Berichte
20 Minuten 2026: IRM Zürich zu GHB-Nachweis und Symptomen
20 Minuten zitiert Andrea Steuer, stellvertretende Abteilungsleiterin Forensische Pharmakologie und Toxikologie am Institut für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Zürich: GHB ist im Blut bis maximal sechs Stunden und im Urin bis maximal 12 Stunden nach Einnahme nachweisbar; eine Haaranalyse kann unter Umständen einen längeren Nachweis ermöglichen. Eva Meixner, Leiterin Forensische Medizin und Bildgebung am IRM, nennt mögliche Symptome wie Benommenheit, Erinnerungslücken, Schwindel und Übelkeit und hält fest, dass diese auch andere Ursachen haben können und allein keine sicheren Schlüsse erlauben. Anlass ist die Anklage gegen einen ehemaligen Aargauer Grossrat.
Der Verfahrensstand folgt den Quellen, nicht einer eigenen Prüfung der Akten.
Beteiligte
| Name | Rolle | Funktion | Partei |
|---|---|---|---|
| Andrea Steuer | Expertin | stv. Abteilungsleiterin Forensische Pharmakologie und Toxikologie, IRM Universität Zürich | |
| Eva Meixner | Expertin | Leiterin Forensische Medizin und Bildgebung, IRM Universität Zürich |
Namen erscheinen nur bei öffentlicher Funktion oder rechtskräftiger, namentlich berichteter Verurteilung. Für alle Personen ohne rechtskräftiges Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
Einordnung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung aus den Quellen
Die kurzen Nachweisfenster im Blut und im Urin zeigen, wie rasch Betroffene nach einem Verdacht medizinisch untersucht werden müssen.
Verbindungen
Steht im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Anklage gegen einen ehemaligen Aargauer Grossrat.
Zusammenhänge
Anklage gegen Patrick Frei als Anlass für Berichte und politische Reaktionen
belegt, Fall führt zu Berichterstattung und Politik
Auf die Anklage vom 20.7.2026 beziehen sich in ihren Quellen ausdrücklich: Experteninterviews von SRF und 20 Minuten mit IRM Basel, IRM Zürich und der Fachstelle Frauenberatung, die Berichte zur Nachfrage nach Tests, die Aussagen von Bundesrätin Baume-Schneider, Porchets Interview sowie der zweite Aargauer Fall. Das Verfahren ist hängig, es gilt die Unschuldsvermutung.
Weitere Einträge: Aargau 2023 bis 2026: Anklage gegen früheren SVP-Grossrat Patrick Frei, u.a. wegen mehrfach versuchten Mordes durch K.O.-Tropfen, Zweiter Aargauer Fall: Mann soll minderjährige Freundin jahrelang mit GBL betäubt und gefilmt haben, SRF 2026: Fachstelle zu Nachweisfenstern, endogenem GHB und neuem Protein-Marker, SRF 2026: IRM Basel zu Gesundheitsrisiken hoch dosierter K.O.-Mittel, Bundesrätin Baume-Schneider: Prävention und Information gegen chemische Unterwerfung verbessern, Blick Romandie: Porchet zu Versicherungsschutz bei chemischer Unterwerfung und «Dutzenden vergleichbaren Dossiers», Nachfrage nach K.O.-Tropfentests steigt, keine Schweizer Statistik (Nau.ch, Ticinonline)
Forschende in mehreren Einträgen: Steuer, Liechti, Augsburger, Carron
belegt, Gleiche Personen
Andrea E. Steuer (IRM Zürich) ist an den Biomarker-Studien 2022 und 2023 beteiligt und wird 2026 in 20 Minuten zitiert. Matthias E. Liechti (USB) ist Autor der Pharmakokinetik-Studie 2016 und der Übersicht 2019. Marc Augsburger und Pierre-Nicolas Carron haben die CURML-Studie 2022 und den Artikel zu Nadelstichen 2026 mitverfasst. Augsburger äusserte sich ausserdem 2021 gegenüber RTS zu den Lausanner Gerüchten.
Weitere Einträge: Steuer et al. 2022: Synthese neuer GHB-Biomarker, Nachweisfenster 6 Stunden Blut, 12 Stunden Urin, Steuer et al. 2023: GHB-Glycin verlängert Nachweis im Urin (IRM Zürich), Liechti et al. 2016: Pharmakokinetik von GHB bei Gesunden (Universitätsspital Basel), Bühler, Schmid, Liechti 2019: K.O.-Mittel, Diagnostik auf der Notfallstation und in der Praxis, CURML/CHUV: Systematische GHB-Suche in 815 forensischen Proben 2021 (Waadt), Jovanovic et al. 2026: Piqûres malveillantes, medizinische und soziale Fragen (CHUV, CURML, EPFL), Lausanne subventioniert 4'000 Glasdeckel «Drink Watch» für Bars und Clubs
IRM Zürich und die Haaranalyse als Standardinstrument
belegt, Gleiche Institution
In Zürcher Verfahren erstellt das IRM Zürich die Haaranalysen, ebenso im Zuger Fall. Nach dem Regierungsrat ist die Haaranalyse in der Regel der Ersatz, wenn Blut und Urin zu spät kommen: 2020 waren es 9 Analysen, 2023 dann 23. Die Gerichte gewichten die Befunde unterschiedlich.
Weitere Einträge: Zuger Fall 2015: Haaranalyse des IRM Zürich ohne GHB-Nachweis, Obergericht ZH: 12 Jahre wegen mehrfacher Schändung, GHB-Hinweise im Haar, GHB im Getränk: Zürcher Obergericht verurteilt wegen sexueller Nötigung, Haaranalyse als zentrales Indiz, Party, GHB im Haar, Verabreichung nicht erstellt: Schändung trotzdem bejaht, K.O.-Tropfen im Club: Einstellung bestätigt, Haaranalyse zeigt GHB, Verabreichung keiner Person zuordenbar, Schwere Analverletzungen, kein GHB-Nachweis: Obergericht Zürich bestätigt Schuldspruch wegen Schändung, ZH Anfrage 86/2025 Abou Shoak: Was tut der Kanton Zürich gegen chemische Unterwerfung? Antwort mit Haaranalysen 2020 bis 2025
Berichterstattung: Identifizierung bei Verdacht, späte Korrektur, Expertenwellen nach Anklagen
Muster über die Jahre
Quellen
- Nach Grossrat-Anklage: Diese Anzeichen deuten auf K.-o.-Tropfen20 Minuten, 2026-07-21
Eintrag 2026-07-21_20-minuten-2026-irm-zurich-zu-ghb-nachweis-und-symptomen. Letzte Prüfung der Quellen am 29.10.2026. Fehler oder fehlende Quellen bitte über Korrektur melden.