Berichte
SRF 2026: Fachstelle zu Nachweisfenstern, endogenem GHB und neuem Protein-Marker
SRF berichtet aus Anlass des Strafverfahrens gegen einen ehemaligen Aargauer SVP-Kantonspolitiker. Brigitte Kämpf, Co-Leiterin der Fachstelle Frauenberatung Sexuelle Gewalt, erklärt im Interview: GHB verursache oft Erinnerungslücken. Es sei im Blut etwa 4 bis 8 Stunden und im Urin etwa 8 bis 12 Stunden nachweisbar. Betroffene verpassten dieses Fenster oft, weil sie bewusstlos waren. Wer sich innert 72 Stunden meldet, solle die Spuren durch eine Forensic Nurse sichern lassen, etwa DNA und Spermaspuren. Weil der Körper GHB selbst bildet, könne ein Test nur einen erhöhten Wert zeigen, und dieser sinke rasch. Forschende hätten ein Protein entdeckt, das sich offenbar nach künstlicher Zufuhr von GHB bildet. Ein darauf beruhender Test sei noch nicht einsatzbereit.
Der Verfahrensstand folgt den Quellen, nicht einer eigenen Prüfung der Akten.
Beteiligte
| Name | Rolle | Funktion | Partei |
|---|---|---|---|
| Brigitte Kämpf | Fachperson | Co-Leiterin und Geschäftsleiterin der Fachstelle Frauenberatung Sexuelle Gewalt |
Namen erscheinen nur bei öffentlicher Funktion oder rechtskräftiger, namentlich berichteter Verurteilung. Für alle Personen ohne rechtskräftiges Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
Einordnung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung aus den Quellen
Die Angabe zum Protein-Marker belegt SRF nicht mit einer Publikation. Die Aussagen stammen von einer Beratungsstelle, nicht von der Rechtsmedizin.
Verbindungen
Vgl. Biomarker-Studien IRM Zürich (Steuer et al.). Querverweis nicht anhand dieser Quelle geprüft.
Zusammenhänge
Anklage gegen Patrick Frei als Anlass für Berichte und politische Reaktionen
belegt, Fall führt zu Berichterstattung und Politik
Auf die Anklage vom 20.7.2026 beziehen sich in ihren Quellen ausdrücklich: Experteninterviews von SRF und 20 Minuten mit IRM Basel, IRM Zürich und der Fachstelle Frauenberatung, die Berichte zur Nachfrage nach Tests, die Aussagen von Bundesrätin Baume-Schneider, Porchets Interview sowie der zweite Aargauer Fall. Das Verfahren ist hängig, es gilt die Unschuldsvermutung.
Weitere Einträge: Aargau 2023 bis 2026: Anklage gegen früheren SVP-Grossrat Patrick Frei, u.a. wegen mehrfach versuchten Mordes durch K.O.-Tropfen, Zweiter Aargauer Fall: Mann soll minderjährige Freundin jahrelang mit GBL betäubt und gefilmt haben, SRF 2026: IRM Basel zu Gesundheitsrisiken hoch dosierter K.O.-Mittel, 20 Minuten 2026: IRM Zürich zu GHB-Nachweis und Symptomen, Bundesrätin Baume-Schneider: Prävention und Information gegen chemische Unterwerfung verbessern, Blick Romandie: Porchet zu Versicherungsschutz bei chemischer Unterwerfung und «Dutzenden vergleichbaren Dossiers», Nachfrage nach K.O.-Tropfentests steigt, keine Schweizer Statistik (Nau.ch, Ticinonline)
Berichterstattung: Identifizierung bei Verdacht, späte Korrektur, Expertenwellen nach Anklagen
Muster über die Jahre
Quellen
- Betäubt, missbraucht, gefilmt: Warum viele Betroffene erst spät merken, was passiert istSRF News, 2026-07-21
Eintrag 2026-07-21_srf-2026-fachstelle-zu-nachweisfenstern-endogenem-ghb-und-neuem-protein-marker. Letzte Prüfung der Quellen am 29.10.2026. Fehler oder fehlende Quellen bitte über Korrektur melden.