlex
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2026ZH, BE, VD, GE, BS, BL, SG, AG, TI, NE, ZG
BerichtePolizeiliche Kriminalstatistik: Art. 191 StGB nach Kantonen 2009 bis 2025
Amtliche Statistik: polizeilich registrierte Straftaten, keine Verurteilungen, keine Aussage zu Tatumständen
BFS-Tabelle der polizeilich registrierten Straftaten nach Art. 191 StGB («Schändung», Ausführungsgrad und Aufklärungsgrad je Total), Jahre 2009 bis 2025 in dieser Reihenfolge. Zürich: 36, 29, 47, 39, 49, 42, 47, 54, 42, 36, 47, 50, 44, 32, 39, 37, 66. Bern: 21, 12, 64, 9, 8, 10, 7, 17, 13, 16, 24, 22, 20, 28, 24, 41, 31. Waadt: 25, 13, 20, 20, 20, 22, 27, 22, 30, 29, 25, 31, 38, 40, 40, 39, 52. Genf: 2, 8, 6, 14, 11, 14, 7, 21, 11, 15, 24, 21, 32, 21, 20, 23, 19. Basel-Stadt: 8, 13, 14, 12, 9, 8, 4, 7, 9, 14, 12, 18, 11, 10, 10, 6, 3. Basel-Landschaft: 2, 2, 3, 2, 0, 7, 3, 0, 2, 3, 2, 6, 2, 2, 6, 5, 11. St. Gallen: 3, 1, 4, 3, 4, 5, 2, 4, 19, 25, 13, 4, 11, 11, 9, 10, 4. Aargau: 5, 11, 7, 3, 9, 5, 8, 6, 6, 9, 12, 9, 7, 10, 22, 11, 17. Tessin: 7, 7, 2, 2, 1, 5, 4, 1, 13, 8, 4, 4, 13, 11, 23, 10, 8. Neuenburg: 3, 7, 13, 7, 4, 5, 9, 8, 12, 10, 11, 14, 10, 10, 15, 8, 10. Zug: 2, 2, 2, 1, 2, 1, 3, 3, 0, 0, 1, 1, 1, 2, 0, 5, 2.
Quellen: Bundesamt für Statistik, STAT-TAB
2025 13 Einträge
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Dezember 2025CH
BerichteBAG-Faktenblatt GHB, GBL, 1,4-Butandiol: Unterstellung 2002, Tox-Info-Fallzahlen 1997 bis 2005
Behördliche Information (kein Rechtsakt)
Das Bundesamt für Gesundheit (Direktionsbereich Gesundheitsschutz) veröffentlichte im Dezember 2025 ein Faktenblatt zu GHB, GBL und 1,4-Butandiol (BD). GHB wurde in der Schweiz 2002 dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt, nachdem die Vergiftungsfälle nach 1998 stark auf 30 bis 50 pro Jahr gestiegen waren. Die Beratungen von Tox Info Suisse zu GHB-Vergiftungen nahmen danach nur vorübergehend leicht ab. Tox Info Suisse verzeichnete von 1997 bis 2005 334 GHB-Vergiftungsfälle (271 akut beabsichtigt, 28 akut unbeabsichtigt, 23 chronisch beabsichtigt). Zu 187 Fällen lagen ärztliche Verlaufsberichte vor, darunter 80 schwere Fälle und ein Todesfall. Hinzu kamen 101 GBL-Fälle, alle durch Missbrauch, und 4 BD-Fälle (3 Missbrauch, 1 akzidentiell). Laut Faktenblatt kommen Vergiftungen mit den drei Substanzen in der Schweiz praktisch ausschliesslich bei Missbrauch vor. 2005 waren in der Schweiz über 200 chemische Produkte mit GBL (bis 100 Prozent) registriert. GHB ist im Blut bis zu 8 Stunden und im Urin bis zu 12 Stunden nachweisbar. Das Faktenblatt führt «K.O.-Tropfen» als Strassennamen von GHB und nennt ausdrücklich den Einsatz als «date rape drug». Rechtslage: GHB und GBL sind kontrollierte Substanzen nach Anhang 2 Verzeichnis a BetmVV-EDI; ausgenommen ist GBL bei industriellem Einsatz.
Quellen: Bundesamt für Gesundheit
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3. Oktober 2025ZH
ErmittlungenZürcher Club an der Langstrasse: Gast meldet Betäubung und 5000 Franken Abbuchungen
Polizeiliche Ermittlung laufend (Stand Oktober 2025), Anzeige erstattet. Es gilt die Unschuldsvermutung...
Ein 46-jähriger Mann (Name geändert) gibt an, ihm seien in der Nacht auf den 12. Juli 2025 in einem Club an der Langstrasse in Zürich K.O.-Tropfen verabreicht worden. Er vermutet sie im dritten Gin Tonic. Ein Nachweis war nicht mehr möglich, weil nach rund 20 Stunden keine Rückstände mehr feststellbar waren. Innert gut elf Minuten wurden über seine Kreditkarte, bezahlt mit der Apple Watch, in drei Abbuchungen rund 5000 Franken belastet. Gemäss seinen Angaben wurden 14 Flaschen Champagner abgerechnet. Ein Sprecher des Clubs weist alle Vorwürfe zurück: Es seien keine K.O.-Tropfen verabreicht worden und die Bestellung sei belegt. Der Club kooperiere mit der Polizei. Der Mann hat Anzeige erstattet. Die Stadtpolizei Zürich ermittelt mit einem spezialisierten Ermittlungsdienst. Über den Abschluss des Verfahrens entscheidet sie zusammen mit der Staatsanwaltschaft.
Quellen: Blick
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10. September 2025LU
BerichteLuzern: Keine strukturierte vertrauliche Spurensicherung, Postulat erheblich erklärt
nicht anwendbar (parlamentarisches Geschäft; Postulat am 27. November 2025 entgegen Antrag des Stadtrats...
Das Postulat 82 (eingereicht am 22. Mai 2025 namens der Fraktionen Mitte, SP/JUSO und GRÜNE/JG) hält fest, dass im Kanton Luzern keine strukturierte Möglichkeit besteht, bei häuslicher oder sexueller Gewalt eine vertrauliche Spurensicherung unabhängig von einer polizeilichen Anzeige durchführen zu lassen. Der Stadtrat verweist in seiner Stellungnahme vom 10. September 2025 (StB 668) auf den kantonalen Massnahmenplan «Häusliche Gewalt»: Der Kanton skizziere eine Lösung, die sich an den Angeboten in Bern, Graubünden und Zürich orientiert. Rechtsmedizinische Leistungen, die nicht durch das KVG gedeckt sind, sollen künftig über die Opferhilfe finanziert werden; dafür braucht es eine Revision des Opferhilfegesetzes, deren Inkrafttreten der Bundesrat noch nicht terminiert hat. Der Stadtrat beantragte teilweise Erheblicherklärung und wollte keine eigenen Prüfungen neben den kantonalen Arbeiten. Der Grosse Stadtrat erklärte das Postulat am 27. November 2025 entgegen diesem Antrag vollständig erheblich. Für diesen Fall rechnete der Stadtrat mit Abklärungskosten von rund 50 000 Franken.
Quellen: Stadtrat Luzern
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5. September 2025international (Österreich)
BerichteÖsterreich: Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene in Wien, 8 Prozent der Fälle mit Verdacht auf K.O.-Tropfen
Pilotprojekt, in Betrieb (Stand September 2025). Die zuständigen Ministerinnen sagen den Fortbestand trotz...
Die Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene ist ein Pilotprojekt der MedUni Wien am Zentrum für Gerichtsmedizin und seit Anfang 2025 in Betrieb. Gewaltbetroffene können sich dort kostenlos untersuchen lassen, unabhängig von einer Anzeige und ohne E-Card. Verletzungen werden gerichtsfest dokumentiert und Spuren gesichert. Laut ORF kamen in den ersten acht Monaten 400 Personen, in 293 Fällen fanden klinisch-forensische Untersuchungen statt. 24 Prozent der Fälle betrafen sexualisierte Gewalt, in 8 Prozent bestand der Verdacht auf K.O.-Tropfen. In 53 Prozent der Fälle wurde Anzeige erstattet. Ohne Anzeige bleiben Daten und Spuren bis zu zehn Jahre gespeichert, damit sie in einem späteren Strafverfahren verwendet werden können. Eine zweite Gewaltambulanz gibt es in Graz.
Quellen: ORF, Kanton Zürich
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17. Juli 2025AG, BS, ZH
BerichteBeobachter 2025: Kantonsvergleich Aargau, Basel-Stadt, Zürich
nicht anwendbar (Medienbericht)
Der Beobachter vergleicht die Regierungsantworten auf Vorstösse in drei Kantonen. Aargau stuft K.O.-Tropfen als «seltenes Phänomen» ein, sieht keinen Bedarf für neue Massnahmen und setzt auf Rechtsmedizin, Opferberatung und Polizei. Basel-Stadt bezeichnet sie als «ernst zu nehmendes Phänomen», behält die Forensic Nurses am Universitätsspital bei, prüft zusätzliche Massnahmen und will Erfahrungen aus dem Gewaltschutzkonzept des Eurovision Song Contest nutzen. Zürich verweist auf das Pilotprojekt mit mobilen Forensic Nurses. In Zürich wurden nach Sexualdelikten im Vorjahr 18 Haaranalysen auf psychoaktive Substanzen gemacht, 2020 waren es sechs. Untersucht wird so nur ein Bruchteil der Verdachtsfälle. Die Basler Opferberatung meldet mehr Anfragen und geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Mandy Abou Shoak (SP, ZH) fordert einen Gesamtplan aus Prävention, Beweissicherung und statistischer Erfassung und bereitet dazu ein Postulat vor. Jessica Brandenburger (SP, BS) fordert eine systematische Erfassung der Fälle und eine Sensibilisierung von Polizei und Spitalpersonal.
Quellen: Beobachter
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5. Juni 2025Bund (SRF)
BerichteSRF DOK «Betäubt und missbraucht: Der Fall Pelicot»
Medienbeitrag (Dokumentarfilm). Kein Verfahren Gegenstand des Eintrags.
SRF 1 strahlte am 5. Juni 2025 um 20.50 Uhr einen Dokumentarfilm über den Fall Pelicot aus. Erzählerin und Protagonistin ist Caroline Darian, die Tochter von Gisèle Pelicot. Sie schildert den Prozess in Avignon und befasst sich mit der chemischen Unterwerfung («soumission chimique»). Laut Programmtext hält Darian die verbreitete Annahme für falsch, Täter setzten vor allem K.O.-Tropfen ein: Meist würden Schlaf- oder Schmerzmittel verwendet, teils sogar Antihistaminika aus der Hausapotheke. Der Film zeigt weitere Betroffene, darunter eine Frau, die mit 15 Jahren auf einem Stadtfest betäubt und vergewaltigt wurde, sowie eine Parlamentarierin, die sich aus eigener Erfahrung für Betroffene einsetzt. Darian ist Präsidentin und Mitgründerin des Vereins «#M'endors pas: Stop à la soumission chimique».
Quellen: fernsehserien.de (SRF-Programmtext), HelloAsso (Vereinsseite)
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14. Mai 2025ZH
BerichteTsüri 2025: Stadtpolizei Zürich 35 Fälle 2024, Kosten umfassender Analysen 1500 bis 2000 Franken
nicht anwendbar (Medienbericht)
Laut Tsüri.ch registrierte die Stadtpolizei Zürich 2024 35 Fälle von Betroffenen von K.O.-Tropfen. Die Tendenz ist gegenüber den Vorjahren eher rückläufig. Eine Gemeinderatsanfrage von 2019 ergab für 2014 bis 2019 142 Vorfälle in der Stadt Zürich, davon 63 Prozent Frauen und 37 Prozent Männer. Umfassende Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin kosten laut Artikel 1500 bis 2000 Franken. Die Analysen erfolgen im Auftrag der Staatsanwaltschaft, ohne Strafanzeige tragen Betroffene die Kosten selbst. Genannte Nachweisfenster: Urin 8 bis 12 Stunden, Blut 6 Stunden, Haare bis zu drei Monate. Zitiert werden der Co-Teamleiter des Drogeninformationszentrums (DIZ) Zürich und die Co-Geschäftsleiterin der Frauenberatung sexuelle Gewalt Zürich.
Quellen: Tsüri.ch
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12. Mai 2025international (Frankreich)
BerichteFrankreich: Regierungsmission Josso/Guillotin legt 50 Empfehlungen zur chemischen Unterwerfung vor
Bericht im Auftrag der Regierung vom 12. Mai 2025, ohne Bindungswirkung. Seit 1. Juli 2025 läuft gestützt...
Die Abgeordnete Sandrine Josso (MoDem) und die Senatorin Véronique Guillotin (RDSE) haben am 12. Mai 2025 den Bericht der Regierungsmission zur «soumission chimique» an Ministerin Aurore Bergé übergeben. Er enthält 50 Empfehlungen, davon 15 prioritär, zu Prävention, Betreuung der Opfer, langfristiger Begleitung und justizieller Behandlung. Dazu gehören: eine erschwerende Tatbestandsvariante, wenn das Opfer bei Vergewaltigung oder sexueller Nötigung unter Alkohol oder Drogen stand; die Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht auch ohne Anzeigewillen des Opfers; die Spurensicherung im Spital ohne Anzeige; ein Referenzrahmen der Haute Autorité de santé zu Erkennung und Orientierung (Empfehlung 23); eine nationale Sensibilisierungskampagne ab 2025, jährlich wiederholt (Empfehlung 4). Zudem empfiehlt der Bericht, die Kostenübernahme toxikologischer Analysen ohne Anzeige allgemein einzuführen. Diese Kostenübernahme wird bereits erprobt: Ein Experiment gestützt auf Art. 68 des Sozialversicherungsfinanzierungsgesetzes 2025 läuft seit 1. Juli 2025 für drei Jahre in höchstens drei Regionen und geht auf einen Änderungsantrag von Josso zurück. Zitierte Zahlen: Das CRAFS analysierte 2022 1229 wahrscheinliche Fälle chemischer Unterwerfung oder Vulnerabilität; 2023 wurden 127 Personen allein wegen chemischer Unterwerfung beschuldigt. Die Mission war wegen der Auflösung der Nationalversammlung am 9. Juni 2024 unterbrochen und im November 2024 neu erteilt worden. Im Januar 2026 sagte Guillotin laut Public Sénat, es gebe einen kollektiven Willen, nun müsse das passende Gesetzesvehikel gefunden werden.
Quellen: Public Sénat, vie-publique.fr (Bericht Tome 1), Public Sénat
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11. April 2025FR
BerichteFreiburg 2025: 35 Meldungen seit 2022, kein nachgewiesener Fall, Weisung bleibt
Behördenmitteilung. Keine bestätigten Fälle in fast drei Jahren (Stand 11.4.2025). Zahl pendenter...
Die Kantonspolizei Freiburg teilte am 11. April 2025 mit, seit Einführung des koordinierten Verfahrens bei Verdacht auf GHB-Intoxikation am 24. Juni 2022 seien ihr 35 Opfer gemeldet worden. Analysen und Verfahren hätten keinen bestätigten Fall («cas avérés») ergeben. Die Weisung Nr. 1.17 des Generalstaatsanwalts bleibe bestehen; ärztliche Analysen sollten spätestens sechs Stunden nach dem Ereignis erfolgen. Die Behörden werteten das Verfahren als positiv.
Quellen: Staat Freiburg, Kantonspolizei
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5. Februar 2025SG
BerichteKantonspolizei St. Gallen: bis zu einem Dutzend K.O.-Meldungen pro Jahr
Behördenangaben, keine Einzelverfahren.
Laut St. Galler Tagblatt erhält die Kantonspolizei St. Gallen nach eigenen Angaben höchstens zwölf Meldungen pro Jahr wegen mutmasslicher K.O.-Tropfen, meist im Zusammenhang mit dem Ausgang. Eine spezifische Statistik führt die Polizei nicht; auch die Opferhilfe der Kantone St. Gallen und beider Appenzell hat keine konkreten Zahlen. Die Polizei rät Betroffenen, sich so rasch wie möglich ärztlich behandeln zu lassen und Anzeige zu erstatten. Die Opferhilfe weist darauf hin, dass viele Betroffene eine automatische Anzeige fürchten, und bietet zusammen mit dem Kantonsspital eine Soforthilfe ohne Anzeigepflicht an.
Quellen: St. Galler Tagblatt
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23. Januar 2025GE
BerichteGenf: Medizinisch-rechtliche Konsultation der HUG für Gewaltopfer ohne Anzeige
nicht anwendbar (Spitalangebot)
Die HUG eröffneten Anfang 2025 die kostenlose und vertrauliche Consultation médico-légale pour adultes victimes de violences (CMLV). Sie ist dem CURML angegliedert und wird als Mission d'intérêt général vom Departement für Gesundheit und Mobilität (DSM) finanziert, Budget im ersten Jahr 859'000 Franken. Die CMLV erstellt medizinisch-rechtliche Konstatate mit Fotos der Verletzungen, unabhängig von einer Anzeige, bei Gewalt im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft und in der Familie. Bis Ende 2024 erfolgten solche Konstatate am Notfall. Sexuelle Gewalt ist ausdrücklich ausgenommen: Frauen werden am gynäkologisch-geburtshilflichen Notfall, Männer am Erwachsenennotfall betreut. Eine Weiterverweisung an die Unité interdisciplinaire de médecine et de prévention de la violence (UIMPV) der HUG ist möglich.
Quellen: HUG, HUG, Medienmitteilung
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16. Januar 2025Westschweiz, Tessin, BE, VD
BerichteRTS «Temps présent» und RSI: Betroffene chemischer Unterwerfung in der Schweiz brechen das Schweigen
Medienbericht. Genannte Verfahren: Verurteilung im Kanton VD 2019 zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe, eine...
Die RTS-Sendung «Temps présent» strahlte am 16. Januar 2025 den 48-minütigen Beitrag «Soumission chimique, cauchemars en Suisse romande» aus. Frauen berichten darin, wie Partner oder Bekannte sie in der Schweiz heimlich betäubt und vergewaltigt haben. Der begleitende Artikel von Sofia Pekmez (RTS, 17.1.2025) erschien am 22.1.2025 auch bei swissinfo.ch. Eine italienische Fassung brachte RSI am 15.2.2025. Drei Fälle stehen im Zentrum. Eine rund 50-jährige Bernerin wurde vier Jahre lang von ihrem Ehemann betäubt und vergewaltigt. Er ist inzwischen verstorben, ein Strafverfahren gab es nicht. Eine 21-Jährige gibt an, im Januar 2022 von einem Freund der Familie betäubt und vergewaltigt worden zu sein. Der Beschuldigte wurde erstinstanzlich mangels Beweisen freigesprochen, die Betroffene hat Berufung eingelegt. Im dritten Fall betäubte und vergewaltigte ein Unternehmer aus der Region Vevey (VD) über mehr als zehn Jahre mehrere Frauen aus seinem Umfeld, darunter seine Tochter. Er wurde 2019 zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Laut den Berichten geschehen nachgewiesene Taten mit chemischer Unterwerfung überwiegend im privaten Umfeld, oft durch Vertrauenspersonen.
Quellen: RTS, SWI swissinfo.ch, RSI
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7. Januar 2025BS
ErmittlungenBasel, Hirscheneck: Mehrere Gäste an Silvester mutmasslich betäubt
Mindestens eine Anzeige gegen Unbekannt (17-jähriger Betroffener). Die Staatsanwaltschaft äusserte sich...
Das Kleinbasler Szenelokal Hirscheneck meldete auf Instagram, in der Silvesternacht 2024/25 seien Menschen im und vor dem Lokal mutmasslich mit K.O.-Tropfen betäubt worden. Eine Person sei positiv auf Betäubungsmittel getestet worden. Das Universitätsspital Basel bestätigte einige Fälle mit «unklarem Koma» auf der Notfallstation, ohne sie einem bestimmten Ereignis zuzuordnen. Laut SRF hatte ein 17-jähriger Schüler nach vier Bieren kaum Erinnerung an die Nacht. Sechs Bekannte schilderten ähnliche Symptome. Er erstattete Tage später Anzeige gegen Unbekannt, ein Spitaltest erfolgte nicht. Die Staatsanwaltschaft äusserte sich nicht zu Anzeigen. FDP-Grossrätin Silvia Schweizer reichte einen Vorstoss für präventive Schutzmassnahmen im Hinblick auf die Grossanlässe 2025 ein, namentlich den ESC. Laut Regierungsrätin Stephanie Eymann lag für den ESC bereits ein Schutzkonzept vor. Die Kantonspolizei gab an, die 2021 verteilten Testarmbänder seien weder zuverlässig noch benutzerfreundlich gewesen. Nachweisfenster laut SRF: rund sechs Stunden im Blut, bis zwölf Stunden im Urin.
Quellen: 20 Minuten, SRF, bz Basel
2024 8 Einträge
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17. Dezember 2024international (Deutschland)
BerichteSTRG_F-Recherche: Telegram-Netzwerk, in dem Männer das Betäuben von Frauen besprechen
Journalistische Recherche. Laut STRG_F erklärte das deutsche Bundeskriminalamt, Hinweise auf solche...
Das Recherchekollektiv STRG_F (funk/NDR) infiltrierte ab Sommer 2023 Dutzende Telegram-Gruppen mit teils Zehntausenden Mitgliedern. Dort tauschen Nutzer Anleitungen zum heimlichen Betäuben aus und teilen Bilder und Videos betäubter Frauen, oft aus dem eigenen Umfeld. Die Recherche erschien am 17.12.2024. STRG_F bestellte ein als Haarserum getarntes K.O.-Mittel. Laut dem Toxikologen Volker Auwärter (Universitätsklinikum Freiburg) enthielt es Medetomidin, Flualprazolam und Scopolamin. Gelöschte Gruppen entstehen über neue Einladungslinks wieder. Blick übernahm die Recherche am 18.12.2024. Der Beitrag hält fest, dass in der Schweiz der Missbrauch Bewusstloser nach Art. 191 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren bedroht ist. Beim Besitz solcher Aufnahmen Erwachsener bestehe zumindest teilweise eine Lücke.
Quellen: funk / STRG_F, Blick, Blick Romandie
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4. Dezember 2024CH
BerichteBeobachter-Ratgeber: «Das unsichtbare Gift», Schutz vor K.O.-Tropfen
nicht anwendbar
Der Beobachter erklärte Wirkung und Einsatz von K.O.-Tropfen im Ausgang. Gestützt auf das Bundesamt für Gesundheit beschrieb er, dass die Wirkung nach rund 15 Minuten einsetzt und bis zu Gedächtnisverlust und tödlicher Vergiftung reichen kann. Die Substanzen sind farb- und geschmacklos, ein versetztes Getränk bleibt deshalb meist unbemerkt. Ein Nagellack-Test sollte nur drei Substanzen erkennen und kam nicht auf den Markt; ein Testarmband prüft nur auf GHB. Empfohlen wurden Getränkeabdeckungen, Awareness-Teams und der sofortige Gang zu Bar-, Club- oder Sicherheitspersonal. Ein Vorfall wird nach einer Schilderung im «Blick» wiedergegeben. Eigene Interviews mit Fachpersonen enthält der Text nicht, Schweizer Zahlen nennt er keine.
Quellen: Beobachter
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10. September 2024BS
BerichteBasel-Stadt: Toxikologische Proben ohne Anzeige werden gelagert, nicht analysiert
nicht anwendbar (Bericht des Regierungsrats an den Grossen Rat zu zwei Anzügen)
Der Regierungsrat Basel-Stadt berichtet gemeinsam zu den Anzügen Melanie Nussbaumer («Berner Modell für die Akutversorgung nach sexualisierter Gewalt») und Barbara Heer («Begleitdienst im Spital für Betroffene sexualisierter Gewalt»). Bei forensisch-klinischen Untersuchungen nach sexualisierter Gewalt werden je nach Fall Abstriche für DNA-Untersuchungen sowie Blut- und Urinproben für forensisch-toxikologische Analysen gesichert und mindestens ein Jahr im IRM aufbewahrt. Eine Verlängerung auf fünf Jahre will der Regierungsrat prüfen. Für toxikologische Proben sei eine lange Lagerung auch bei sachgerechter Aufbewahrung nicht verlässlich: Substanzen bauen sich auch im Probengefäss ab, bereits innerhalb eines Jahres können relevante Veränderungen der Resultate auftreten. Blut und Urin werden derzeit nur im Auftrag der Staatsanwaltschaft analysiert, in erster Linie wegen der Kostendeckung. Die Analysen kosten mindestens 2'000 Franken pro Fall. Ohne Anzeige müsste das IRM zudem mit den Betroffenen klären, ob sie eine Analyse wünschen; das ist in der Akutsituation in der Regel nicht möglich. Die Finanzierung von Analysen ohne Anzeige ist nicht geregelt. Eine zeitnahe standardisierte Analyse von Blut und Urin auch ohne Anzeige bezeichnet der Regierungsrat als zielführend; geprüft wird eine Abrechnung über die Opferhilfe.
Quellen: Regierungsrat Basel-Stadt
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10. September 2024BE
BerichteBern: Berner Modell, rechtsmedizinische Spurensicherung ohne Anzeige
nicht anwendbar (Versorgungsmodell)
Das Berner Modell für die Akutversorgung nach sexualisierter Gewalt sieht laut dem Basler Anzug Nussbaumer (22.5256.01, 2022) vor, dass Frauen ausschliesslich von Frauen untersucht werden. Betroffene können forensische Befunde vertraulich und ohne Anzeigepflicht erheben lassen. Die beteiligten Stellen arbeiten institutionalisiert zusammen. Laut Anzug bewahrt der Kanton Bern die Spuren 15 Jahre auf. Der Regierungsrat Basel-Stadt (RRB vom 10. September 2024) stützt sich auf Erfahrungswerte des Instituts für Rechtsmedizin Bern. Dieses bewahrt Proben seit längerem 15 Jahre auf. Danach erfolgen Anzeigen überwiegend im ersten Jahr nach dem Vorfall, seltener nach zwei bis fünf Jahren, sehr sporadisch nach fünf bis zehn Jahren und nie nach zehn Jahren. Watson (22. Juli 2026) beschreibt das Zentrum für sexuelle Gesundheit der Insel Gruppe. Es ist seit 1986 Anlaufstelle, kostenlos, untersteht der Schweigepflicht und arbeitet im Auftrag des Kantons. Betroffene sollen sich möglichst innert 72 Stunden melden. GHB ist etwa 6 bis 8 Stunden im Blut und etwa 12 Stunden im Urin nachweisbar. Laut Regierungsrat Bern (RRB 134/2026 vom 11. Februar 2026) gingen bei der Kantonspolizei Bern seit 2022 zwölf Meldungen ein, die einen Verdacht auf Verabreichung chemischer Substanzen mit anschliessendem Sexualdelikt betrafen. In neun Fällen folgte eine Anzeige. Werden Opfer sexualisierter Gewalt in Begleitung der Polizei ins Inselspital gebracht, entnimmt das Spital umgehend Blut- und Urinproben. Das Thema wird regelmässig in den Sitzungen des Berner Modells behandelt.
Quellen: Regierungsrat Basel-Stadt, Grosser Rat Basel-Stadt, watson, Regierungsrat Kanton Bern
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17. Juli 2024BE, SG, TG
BerichteFestivals bauen Care-Teams aus: Gurten von zwei auf acht Personen pro Tag
Kein Verfahren.
SRF berichtete am 17. Juli 2024, dass grössere Festivals zunehmend auf Care-Teams setzen. Das Gurtenfestival stockte sein Care-Team 2024 von zwei auf acht Personen pro Tag auf und besetzte es mit Sozialpädagogen, interkulturellen Vermittlerinnen und Psychologen. Am Openair St. Gallen und am Openair Frauenfeld waren 2024 bis zu sechs Personen pro Tag im Einsatz. Christoph Bill, Präsident des Branchenverbands der Schweizer Festivalveranstalter, sagte, ein Festival könne es sich kaum noch leisten, im Bereich Care nichts zu tun. Zudem könnten Care-Teams die Eintrittspreise erhöhen. Ein Sozialpädagoge aus dem Care-Team des Gurtenfestivals schilderte die Arbeit vor Ort.
Quellen: SRF News
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18. April 2024VD
BerichteLausanne: 39 gemeldete Verdachtsfälle 2022, kein einziger positiver Befund
Kommunales Parlamentsgeschäft, abgeschlossen: Der Gemeinderat (Conseil communal) genehmigte das Geschäft...
Im Rapport-préavis 2024/18 vom 18. April 2024 antwortet die Lausanner Stadtregierung auf das Postulat von Olivia Fahmy (POS21/084). Das Postulat wurde am 30. November 2021 eingereicht und am 7. Dezember 2021 im Gemeinderat behandelt. 2022 wurden der Polizei 39 Verdachtsfälle gemeldet. In keinem Fall wies ein Screening GHB oder andere toxische Substanzen nach, und meist liessen sich auch keine Einstichspuren feststellen. Der Bericht übernimmt die CURML-Zahlen 2021: 60 Fälle in der Kategorie «agression sexuelle, suspicion soumission chimique, black-out», 77 Prozent Frauen, Durchschnittsalter 23 Jahre, ein GHB-positiver Fall. Der Notfalldienst des CHUV hat ein eigenes Protokoll für alle Verdachtsfälle chemischer Unterwerfung, und die Unité de médecine des violences kann beigezogen werden. Im Rahmen einer Präventionskampagne mit «Label Nuit» subventionierte die Stadt ab Februar 2022 4000 Glasabdeckungen («drink watch»). Der Gemeinderat genehmigte das Geschäft am 5. Mai 2026.
Quellen: Ville de Lausanne, Ville de Lausanne, Le News
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1. April 2024ZH
BerichteZürich: Aufsuchender Dienst Forensic Nurses (ADFN), Spurensicherung ohne Anzeige
nicht anwendbar (Behördenangebot); Pilotbetrieb bis Ende 2026, ab 2027 Dauerbetrieb gemäss RRB 430/2026
Der Kanton Zürich betreibt seit Frühjahr 2024 den Aufsuchenden Dienst Forensic Nurses (ADFN) am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRM-UZH). Laut Kantonsseite fand vor dem 1. April 2024 eine forensische Untersuchung nur statt, wenn das Opfer die Polizei beizog. Speziell ausgebildete Pflegefachpersonen sind für alle Notfallstationen der Spitäler im Kanton im Einsatz, rund um die Uhr erreichbar und sichern Spuren auch ohne Anzeige. Die Spurensicherung ist kostenlos, gesicherte Spuren werden 15 Jahre aufbewahrt. Laut Regierungsrat (RRB 615/2025) sichern die Forensic Nurses auch Blut-, Urin- oder Haarproben für mögliche spätere genetische und forensisch-toxikologische Analysen; wird von Beginn an Anzeige erstattet, übernehmen Ärztinnen und Ärzte des IRM-UZH. Laut Kanton verzeichnete der Dienst von April bis Dezember 2024 279 forensische Untersuchungen und Telefonberatungen, 2025 512 Fälle; in 45 von 345 forensisch untersuchten Fällen wurde nachträglich Anzeige erstattet. Der Stadtrat Luzern nennt für das erste Betriebsjahr rund 200 Spurensicherungen und etwa 170 telefonische Unterstützungen. Das Pilotprojekt läuft bis Ende 2026; mit RRB 430/2026 (Medienmitteilung vom 23. April 2026) wird der Dienst ab 2027 in den Dauerbetrieb überführt und für 2027 bis 2030 finanziert.
Quellen: Kanton Zürich, Regierungsrat Kanton Zürich, Stadtrat Luzern, Kanton Zürich
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5. Februar 2024SG
BerichteSt. Gallen 2024: Weder Kantonspolizei noch IRM erfassen K.O.-Fälle
nicht anwendbar (Medienbericht)
Laut 20 Minuten führen weder die Kantonspolizei St. Gallen noch das Institut für Rechtsmedizin am Kantonsspital St. Gallen eine Statistik zu K.O.-Tropfen. Die jährliche Zahl der Fälle im Kanton ist deshalb unbekannt. Der Artikel zitiert einen nicht namentlich genannten Experten aus einem Vergewaltigungsprozess in Biel: Wenn Tropfen verabreicht würden, sei es «in der Regel immer GHB». Weil GHB auch körpereigen vorkommt, sei kaum zu belegen, ab welcher Menge ein Wert unnatürlich ist. Routinemässig wird laut Artikel in der Regel nicht auf GHB getestet. Im Blut ist GHB nach etwa sechs Stunden nicht mehr nachweisbar, im Urin etwas länger.
Quellen: 20 Minuten
2023 4 Einträge
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24. November 2023CH
BerichteHelvetiarockt-Bericht: Clubs und Festivals brauchen Unterstützung, Codewort «Luisa» wird selten genutzt
Kein Verfahren.
Laut Beobachter (24. November 2023) hat der Verein Helvetiarockt den Bericht «Nicht nur Plakate in den Toiletten» veröffentlicht. Er beruht auf einer Online-Umfrage und auf Interviews mit Mitarbeitenden nicht profitorientierter Clubs und Festivals. Viele Betriebe haben bereits Awareness-Konzepte, deren Umsetzung ist aber oft schwierig. Sicherheitsfirmen sind laut Bericht oft ungenügend für den Umgang mit sexualisierter Gewalt ausgebildet, vieles hängt vom Engagement Einzelner ab, etwa von Barpersonal. Nach Angaben der Clubs und Festivals wird das Codewort «Ist Luisa da?» selten genutzt. Manche Betroffene erkennen Übergriffe erst im Nachhinein. Helvetiarockt richtet seine Forderungen an Politik und Behörden: mehr Mittel für Schulungen und geschultes Personal, sichtbarere Angebote, besserer Austausch zwischen Veranstaltenden und Behörden und allenfalls eine zentrale Koordinationsstelle. Der Artikel zitiert die GFS-Bern-Studie im Auftrag von Amnesty International: 42 Prozent der befragten Frauen ab 16 Jahren haben in Bars oder Clubs sexuelle Belästigung erlebt.
Quellen: Beobachter
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31. Oktober 2023UR
BerichteUri: Regierungsrat befürwortet Spurensicherung ohne Anzeige, IRM-Box des USZ als Modell
nicht anwendbar (Antwort des Regierungsrats auf eine Interpellation; der Regierungsrat ist bereit, die...
Antwort des Urner Regierungsrats auf die Interpellation «Professionelle Hilfe bei sexualisierter Gewalt» von Landrätin Chiara Gisler (eingereicht am 19. April 2023, mitunterzeichnet von Eveline Lüönd und Miriam Christen). Der Regierungsrat teilt die Ansicht, dass der Verzicht auf eine Anzeigepflicht den Zugang zu medizinischer Versorgung und Spurensicherung erleichtert. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre werden heute ans Kinderspital Zürich überwiesen. Ab 16 Jahren erfolgen Behandlung und Spurensicherung im Kantonsspital Uri (KSU), in bestimmten Fällen mit Beizug des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Zürich. Wegen personeller Engpässe am IRM müssen Opfer teilweise nach Zürich gebracht werden. Als Modell nennt der Regierungsrat das Universitätsspital Zürich: Es sichert Spuren ohne Anzeige mit einer vom IRM entwickelten Untersuchungsbox und stellt sie dem IRM zur Aufbewahrung zu. Am KSU ist die Box bereits im Einsatz, heute aber nur mit anwesender Polizei. Offen ist, wer die Leistungen des KSU bezahlt, da KVG und UVG sie nicht übernehmen. Für die Umsetzung muss das Gesundheitsgesetz angepasst werden, insbesondere die Meldepflicht bei Opfern unter 18 Jahren. Von 2020 bis 2022 gab es 16 Sexualdelikte, bei denen das Berner Modell anwendbar gewesen wäre. Der Regierungsrat fordert ein schweizweit einheitliches Vorgehen bei Betreuung, Spurensicherung und Anzeigemöglichkeiten und ist bereit, die Anliegen vertieft zu prüfen.
Quellen: Regierungsrat Kanton Uri
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6. Oktober 2023ZH
ErmittlungenLangstrasse Zürich: Zwei Frauen nach Barbesuch bewusstlos, Stadtpolizei ermittelt
Anzeige bei der Stadtpolizei Zürich erstattet; Ermittlungen laufend (Stand 6.10.2023); Täterschaft...
Eine Zürcherin und ihre Freundin vermuten, dass ihnen in einer Bar an der Langstrasse eine Substanz ins Getränk gemischt wurde. Die Frau verlor nach eigener Schilderung das Gefühl in den Beinen und wurde ohnmächtig. Eine Person brachte beide nach Hause, wo sie erneut zusammenbrachen. Ihr Arzt vermutet GHB; die Substanz ist nicht nachgewiesen. Die Frau erstattete Anzeige. Die Stadtpolizei Zürich bestätigte laufende Ermittlungen und erklärte, sie ermittle in jedem angezeigten Fall und sichere nach Möglichkeit Spuren. Der Bar war der Vorfall laut Quelle nicht gemeldet worden.
Quellen: Nau.ch
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1. Oktober 2023ZH
ErmittlungenChilbi Buchs ZH: Verdacht auf K.O.-Tropfen, Kantonspolizei ermittelt gegen Unbekannt
Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Kantonspolizei Zürich ermittelte gemäss Bericht vom 1.10.2023 «in...
Eine 46-jährige Zürcherin vermutet, an der Dorfchilbi in Buchs ZH im September 2023 K.O.-Tropfen erhalten zu haben. Ihr Partner schildert gegenüber Blick, sie sei nach einer kurzen Taxifahrt «komplett ausgeknockt» gewesen. Die Frau gibt an, sie habe wenig Alkohol getrunken. Nach ihren eigenen Angaben wurden sieben weitere Personen gefunden, die ebenfalls betroffen sein sollen. Die Polizei hat diese Zahl nicht bestätigt. Die Frau reichte Anzeige gegen Unbekannt ein. Die Kantonspolizei Zürich bestätigte die Anzeige und ermittelte «in alle Richtungen».
Quellen: Blick
2022 5 Einträge
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15. September 2022VD
BerichteWaadt: Kein GHB bei 19 gemeldeten Spritzenfällen an Sommerfestivals
Zehn Strafanzeigen eingereicht; laut Staatsrat konnte keine Täterschaft identifiziert oder verhaftet...
Im Sommer 2022 gingen im Kanton Waadt rund 20 Meldungen von Personen ein, die glaubten, an Festivals mit einer Spritze betäubt worden zu sein. Das geht aus der Antwort des Staatsrats auf eine Interpellation von SVP-Grossrat Yann Glayre hervor. Die Polizei zählte 19 Verdachtsfälle: 8 am Montreux Jazz, 3 am Paléo, 3 am Caribana und 5 an weiteren Anlässen. Dazu kommen zehn Strafanzeigen und sechs weitere Meldungen von Personen, die vermuteten, unbemerkt Substanzen geschluckt zu haben. Bei keiner toxikologischen Analyse fanden die Fachleute eine injizierte Substanz, auch kein GHB. Eine Täterschaft wurde weder identifiziert noch verhaftet. Laut Fachleuten ist eine Injektion im Gedränge sehr unwahrscheinlich, weil sie Geschick und Zeit verlangt. Stiche mit unsterilen Nadeln oder spitzen Gegenständen können aber Infektionen verursachen. Der Kantonsarzt empfiehlt Betroffenen, eine Notaufnahme oder eine Permanence aufzusuchen.
Quellen: Radio Lac (ATS)
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28. August 2022ZH
ErmittlungenZürich Openair Rümlang: Kantonspolizei bestätigt drei Needle-Spiking-Fälle
Polizeiliche Abklärungen laufend (Stand 28.8.2022); keine Angaben zur Täterschaft.
Am Zürich Openair in Rümlang meldeten sich in den letzten beiden Festivalnächten drei Personen mit Einstichstellen am Körper beim Sanitätsdienst. Die Kantonspolizei Zürich bestätigte die drei Fälle. Zu Täterschaft und Hintergründen machte sie keine Angaben, die Abklärungen liefen.
Quellen: 20 Minuten
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14. August 2022ZH
ErmittlungenStreet Parade 2022: Acht Personen melden mutmassliches Needle Spiking
Polizeiliche Abklärungen durch die Kriminalabteilung der Stadtpolizei Zürich eingeleitet; ein Ergebnis ist...
An der Street Parade vom 13. August 2022 meldeten sich laut 20 Minuten acht Personen mit mutmasslichen Nadelstichen (Needle Spiking) bei den Sanitätsposten; Schutz & Rettung Zürich behandelte sie. Die Stadtpolizei Zürich bestätigte die Meldungen; laut ihrer Schluss-Bilanz gingen rund ein halbes Dutzend Verdachtsfälle ein. Die Kriminalabteilung der Stadtpolizei nahm weitere Abklärungen auf.
Quellen: 20 Minuten, Stadt Zürich
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24. Juni 2022FR
BerichteFreiburg: Koordiniertes Verfahren und Weisung 1.17 bei Verdacht auf GHB-Intoxikation
Behördliche Weisung (Directive n° 1.17 des Generalstaatsanwalts FR), in Kraft seit 24. Juni 2022.
Nach mehreren Fällen von Bewusstlosigkeit und unerklärlichem Unwohlsein an öffentlichen Anlässen erliess der Freiburger Generalstaatsanwalt die Weisung Nr. 1.17. Kantonspolizei und Rettungsdienste greifen rasch ein, betreuen das Opfer, sichern Beweise und ermitteln. Die medizinische Analyse soll spätestens sechs Stunden nach dem Vorfall erfolgen; laut Darstellung in der Waadtländer Interpellation 24_INT_183 ist GHB nach sechs Stunden im Blut und nach zwölf Stunden im Urin nicht mehr nachweisbar. Staatsanwaltschaft, Dienst des Kantonsarztes, Kantonspolizei, Oberämter und Rettungsdienste koordinieren sich. Werden andere verbotene Substanzen gefunden, wird gegen das Opfer kein Verfahren nach Betäubungsmittelgesetz eröffnet. Die Kosten der Analysen und damit verbundener Leistungen trägt die Krankenversicherung, subsidiär der Kanton; laut Interpellation wird die Franchise über das Budget der Staatsanwaltschaft gedeckt. Für Betroffene entstehen keine Kosten. Ein Flyer informiert Veranstalter und Betriebe, wie sie Hilfe holen und Spuren sichern.
Quellen: Etat de Fribourg, Police cantonale, Conseil d'Etat du canton de Vaud
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18. Mai 2022VD
ErmittlungenBalélec an der EPFL: Fünf Personen melden unbemerkte Spritzenstiche, erste Anzeige im Kanton Waadt
Strafanzeige gegen Unbekannt in Pully (Stand 18.5.2022). Die Polizei hat die Anzeige aufgenommen, die...
Am Festival Balélec auf dem EPFL-Campus am 13. Mai 2022 gaben fünf Personen an, unbemerkt mit einer Spritze gestochen worden zu sein. Laut Kantonspolizei Waadt meldeten sich nach Angaben von Unisanté vier Personen direkt nach dem Festival im CHUV. Eine weitere Person erstattete in Pully Anzeige, laut Polizei die erste Anzeige dieser Art im Kanton, und ging danach ebenfalls ins CHUV. Polizeisprecher Alexandre Bisenz bestätigte die Angaben. Die Analysen des Spitals lagen bei Erscheinen nicht vor. Die Betroffenen vermuteten eine Injektion von GHB oder einer anderen Substanz.
Quellen: Blick Romandie
2021 6 Einträge
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8. Dezember 2021NE
BerichteNeuenburg: Drei Anzeigen, kein nachgewiesener GHB-Fall
Drei Strafanzeigen eingereicht; kein Fall nachgewiesen; keine Angaben zu Tatverdächtigen (Stand 8.12.2021).
Staatsrat Alain Ribaux sagte im Grossen Rat, es sei kein erwiesener Fall festgestellt worden. Nach Vorfällen Ende Oktober im Bikini Test in La Chaux-de-Fonds und im November in der Case à Chocs in Neuenburg wurden drei Anzeigen eingereicht. In La Chaux-de-Fonds war die Nachweisfrist bei der anzeigenden Frau abgelaufen. In Neuenburg kamen zwei von drei jungen Frauen ins Spital und verweigerten die Analysen; sie verzichteten zunächst auf eine Anzeige und reichten dann doch eine ein. Die Grünen-Grossrätinnen Emma Combremont und Cloé Dutoit reichten eine Interpellation ein und forderten rasche Opferbetreuung, damit Tests möglich werden, eine Präventionskampagne und Glasabdeckungen in Nachtlokalen. SVP-Grossrätin Roxann Durini verlangte mehr Kontrollen in Ausgehlokalen. Laut Ribaux hat die Polizei in den Lokalen ein diskretes Dispositiv eingerichtet; die Akteure des Nachtlebens wurden angeschrieben. Eine Präventionskampagne an Schulen ist nicht geplant.
Quellen: Blick Romandie (ATS)
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21. November 2021NE
ErmittlungenNeuenburg: Drei Personen in der Case à Chocs mutmasslich mit GHB betäubt
Polizeiliche Ermittlung gegen Unbekannt, Stand November 2021. Tatverdächtige sind nicht bekannt, ein...
In der Nacht vom 20. auf den 21. November 2021 rückte die Neuenburger Polizei gegen 3.30 Uhr in die Case à Chocs in Neuenburg aus. Drei Personen fühlten sich unwohl und vermuteten, unbemerkt mit GHB betäubt worden zu sein. Zwei junge Frauen berichteten von Schwindel und Kontrollverlust. Sie wurden mit der Ambulanz ins Spital gebracht, aber nicht getestet. Die dritte Person wurde auf dem Notfall auf GHB untersucht. Polizeisprecher Georges-André Lozouet bestätigte eine laufende Untersuchung. Das Neuenburger Spitalnetz verzeichnete keine Zunahme solcher Fälle. Die Waadtländer Polizei hatte drei Meldungen möglicher GHB-Opfer erhalten. Eine davon führte zu einer Anzeige, in der unter der Leitung der Staatsanwaltschaft ermittelt wird.
Quellen: Blick Romandie
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8. November 2021GE/TI
BerichtelaRegione: Junge Frau schildert mutmassliche Betäubung in Genfer Diskothek
Im Artikel ist weder eine Anzeige noch ein Verfahren erwähnt. Eine Täterschaft ist nicht ermittelt.
Die Tessiner Zeitung laRegione berichtet über eine junge Frau aus der Romandie. Vor rund fünf Jahren war sie 19 Jahre alt und mit Freunden in einer Genfer Diskothek. Dort gelangte nach ihrer Vermutung eine Substanz in ihr Bier. Sie schildert zuerst starke Euphorie, danach den Verlust der Körperkontrolle, ein gestörtes Distanzgefühl sowie Zeit- und Gedächtnislücken. Die Beschwerden hielten das ganze Wochenende an. Sie vermutet GHB, ein Laborbefund wird nicht genannt. Ein Pharmakologe und klinischer Toxikologe, Primario und Direktor des Istituto di scienze farmacologiche della Svizzera italiana (EOC), nennt Nachweisfenster für GHB von etwa sechs Stunden im Blut und etwa zwölf Stunden im Urin, je nach Dosis. Ein Manager eines Clubs in Ascona hält das Risiko auch im Tessin für real und fordert mehr Sensibilisierung.
Quellen: laRegione
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5. November 2021TI (Bericht über Romandie)
BerichteRSI: «La droga dello stupro in Romandia», Gerüchte ohne bestätigte Fälle
Medienbericht (RSI, 5. November 2021, aktualisiert am 20. November 2024). Es gibt kein Verfahren zum...
RSI berichtet über Gerüchte, die seit einigen Tagen kursieren: Frauen sollen an Partys in Lausanne, Genf oder Freiburg mit GHB betäubt worden sein. Die Behörden rufen zur Anzeige auf. Laut RSI bestätigen die Fakten die Gerüchte nicht. Das rechtsmedizinische Zentrum CURML des Universitätsspitals Lausanne analysiert seit Anfang 2021 Verdachtsfälle systematisch. Nach 10 bis 12 Stunden zeigen Blut und Urin nur noch physiologische Werte, und Betroffene lassen sich selten rechtzeitig testen. Verlinkt sind zwei Tessiner Fälle ohne Substanznachweis. Im ersten Fall, Castione 2015, wurde 2016 ein 28-jähriger Mann angeklagt; es gilt die Unschuldsvermutung. Der zweite ist ein weiterer Fall aus dem Jahr 2017.
Quellen: RSI
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2. November 2021FR
ErmittlungenFreiburg 2021: Verdachtsfälle in zwei Clubs, keine ärztliche Bestätigung, keine Anzeigen
Keine Anzeigen, kein Verfahren (Stand 2.11.2021).
Anfang November 2021 berichtete Frapp von je einem Verdachtsfall in den Freiburger Clubs Fri-Son und Nouveau Monde: Gäste meldeten Wirkungen, die GHB ähnelten. Eine ärztliche Bestätigung wurde nicht erwähnt, bei der Kantonspolizei Freiburg ging keine Anzeige ein. Die Polizei hatte keine Kenntnis von heimlich verabreichten Drogen, rief Betroffene zur Anzeige auf und kannte keine Fälle mit Spritzen. Die Waadtländer Polizei bat, das Gerücht von Nadelstichen nicht weiterzuverbreiten.
Quellen: Frapp (RadioFr)
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6. August 2021CH
BerichteRepublik: «Die Zerstörungsmaschine», Analyse von acht TX-Artikeln zum Reitschule-Meme
Nicht anwendbar (Medienanalyse). Laut Artikel musste die SonntagsZeitung eine Gegendarstellung abdrucken.
Die «Republik» analysierte acht Artikel, die innert gut drei Wochen in fünf Titeln der TX Group erschienen: Tages-Anzeiger, 20 Minuten, Berner Zeitung, Basler Zeitung und SonntagsZeitung. Anlass war ein satirisches Meme der Reitschule-Zeitung «Megafon», das nach 24 Stunden gelöscht wurde. Laut Analyse wurde es ohne Kontext als «Köpfung» einer Tamedia-Journalistin dargestellt. Die Debatte wurde mit Nazi- und IS-Vergleichen aufgeladen, in der Weltwoche auch mit dem Begriff «Taliban». Der laufende Rechtsstreit zwischen Tamedia und Spiess-Hegglin um das geplante Buch der Journalistin wurde in keinem der acht Artikel offengelegt. Die SonntagsZeitung musste wegen falscher Behauptungen eine Gegendarstellung abdrucken.
Quellen: Republik
2020 2 Einträge
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1. Dezember 2020BS
BerichteBasel-Stadt: Drug-Checking-Pilot DIBS mit dem Institut für Rechtsmedizin
nicht anwendbar (Regierungsratsbeschluss, Antrag an den Grossen Rat)
Regierungsratsbeschluss vom 1. Dezember 2020 zum Anzug Otto Schmid und Konsorten betreffend «Verstärkung der Schadensminderung durch Drogentests». Unter der Leitung der Abteilung Sucht des Gesundheitsdepartements wurde zusammen mit dem Institut für Rechtsmedizin und dem Beratungszentrum der Stiftung Suchthilfe Region Basel ein dreijähriges Pilotprojekt für stationäres Drug-Checking aufgebaut (DIBS Drogeninfo Basel-Stadt), Start Juli 2019. Zu 16 % der analysierten Proben wurde eine öffentliche, im Internet einsehbare Substanzwarnung publiziert; sie betrafen MDMA-Tabletten und Falschdeklarationen. Der Regierungsrat beantragte dem Grossen Rat, den Anzug stehen zu lassen.
Quellen: Regierungsrat Basel-Stadt
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18. September 2020SG
ErmittlungenClub Trischli St. Gallen: K.O.-Gerüchte auf Jodel, Polizei klärt zwei Fälle mit jungen Männern ab
Polizeiliche Abklärungen zu zwei Meldungen von Anfang August 2020 laufen. Über Tatverdächtige ist nichts...
Auf der App Jodel kursierten über mehrere Tage Beiträge über K.O.-Tropfen im St. Galler Club Trischli. Darin war von zwei Frauen und einem Mann die Rede, eine Person soll auf der Intensivstation gelegen haben. Die Beiträge zeigten zwei leicht anonymisierte Bilder eines mutmasslichen Täters. Diese Angaben sind unbestätigt. Die Kantonspolizei St. Gallen hatte in den Tagen davor keine neuen Anzeigen erhalten. Die letzten gemeldeten Fälle stammten von Anfang August und betrafen zwei junge Männer. Die Abklärungen dazu liefen, geprüft wurde auch, ob Videoaufnahmen existieren. Die Polizei rät, sich sofort zu melden, da die Stoffe meist nur etwa 6 bis 12 Stunden nachweisbar seien. Je nach Dosis komme versuchte oder vollendete schwere Körperverletzung in Frage, beides ein Offizialdelikt. Der Club verweist auf seine Nulltoleranz gegenüber Betäubungsmitteln.
Quellen: 20 Minuten
2019 1 Eintrag
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21. Juni 2019CH
BerichteRepublik: «Das Zögern und Zaudern um eine Medienaffäre»
nicht anwendbar
Laut der «Republik» hat fast die gesamte Schweizer Medienbranche im Fall versagt, vor allem durch Vorverurteilung und ungeprüfte Informationen. Als uneinsichtig nennt die «Republik» «Blick», «20 Minuten» und «Watson». Bei «20 Minuten» sei ein fertiger Beitrag zum Weiterzug des Verfahrens und zum Crowdfunding von oben verhindert worden. Ringier bot im Dezember 2018 und schriftlich Mitte März 2019 eine Entschuldigung und 150'000 Franken an, falls die Klage zurückgezogen werde. Spiess-Hegglin lehnte ab, die Entschuldigung erschien deshalb nicht. Fairmedia sammelte innert drei Tagen über 67'000 Franken für die Gerichts- und Anwaltskosten der nächsten Instanz.
Quellen: Republik
2018 1 Eintrag
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13. März 2018TI
BerichteTessiner Kantonspolizei: keine erwiesenen Fälle von «droga dello stupro»
Medienbericht. Es gibt keine Anzeige und kein Verfahren.
In den Wochen vor dem Bericht meldeten sich bei Ticinonews zwei junge Frauen, die befürchteten, mit GHB betäubt worden zu sein. Keine der beiden erstattete Anzeige. Kommissar Marco Mombelli von der Sektion Delikte gegen die Integrität der Personen (RIP) der Kantonspolizei rät, sich sofort an die Polizei oder einen Notfall zu wenden, weil solche Substanzen nur kurz nachweisbar sind. Je nach Situation sei eine rechtsmedizinische Untersuchung möglich, bei der zusammen mit der wissenschaftlichen Polizei Spuren gesichert und toxikologische Analysen gemacht werden. Die Opferhilfe (SAV) biete Unterstützung. Laut Polizei gibt es im Tessin bisher keine erwiesenen Fälle. Oft sei viel Alkohol im Spiel, und Täter nutzten diese Verletzlichkeit aus. Die Polizei rät zudem, das Glas nicht unbeaufsichtigt zu lassen.
Quellen: Ticinonews
2016 3 Einträge
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5. September 2016AG
ErmittlungenBrugg AG: 63-Jähriger wegen Betäubung und sexuellen Missbrauchs von sieben Frauen angeklagt
Anklage durch die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach (September 2016). Hauptverhandlung vor dem...
Die Aargauer Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen einen 63-jährigen Schweizer. Ihm wird vorgeworfen, zwischen November 2010 und Dezember 2013 sieben Frauen, teils mehrfach, mit Rohypnol in teils lebensbedrohlicher Dosierung betäubt und sexuell missbraucht zu haben. Sechs der Übergriffe soll er gefilmt haben. Die Behörden stiessen im März 2014 bei einem Wasserschaden in Lagerräumen im Bezirk Brugg auf das Videomaterial; dort betrieb der Mann eine Hanfplantage. Angeklagt ist er unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs, mehrfacher Gefährdung des Lebens und mehrfacher Pornografie. Er befindet sich seit Juni 2015 im vorzeitigen Strafvollzug. Die gefilmten Handlungen bestreitet er nicht, macht aber geltend, die Frauen seien einverstanden gewesen. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Brugg begann am 22. August 2017.
Quellen: Aargauer Zeitung, SRF
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8. Februar 2016LU
ErmittlungenLuzerner Fasnacht 2016: Zwei Meldungen, Facebook-Warnung, Staatsanwaltschaft relativiert
Zwei Meldungen bei der Luzerner Polizei, Proben in Analyse (Stand 8.2.2016). Ein Ergebnis oder ein...
Nach einer Warnung in einer Luzerner Facebook-Gruppe bestätigte der Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft gegenüber zentralplus zwei Meldungen vom Schmutzigen Donnerstag 2016: eine Frau aus der Stadt Luzern und eine Frau in Hohenrain konnten sich nicht mehr an das Fasnachtstreiben erinnern. Proben wurden analysiert, Ergebnisse lagen nicht vor, ein sexueller Missbrauch war nicht bekannt. Der Sprecher sagte, solche Meldungen kämen jedes Jahr; in den vergangenen 15 Jahren sei der Verdacht in Einzelfällen bestätigt worden, meist sei zu viel Alkohol die Ursache. K.O.-Tropfen seien im Blut und Urin maximal acht Stunden nachweisbar.
Quellen: zentralplus
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2016CH
BerichteTox Info Suisse Jahresbericht 2015: Weniger Beratungen zu GHB-Überdosierungen, mehr zu GHB-Entzug
Fachbericht (kein Verfahren)
Im Jahresbericht 2015 hält Tox Info Suisse fest, dass Beratungen zu akuten Überdosierungen von GHB und verwandten Substanzen wie GBL und 1,4-Butandiol rückläufig sind. Das heisse nicht, dass «Liquid Ecstasy» weniger konsumiert werde; unerwünschte Wirkungen und Symptomatik seien Laien und Ärzten heute gut bekannt. Zugenommen hätten Anfragen zum GHB-Entzug: Tox Info Suisse sei im Berichtsjahr 2015 mehrmals mit ausgeprägter körperlicher Entzugssymptomatik nach abruptem Absetzen von GHB/GBL bei langjährigem, hochdosiertem Konsum konfrontiert gewesen. Bereits im Jahresbericht 2010 führte Tox Info Suisse GHB, GBL und 1,4-BD unter den in den letzten zehn Jahren aufgetauchten Partydrogen auf.
Quellen: Tox Info Suisse, Tox Info Suisse, Tox Info Suisse
2015 5 Einträge
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27. August 2015ZG
ErmittlungenEinstellung der Strafverfahren: Kein Nachweis, aber auch keine Falschbeschuldigung
Beide Verfahren sind rechtskräftig eingestellt: das Schändungsverfahren am 27.8.2015, das Verfahren wegen...
Gemäss Bundesgericht (6B_747/2025) stellte die Staatsanwaltschaft Zug am 27.8.2015 das Verfahren wegen Schändung gegen den damaligen Kantonsrat rechtskräftig ein. Die Einstellungsverfügung hält fest, die Frau habe zu keinem Zeitpunkt konkret beschuldigt, er habe ihr eine sedierende Substanz verabreicht oder gegen ihren Willen eine sexuelle Handlung vollzogen. Auf Strafanzeige des Kantonsrats lief danach ein Verfahren gegen sie wegen falscher Anschuldigung. Die Staatsanwaltschaft stellte es am 7.5.2018 ein, weil ihr kein sicheres Wissen um seine Unschuld nachgewiesen werden konnte. Sie sei subjektiv überzeugt gewesen, Opfer eines Delikts gegen die sexuelle Integrität geworden zu sein. Am 9.3.2018 schlossen die beiden einen Vergleich: Sie verzichtet auf Aussagen, die den Anschein erwecken, er habe sich an ihr vergangen. Er zog dafür seine Strafanträge wegen Verleumdung und übler Nachrede zurück.
Quellen: Bundesgericht, SRF
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12. März 2015ZG
BerichteWOZ-Medientagebuch «Sex, Gift und Galle»: Rund 390 Artikel bei dünner Faktenlage
nicht anwendbar
Die WOZ-Medienkolumne zählte laut Schweizer Mediendatenbank rund 390 Print- und Onlineartikel zur Zuger Affäre. Gesichert war damals nur dreierlei: Die Beteiligten kamen sich an der Landammannfeier vom 20. Dezember 2014 näher, K.O.-Tropfen wurden nicht nachgewiesen und es lief eine Strafuntersuchung. Laut Kolumne berichtete «Zentralplus» am 23. Dezember ohne Namen, «Blick» nannte am Folgetag beide Beteiligten. Die «Neue Zuger Zeitung» brachte am 28. Dezember ein «Techtelmechtel», ohne die Beteiligten zu befragen. «20 Minuten» und «Blick» übernahmen dies ungeprüft, die Korrekturen fielen laut Kolumne «dezenter» aus. Kritisiert wurde auch die «Weltwoche».
Quellen: WOZ Die Wochenzeitung
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5. März 2015CH
BerichteRadio SRF Virus: «Diese 10 Dinge über K.O.-Tropfen musst du wissen»
nicht anwendbar
Der Beitrag erklärte mit einer Mitarbeiterin einer Beratungsstelle für Opfer sexueller Gewalt die Wirkung von GHB und GBL. GHB untersteht dem Betäubungsmittelgesetz, GBL ist als Lösungsmittel frei erhältlich. Er nannte die Nachweisfenster (Blut etwa sechs Stunden, Urin acht bis zwölf Stunden, Haare etwa drei Monate) und als Notmassnahme die Sicherung von Urin in einem sauberen Glas im Kühlschrank. Laut der Fachperson sind K.O.-Tropfen keine Urban Legend. Erwähnt wurden 153 gemeldete «Schändungen» in der Schweiz im Jahr 2013 und eine hohe Dunkelziffer.
Quellen: Radio SRF Virus
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4. März 2015Berichte
Tox Info Suisse 2015: Rund 25 Verdachtsfälle pro Jahr, meist nur Alkohol
nicht anwendbar (Experteneinschätzung)
Hugo Kupferschmidt, Direktor von Tox Info Suisse, bezeichnete K.O.-Tropfen in einem Interview der Aargauer Zeitung nicht als eigene Substanz, sondern als Bezeichnung für die Umstände einer Vergiftung, und sagte, das Problem werde überschätzt. Laut Kupferschmidt verzeichnet Tox Info Suisse im Schnitt etwa 25 Verdachtsfälle pro Jahr; in rund 95 % sei nur Alkohol nachgewiesen worden. Eine Urin- oder Blutuntersuchung koste etwa 200 Franken und müsse während der Wirkung erfolgen. Haaranalysen eigneten sich für länger zurückliegende Einnahmen, würden nur auf Anordnung eines Untersuchungsrichters gemacht und setzten vier bis sechs Wochen Haarwachstum voraus; mit Spezialmethoden lasse sich eine einmalige GHB-Einnahme nachweisen, was aber noch kein Delikt beweise.
Quellen: Aargauer Zeitung
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2. März 2015ZG
BerichteZuger Fall 2015: Haaranalyse des IRM Zürich ohne GHB-Nachweis
Stand 2. März 2015 laut Quellen: Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Zug wegen möglicher Delikte...
Laut Keystone-SDA fand das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich in einer Haarprobe der damaligen Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin keine Spuren von GHB. Bereits Anfang Januar 2015 ausgewertete Blut- und Urinproben waren auf alle bekannten Substanzen untersucht worden; narkotisierend wirkende Stoffe wurden nicht nachgewiesen. Die SDA-Meldung begründet die zusätzliche Haaranalyse damit, dass GHB in Blut und Urin nur etwa acht Stunden nach der Einnahme nachweisbar ist. Die Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Zug wegen möglicher Delikte gegen die sexuelle Integrität gegen einen Zuger Kantonsrat lief zu diesem Zeitpunkt weiter; weitere Einvernahmen waren geplant.
Quellen: swissinfo.ch (Keystone-SDA), watson
2014 3 Einträge
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24. Dezember 2014ZG
BerichteErste SDA-Meldung zur Zuger Landammannfeier: Verdacht auf K.O.-Tropfen, Frau nicht genannt
Zum Zeitpunkt der Meldung lief eine Strafuntersuchung von Amts wegen. Das Verfahren gegen den Kantonsrat...
Die Nachrichtenagentur SDA meldete, eine Politikerin der Grünen habe sich nach der Landammannfeier im Spital Blut und Urin untersuchen lassen. Das Spital informierte die Strafverfolgungsbehörden wegen des Verdachts auf K.O.-Tropfen. Die Zuger Behörden ermittelten von Amts wegen wegen Handlungen gegen die sexuelle Integrität. Ob K.O.-Tropfen im Spiel waren, wurde noch abgeklärt, die Testresultate lagen noch nicht vor. Die Meldung nannte den beschuldigten SVP-Kantonsrat mit Namen, die Frau nicht. Er war verhaftet und nach einer Befragung wieder freigelassen worden und gab das Präsidium der SVP Zug ab. Sein Anwalt bestritt die Vorwürfe und erklärte, K.O.-Tropfen seien bisher nicht bestätigt. Die SVP verwies auf die Unschuldsvermutung.
Quellen: swissinfo.ch (SDA)
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19. Dezember 2014BE
BerichteBern 2014: Café Bar Turnhalle lanciert nach K.O.-Fall eine Sensibilisierungskampagne
Der Bund stellt die Betäubung als Tatsache dar; ob eine Anzeige, ein Nachweis oder ein Verfahren...
Laut Der Bund wurde an einem Fest in der Café Bar Turnhalle in Bern eine Besucherin mit K.O.-Tropfen betäubt. Das Lokal reagierte mit Postern auf den Toiletten («Passt aufeinander auf») und einer Kampagne zur Sensibilisierung der Gäste. Im Begleitinterview erklärte der Berner Toxikologe Wolfgang Weinmann, der Begriff K.O.-Tropfen bezeichne eine Reihe von Substanzen, am häufigsten GHB/GBL.
Quellen: Der Bund, Der Bund
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25. März 2014BE
BerichteMeiringen 2014: Drei Frauen vermuten K.O.-Tropfen in Disco, keine medizinische Abklärung
Verdacht der Betroffenen ohne medizinische Abklärung und ohne Nachweis. Eine Anzeige oder ein Verfahren...
Drei Frauen im Alter von 19, 23 und 24 Jahren berichteten der Berner Zeitung, ihnen sei in der Nacht vom 22. auf den 23. März 2014 in einer Disco in Meiringen plötzlich schwindlig geworden. Sie vermuteten K.O.-Tropfen. Eine medizinische Abklärung fand laut Bericht nicht statt, ein Nachweis fehlt. Die Zeitung befragte die Kantonspolizei Bern, das Spital Interlaken und die Suchtberatung.
Quellen: Berner Zeitung (Berner Oberländer)
2013 2 Einträge
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23. Dezember 2013ZH
BerichteZürich 2013: 16-Jähriger stirbt im Club Sektor 11, K.O.-Spekulation auf Facebook, Polizei sieht keine Straftat
Abklärung der Todesursache durch das IRM im Auftrag der Staatsanwaltschaft (Stand Dezember 2013). Die...
In der Nacht auf den 21. Dezember 2013 brach ein 16-Jähriger kurz vor 2 Uhr an einer Party im Club Sektor 11 in Zürich-Oerlikon zusammen und starb. Die Party eines Fremdveranstalters hatte Einlass ab 16 Jahren. Freunde vermuteten auf Facebook K.O.-Tropfen. Die Stadtpolizei sah laut 20 Minuten und Limmattaler Zeitung keine Hinweise auf eine Straftat; das Institut für Rechtsmedizin klärte die Todesursache im Auftrag der Staatsanwaltschaft ab.
Quellen: 20 Minuten, Limmattaler Zeitung
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8. Februar 2013BE
ErmittlungenKöniz 2013: Lehrer vermutet K.O.-Tropfen durch Schüler im Skilager, Bluttest negativ
Anzeige gegen Unbekannt bei der Kantonspolizei Bern. Blutanalyse negativ, Verdacht nicht erhärtet (Bericht...
Ein Lehrer des Schulhauses Morillon in Wabern (Köniz) erstattete nach einem Skilager im Januar 2013 Anzeige gegen Unbekannt. Er vermutete, Schüler hätten ihm K.O.-Tropfen verabreicht. Der Bund berichtete am 9. Februar 2013, die Blutanalyse, rund 19 Stunden nach Symptombeginn entnommen, sei negativ ausgefallen; ein Ausschluss sei damit nicht möglich, der Verdacht habe sich aber nicht erhärtet.
Quellen: Der Bund, Der Bund
2011 5 Einträge
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28. Dezember 2011BE
ErmittlungenGwatt 2011: Zwei Männer brechen in Lokal zusammen, Staatsanwaltschaft ermittelt
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oberland und der Kantonspolizei Bern mit Zeugenaufruf (Dezember 2011)....
In der Nacht auf den 28. Dezember 2011 brachen in einem Lokal in Gwatt bei Thun zwei Männer bewusstlos zusammen, weitere Gäste klagten über Schwindel. Laut Communiqué der Kantonspolizei Bern, das die Berner Zeitung wiedergab, kamen fünf Personen ins Spital. Polizei und Staatsanwaltschaft Oberland gingen von einer unbekannten Substanz aus und riefen Zeugen auf. 20 Minuten berichtete, die Polizei habe Eis aus dem Lokal zur Untersuchung mitgenommen.
Quellen: Berner Zeitung, 20 Minuten
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19. September 2011ZH
ErmittlungenKloten: 21-Jährige im Club mit GBL betäubt, drei Männer festgenommen
Festnahmen von drei Tatverdächtigen, Geständnis eines Beschuldigten laut Polizei. Ob Anklage erhoben oder...
Laut Kantonspolizei Zürich wurde einer 21-jährigen Schweizerin an einem Sonntagmorgen im Alpenrock House in Kloten GBL in ein Getränk gemischt. Das Getränk hatte ihr ein Unbekannter offeriert. Die Polizei nahm drei Männer fest: zwei Schweizer im Alter von 24 und 25 Jahren und einen 27-jährigen Brasilianer. Im Auto des 24-Jährigen fand sie ein Fläschchen mit der Droge. Der 25-Jährige gestand die Tat, äusserte sich aber nicht zu seinen Absichten. Laut Polizei kam es weder zu einem sexuellen Übergriff noch zu einem Diebstahl.
Quellen: 20 Minuten
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30. Mai 2011AG
ErmittlungenMellingen 2011: Jugendliche nach Schulfest im Spital, IRM findet keine K.O.-Tropfen
Abklärung durch die Kantonspolizei Aargau und das IRM Bern abgeschlossen: keine anormalen Substanzen...
Nach einem Schulfest in Mellingen am 27. Mai 2011 wurde mehreren Jugendlichen übel, drei kamen ins Kantonsspital Baden. Die Kantonspolizei Aargau ging laut Aargauer Zeitung nicht von K.O.-Tropfen aus; erste Drogentests waren negativ, die Resultate des Instituts für Rechtsmedizin standen aus. Am 26. Juli 2011 berichtete die Aargauer Zeitung, das IRM Bern habe bei den 13 Betroffenen keine anormalen Substanzen gefunden. Die Ursache blieb unbekannt.
Quellen: Aargauer Zeitung, Aargauer Zeitung
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14. März 2011ZH
ErmittlungenZürich 2011: Club im Seefeld nach vier Ohnmachtsfällen geschlossen, Clubleitung vermutet K.O.-Tropfen
Polizeieinsatz und Spitaleinweisungen belegt. Ergebnisse der Blut- und Urinproben, ein Verfahren oder ein...
In der Nacht auf den 13. März 2011 rückte Schutz und Rettung Zürich mehrmals in denselben Club im Seefeld aus. Vier Gäste im Alter von 17 und 18 Jahren, drei Männer und eine Frau, kamen mit ähnlichen Symptomen ins Spital. Die Polizei liess den Club schliessen. Die Clubleitung vermutete laut Tages-Anzeiger K.O.-Tropfen.
Quellen: Tages-Anzeiger
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1. März 2011ZG
BerichteZuger Fasnacht 2011: Polizei warnt nach drei Vorfällen vor K.O.-Tropfen
Polizeiliche Warnung mit drei Verdachtsfällen (Stand 1.3.2011). Ein Nachweis, ein Verfahren oder ein Täter...
Die Zuger Polizei warnte am 1. März 2011 Fasnachtsbesucher vor K.O.-Tropfen. Laut SDA-Meldung auf swissinfo.ch verlor in Steinhausen eine 20-jährige Frau nach weniger als einem Drink die Kontrolle über ihren Körper und war mehrere Stunden bewusstlos. In der Stadt Zug wurde ein 21-jähriger Mann nach einer Party Stunden später stark unterkühlt gefunden, sein Portemonnaie fehlte. Ein 22-Jähriger von derselben Party fiel in ein Bachbett und kam ins Spital.
Quellen: swissinfo.ch (SDA)
2010 2 Einträge
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19. Januar 2010BE
ErmittlungenLauberhorn 2010: Zwei Meldungen wegen K.O.-Tropfen, drei Frauen beim Dorfarzt
Meldungen bei der Kantonspolizei Bern, Laborergebnisse bei Publikation ausstehend. Ein Verfahren, ein...
Nach den Lauberhornrennen in Wengen im Januar 2010 gingen bei der Kantonspolizei Bern zwei Meldungen ein, wonach Frauen K.O.-Tropfen verabreicht worden seien. Laut Berner Zeitung behandelte der Dorfarzt drei Frauen, eine Weiterbehandlung fand im Spital Interlaken statt. Die Laborergebnisse standen bei Publikation aus.
Quellen: Berner Zeitung
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14. Januar 2010VD
BerichteWaadt 2010: CURML findet bei Schulball-Verdachtsfall kein GHB
Ein Strafverfahren wird in der Quelle nicht erwähnt. Laut Kantonspolizei Waadt (Brigade des mineurs et...
Mit einer Korrektur reagierte der Kanton Waadt auf einen Bericht von 24 Heures vom 29. Dezember 2009 über einen Schulball im Collège du Martinet in Rolle am 4. Dezember 2009. Nach ersten Untersuchungen im Spital Rolle war bei einer 15-jährigen Schülerin ein GHB-Konsum vermutet worden. Die toxikologischen Analysen des CURML wiesen kein GHB nach. Laut Mitteilung ging der Vorfall auf gesundheitliche Probleme zurück. Die Brigade des mineurs et mœurs der Kantonspolizei stellte fest, dass an diesem Abend kein Übergriffsversuch stattgefunden hatte.
Quellen: Etat de Vaud, Note aux médias
2008 1 Eintrag
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9. Juli 2008CH
ErmittlungenInternationale Aktion gegen GBL-Besteller: Durchsuchungen in 17 Kantonen
Ermittlungen; Ausgang unbekannt; für alle Betroffenen gilt die Unschuldsvermutung
Laut swissinfo durchsuchte die Polizei im Juli 2008 nach Angaben des Bundesamts für Polizei (fedpol) Liegenschaften in 17 Kantonen. Die Aktion war international und wurde von bayerischen Ermittlern koordiniert. Auslöser waren verdächtige Online-Bestellungen von GBL über zwei Chemikalienhändler in Deutschland. In der Schweiz, Österreich und Deutschland wurden insgesamt über 600 Wohnungen und Büros durchsucht. Eine Zahl für die Schweiz nennt der Artikel nicht. In einigen Schweizer Objekten sollen Labore zur Herstellung synthetischer Drogen gewesen sein. fedpol-Sprecher Guido Balmer sagte, die Betroffenen seien nicht zwingend miteinander verbunden, und die Aktion ziele nicht auf die Zerschlagung eines Händlernetzes. Der Artikel bezeichnet GBL als legalen Stoff. Festnahmen und sichergestellte Mengen nennt er nicht.
Quellen: swissinfo.ch