K.O.-Tropfen in der SchweizDas journalistische Gewissen

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Welche Einträge zusammengehören, und warum. Ein Fall durch alle Instanzen, ein Urteil und der Vorstoss, den es auslöste, ein Medienhaus und seine Beschwerden.

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10 Muster über die Jahre

Was sich über viele Einträge hinweg wiederholt. Jedes Muster nennt seine Belege; aufklappen zeigt sie in Zeitfolge.

Das Nachweisfenster entscheidet über den Verfahrensausgang

Seit 2010 nennen die Quellen fast dieselben Werte: GHB ist etwa 4 bis 8 Stunden im Blut und 10 bis 12 Stunden im Urin nachweisbar. Betroffene melden sich aber meist später. Beim CURML lag der Median bei 12 Stunden, in der Hälfte der Fälle kam die Probe zu spät. Laut Zürcher Regierungsrat gelingt die rechtzeitige Sicherung «in der Regel» nicht. Wird das Fenster verpasst, enden Verfahren häufig mit Einstellung oder Nichtanhandnahme, oder Leistungen werden verweigert. Gerichte halten zwar fest, dass ein negativer Befund eine Verabreichung nicht ausschliesst (St. Gallen 2012, Genf 2022, Baselland 2015). Ein rechtzeitig genommener negativer Befund führt aber umgekehrt zur Einstellung (Bern 2024). Die neuen Biomarker der Forschung, etwa GHB-Glycin, sind bis 2026 nicht im Routineeinsatz. Die Nachweislücke selbst besteht seit 2010; verändert hat sich der Zugang zur Spurensicherung (Muster 4), nicht das Fenster.

17 Belege, 2010 bis 2026
  1. Thunfest: Studentin vermutet K.O.-Tropfen im Drink, Polizei ohne Blutwerte machtlosWeiteres, BE

    Verdacht der Betroffenen. Laut Quelle wollte sie Anzeige gegen Barkeeper und Club erstatten, hatte aber...

  2. Negativer Bluttest schliesst K.O.-Tropfen nicht aus: Schändungsurteil St. Gallen bestätigtUrteile, SG

    rechtskräftig (Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde)

  3. Aussage gegen Aussage bei KO-Tropfen-Vorwurf: Einstellung unzulässig, das Gericht soll entscheidenUrteile, BL

    Beschwerde gutgeheissen, Einstellungsverfügung vom 24. Juni 2015 aufgehoben, Sache zur Anklageerhebung an...

  4. GHB nach neun Stunden abgebaut: Schändung gestützt auf Alkoholisierung bejahtUrteile, SO

    Rechtskräftig: Das Bundesgericht hat das Urteil laut Quelle mit Urteil 6B_1142/2017 vom 23. März 2018...

  5. Opferhilfe verweigert: K.O.-Tropfen-Verdacht allein begründet keine StraftatUrteile, SZ

    Entscheid Verwaltungsgericht Schwyz vom 30. November 2021, Beschwerde abgewiesen; Beschwerde in...

  6. Neuenburg: Drei Anzeigen, kein nachgewiesener GHB-FallBerichte, NE

    Drei Strafanzeigen eingereicht; kein Fall nachgewiesen; keine Angaben zu Tatverdächtigen (Stand 8.12.2021).

  7. CURML/CHUV: Systematische GHB-Suche in 815 forensischen Proben 2021 (Waadt)Wissen, VD

    nicht anwendbar (wissenschaftlicher Synthesebericht, keine Verfahrensdaten)

  8. Genfer Beschwerdekammer: GHB-Nachweis zu spät, Einstellung wegen Art. 191 StGB dennoch aufgehobenUrteile, GE

    Einstellung wegen Art. 190 StGB bestätigt. Einstellung wegen Art. 191 StGB aufgehoben und an die...

  9. Blutanalyse-Fenster verpasst, Haaranalyse ohne Zeitbezug: Einstellung bestätigtUrteile, ZH

    Beschwerde gegen die Einstellung abgewiesen (OGer ZH, 19.10.2023). Eine Beschwerde in Strafsachen ans...

  10. Kein GHB trotz rechtzeitiger Proben: Einstellung bestätigtUrteile, BE

    Beschwerde gegen die Einstellung abgewiesen (Beschluss vom 8. August 2024); ein Weiterzug ans...

  11. SP-Vorstösse in Zürich, Basel-Stadt und Aargau zu K.O.-TropfenPolitik, ZH, BS, AG

    Parlamentarische Vorstösse in ZH, BS und AG. Basel-Stadt hatte im April 2025 geantwortet, Zürich und...

  12. Langstrasse: 59-Jähriger gibt an, nach Bordellbesuch betäubt und um 9000 Franken gebracht worden zu seinWeiteres, ZH

    Strafanzeige gegen zwei unbekannte Frauen bei der Stadtpolizei Zürich. Die Staatsanwaltschaft Zürich...

  13. Zürcher Club an der Langstrasse: Gast meldet Betäubung und 5000 Franken AbbuchungenErmittlungen, ZH

    Polizeiliche Ermittlung laufend (Stand Oktober 2025), Anzeige erstattet. Es gilt die Unschuldsvermutung...

  14. SRF 2026: Fachstelle zu Nachweisfenstern, endogenem GHB und neuem Protein-MarkerBerichte

    Hintergrundfall: Strafverfahren gegen einen ehemaligen Aargauer SVP-Kantonspolitiker (laut Medienberichten...

«Alkohol statt K.O.-Tropfen»: Entwarnung in Behörden und Medien, Ersatzbegründung vor Gericht

Für Behörden, Fachstellen und Medien ist Alkohol seit 2010 die gängige Erklärung. Tox Info Suisse sprach 2015 von 95 % «nur Alkohol». Die Tessiner Polizei meldete 2018 keine erwiesenen Fälle, oft sei viel Alkohol im Spiel. Der Aargau nannte 2025 ein «seltenes Phänomen». Im Zuger Fall titelten Medien 2015 «Küsse und Schnaps» und «Sex unter Alkohol geht nie gut». Vor Gericht wirkt dieselbe Erklärung in zwei Richtungen. Mehrfach liessen Gerichte die K.O.-Frage offen und verurteilten wegen Schändung, weil der Alkohol allein die Widerstandsunfähigkeit begründete (Dietikon 2013, St. Gallen, Solothurn 2017, Castione, Gordola, Aargau 2022). Andere Gerichte sprachen frei, weil eine Verabreichung nicht erstellt war, der Zustand anders erklärbar war oder die Widerstandsunfähigkeit für den Beschuldigten nicht erkennbar war (Bern 2020 und 2023, Rheinfelden 2022, Aargau 2026). Der Zürcher Regierungsrat hält 2025 fest, die Rolle des Alkohols werde unterschätzt. Die Rechtsprechung hat sich daneben weiterentwickelt. Die Verabreichung gilt als Körperverletzung (BGE 141 IV 423) oder als Gewalt (Bern 2025). Bei MDMA zählt die konkrete Wirkung auf die Willensbildung (Zürich 2026). Ob der Täter die Ursache des Zustands kannte, ist unerheblich (BGer 6B_316/2012).

20 Belege, 2012 bis 2026
  1. Negativer Bluttest schliesst K.O.-Tropfen nicht aus: Schändungsurteil St. Gallen bestätigtUrteile, SG

    rechtskräftig (Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde)

  2. Selbst konsumiertes GBL: Schändung, auch wenn der Täter die Ursache nicht kannteUrteile, ZH

    rechtskräftig (BGer 6B_316/2012 vom 1. November 2012: Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde)

  3. Bezirksgericht Dietikon: Schuldspruch wegen Schändung, K.O.-Tropfen nicht erwiesenUrteile, ZH

    Erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Dietikon (September 2013); Rechtskraft oder Weiterzug in der...

  4. Mythos «Alkohol statt K.-o.-Tropfen» in der Zuger BerichterstattungWeiteres, ZG

    Nicht anwendbar (Deutungsmuster). Presserat 10/2016 vom 19.5.2016: Beschwerde gegen «Blick» teilweise...

  5. BGE 141 IV 423: Dormicum, sexuelle Nötigung und Körperverletzung, keine lebenslängliche VerwahrungUrteile, BS

    Bundesgerichtsurteil vom 5. November 2015, publiziert als BGE 141 IV 423. Beschwerde teilweise...

  6. Presserat 11/2016: Schweizer Illustrierte, Interview «Sex unter Alkohol geht nie gut», nicht eingetretenPresserat, ZG

    Presserat: Nichteintreten (Art. 11 Abs. 1 Geschäftsreglement, offensichtlich unbegründet), Stellungnahme...

  7. GHB nach neun Stunden abgebaut: Schändung gestützt auf Alkoholisierung bejahtUrteile, SO

    Rechtskräftig: Das Bundesgericht hat das Urteil laut Quelle mit Urteil 6B_1142/2017 vom 23. März 2018...

  8. Tessiner Kantonspolizei: keine erwiesenen Fälle von «droga dello stupro»Berichte, TI

    Medienbericht. Es gibt keine Anzeige und kein Verfahren.

  9. Gordola/Bellinzonese: Verdacht auf «droga dello stupro», Verurteilung wegen Ausnutzung der WiderstandsunfähigkeitUrteile, TI

    Verurteilung im abgekürzten Verfahren (Mai 2019, laut RSI). Rechtskraft in den Quellen nicht ausdrücklich...

  10. Verdacht auf K.O.-Tropfen, Freispruch bestätigt: Widerstandsunfähigkeit für Beschuldigten nicht erkennbarUrteile, BE

    Freispruch von Schändung, eventualiter Vergewaltigung, zweitinstanzlich bestätigt (Berufung von...

  11. Schändung ohne Bluttest: Keine Hinweise auf K.O.-Tropfen, aber gewichtige Indizien eingeschränkter FunktionsfähigkeitUrteile, AG

    Berufungsurteil Obergericht AG vom 21. Juli 2022. Laut Urteil nicht rechtskräftig, Beschwerde ans...

  12. Castione (TI): Sexuelle Handlungen mit einer widerstandsunfähigen Person in Diskothek, Schuldspruch 2021, 2022 bestätigtUrteile, TI

    Erstinstanzlich verurteilt (Corte delle Assise criminali, 22.3.2021), vom Berufungsgericht am 23.8.2022...

  13. Rheinfelden AG: Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung mit K.O.-TropfenUrteile, AG

    Erstinstanzlicher Freispruch durch das Bezirksgericht Rheinfelden. Ob das Urteil rechtskräftig ist, sagt...

  14. K.O.-Verdacht durch IRM widerlegt: Freispruch von Schändung und versuchter sexueller NötigungUrteile, BE

    Freispruch zweitinstanzlich (Obergericht BE, 26.9.2023) von Schändung und versuchter sexueller Nötigung....

  15. Benzodiazepin und GBL im Getränk: Verabreichung gilt als Gewalt, deshalb Vergewaltigung statt SchändungUrteile, BE

    Urteil zweitinstanzlich (Obergericht BE, 1. Strafkammer, 28. Januar 2025). Schuldspruch wegen...

  16. AG 25.76 Interpellation Hunziker/Müller: Chemische Unterwerfung im Kanton AargauPolitik, AG

    Interpellation am 07.05.2025 vom Regierungsrat beantwortet, am 24.06.2025 im Grossen Rat behandelt (GRB...

  17. Heimlich MDMA in den Prosecco: Obergericht kippt Freispruch und verurteilt wegen VergewaltigungUrteile, ZH

    Das Urteil ist zweitinstanzlich und nicht rechtskräftig. Der Weiterzug ans Bundesgericht (6B_464/2026) ist...

  18. Filmriss nach Barbesuch: GHB weder in Blut, Urin noch Haar, Freispruch von SchändungUrteile, AG

    Freispruch von der mehrfachen, teilweise versuchten Schändung zweitinstanzlich (Obergericht AG, 8.6.2026),...

Die Haaranalyse verlängert den Nachweis, beweist aber keinen Zeitpunkt

Seit 2015 ist die Haaranalyse der Ersatz, wenn Blut und Urin zu spät kommen. In Zürich wurden 2020 9 Analysen durchgeführt, 2023 waren es 23. Gerichte gewichten das Ergebnis sehr unterschiedlich. Trotz GHB im Haar endete Dietikon 2015 mit einem Freispruch und der Clubfall mit einer Einstellung, die das Bundesgericht 2025 bestätigte. Beide Male fehlte der Bezug zu Zeitpunkt und Dosis oder zu einer bestimmten Person. Das Zürcher Obergericht stützte dagegen 2022 und 2024 Schuldsprüche auf denselben Befund, jeweils zusammen mit weiteren Indizien. Auch negative Befunde wirken nicht einheitlich: Zug 2015 eingestellt, Wallis 2021 Freispruch, Aargau 2026 Freispruch, Zürich 2025 trotzdem verurteilt. Dazu kommt, dass der Körper selbst GHB bildet. Die Schwellenwerte für den Nachweis einer Fremdzufuhr sind nicht einheitlich festgelegt.

13 Belege, 2015 bis 2026
  1. Zuger Fall 2015: Haaranalyse des IRM Zürich ohne GHB-NachweisBerichte, ZG

    Stand 2. März 2015 laut Quellen: Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Zug wegen möglicher Delikte...

  2. Dietikon: Freispruch trotz GHB-Spuren in HaaranalyseUrteile, ZH

    Erstinstanzlicher Freispruch durch das Bezirksgericht Dietikon (Bericht vom 2.11.2015). Die Quelle sagt...

  3. Wallis: GHB-Verdacht am Arbeitsplatz, Haaranalyse negativ, Freispruch von Vergewaltigung bestätigtUrteile, VS

    Freispruch von sexueller Nötigung und Vergewaltigung im Berufungsverfahren bestätigt (Kantonsgericht VS,...

  4. Obergericht ZH: 12 Jahre wegen mehrfacher Schändung, GHB-Hinweise im HaarUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts ZH vom 13. Dezember 2022, Bestätigung der Schuldsprüche und der...

  5. Blutanalyse-Fenster verpasst, Haaranalyse ohne Zeitbezug: Einstellung bestätigtUrteile, ZH

    Beschwerde gegen die Einstellung abgewiesen (OGer ZH, 19.10.2023). Eine Beschwerde in Strafsachen ans...

  6. Party, GHB im Haar, Verabreichung nicht erstellt: Schändung trotzdem bejahtUrteile, ZH

    Urteil zweitinstanzlich (Obergericht ZH, 24. Juni 2024), laut Entscheid mit Beschwerde in Strafsachen ans...

  7. GHB im Getränk: Zürcher Obergericht verurteilt wegen sexueller Nötigung, Haaranalyse als zentrales IndizUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts Zürich vom 16. Dezember 2024. Nur die nicht angefochtenen...

  8. Schwere Analverletzungen, kein GHB-Nachweis: Obergericht Zürich bestätigt Schuldspruch wegen SchändungUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts Zürich vom 27. Januar 2025, Beschwerde ans Bundesgericht...

  9. K.O.-Tropfen im Club: Einstellung bestätigt, Haaranalyse zeigt GHB, Verabreichung keiner Person zuordenbarUrteile, ZH

    Die Einstellung ist rechtskräftig: Das Bundesgericht hat die Beschwerde der Privatklägerin am 4.12.2025...

  10. Filmriss nach Barbesuch: GHB weder in Blut, Urin noch Haar, Freispruch von SchändungUrteile, AG

    Freispruch von der mehrfachen, teilweise versuchten Schändung zweitinstanzlich (Obergericht AG, 8.6.2026),...

Spurensicherung ohne Anzeige: Flickenteppich, Kosten, Bundesrevision hängig

Genf untersuchte schon 2010 interdisziplinär und bewahrte Proben ein Jahr auf. Auf Bundesebene ging es von 2014 bis 2026 in mehreren Schritten weiter: Postulat 14.4026, Interpellation 19.4135, die drei Krisenzentren-Motionen von 2022 und die OHG-Revision 25.080. Diese ist im Ständerat hängig. Bis dahin regeln die Kantone die Frage selbst und sehr unterschiedlich. Zürich bewahrt Spuren seit 2024 15 Jahre auf, Bern ebenfalls 15 Jahre. Basel-Stadt lagert Proben, analysiert sie aber nur auf Auftrag der Staatsanwaltschaft, eine Analyse kostet mindestens 2'000 Franken. Im Aargau werden Asservate ohne Anzeige nach einem Jahr entsorgt. Luzern hat keine strukturierte Lösung, Uri fordert eine einheitliche. Freiburg stellt Betroffene seit 2022 kostenfrei. Die Waadt lehnt eine eigene Weisung ab. Ohne Anzeige tragen Betroffene die Laborkosten oft selbst (Tsüri, Porchet 25.3070). Frankreich und Österreich lösen das Problem mit Kostenübernahme ohne Anzeige und Gewaltambulanzen.

17 Belege, 2010 bis 2026
  1. Motion 22.3234 Carobbio Guscetti: Krisenzentren für Opfer von sexualisierter, häuslicher und geschlechtsbezogener GewaltPolitik, CH

    Motion vom Ständerat (27.09.2022) und vom Nationalrat (16.03.2023) angenommen, an den Bundesrat...

  2. Freiburg: Koordiniertes Verfahren und Weisung 1.17 bei Verdacht auf GHB-IntoxikationBerichte, FR

    Behördliche Weisung (Directive n° 1.17 des Generalstaatsanwalts FR), in Kraft seit 24. Juni 2022.

  3. Uri: Regierungsrat befürwortet Spurensicherung ohne Anzeige, IRM-Box des USZ als ModellBerichte, UR

    nicht anwendbar (Antwort des Regierungsrats auf eine Interpellation; der Regierungsrat ist bereit, die...

  4. Zürich: Aufsuchender Dienst Forensic Nurses (ADFN), Spurensicherung ohne AnzeigeBerichte, ZH

    nicht anwendbar (Behördenangebot); Pilotbetrieb bis Ende 2026, ab 2027 Dauerbetrieb gemäss RRB 430/2026

  5. Basel-Stadt: Toxikologische Proben ohne Anzeige werden gelagert, nicht analysiertBerichte, BS

    nicht anwendbar (Bericht des Regierungsrats an den Grossen Rat zu zwei Anzügen)

  6. Bern: Berner Modell, rechtsmedizinische Spurensicherung ohne AnzeigeBerichte, BE

    nicht anwendbar (Versorgungsmodell)

  7. AG 25.76 Interpellation Hunziker/Müller: Chemische Unterwerfung im Kanton AargauPolitik, AG

    Interpellation am 07.05.2025 vom Regierungsrat beantwortet, am 24.06.2025 im Grossen Rat behandelt (GRB...

  8. Interpellation 25.3070 Porchet: Zugang zur Justiz für Opfer chemischer UnterwerfungPolitik, CH

    Interpellation, Stellungnahme des Bundesrats vom 14.05.2025 liegt vor. Im Nationalrat noch nicht behandelt...

  9. Waadt: Interpellation Thalmann fordert Freiburger Modell; Staatsrat lehnt eigene Weisung abPolitik, VD

    Interpellation eingereicht am 18. Dezember 2024 und am 14. Januar 2025 dem Staatsrat überwiesen. Der...

  10. Österreich: Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene in Wien, 8 Prozent der Fälle mit Verdacht auf K.O.-TropfenBerichte, international (Österreich)

    Pilotprojekt, in Betrieb (Stand September 2025). Die zuständigen Ministerinnen sagen den Fortbestand trotz...

  11. Luzern: Keine strukturierte vertrauliche Spurensicherung, Postulat erheblich erklärtBerichte, LU

    nicht anwendbar (parlamentarisches Geschäft; Postulat am 27. November 2025 entgegen Antrag des Stadtrats...

  12. Bundesratsgeschäft 25.080: Teilrevision Opferhilfegesetz mit kostenloser rechtsmedizinischer DokumentationWeiteres, CH

    Gesetzgebungsprojekt: Nationalrat (Erstrat) hat am 03.06.2026 angenommen; Ständerat hängig, RK-S am...

  13. Frankreich: Krankenversicherung übernimmt toxikologische Analysen ohne Strafanzeige (Pilot in drei Regionen)Weiteres, international (Frankreich)

    In Kraft seit 1.1.2026 als befristetes Experiment (3 Jahre) in drei Regionen, Ausweitung auf Guadeloupe...

Keine Statistik und gegenseitiger Verweis zwischen Bund und Kantonen

In SG, AG, ZH, BS und JU sowie beim Bund wird chemische Unterwerfung nicht gesondert erfasst; zu den übrigen Kantonen liegen keine Angaben vor. Die PKS erfasst keine Tatmittel. Was es gibt, sind Schätzungen oder Zählungen einzelner Stellen: zwei bestätigte Fälle in der Waadt seit 2017, bis zu zwölf Meldungen in St. Gallen, zwölf in Bern seit 2022, 35 bei der Stadtpolizei Zürich. Die Straftaten nach Art. 191 StGB stiegen laut PKS von 139 (2010) auf 299 (2025). Über Tatmittel sagt diese Reihe nichts, und kantonale Ausreisser (BE 2011, SG 2017/2018) sind nicht erklärt. Bei der Zuständigkeit verweisen die Ebenen aufeinander. Der Bundesrat erklärt Strafverfolgung, Weiterbildung und Aufsicht über Verschreibungen zur Sache der Kantone. Bern verweist bei der Weiterbildung der Opferberatung auf den Bund (Art. 31 OHG). Eine Teilnahme an Medusa setzt laut Bundesrat aktuelle Fälle mit internationalem Bezug voraus; fedpol erstellt dafür ein Lagebild.

18 Belege, 2020 bis 2026
  1. Waadtländer Staatsrat: seit 2017 zwei bestätigte Fälle unfreiwilliger GHB-IntoxikationPolitik, VD

    Parlamentarischer Vorstoss, vom Staatsrat am 27. Januar 2021 beantwortet (20_REP_48); im Grossen Rat am 9....

  2. Jura: Regierung beantwortet Schriftliche Frage zu GHB-Intoxikationen (QE 3435)Politik, JU

    Parlamentarischer Vorstoss am 1. Februar 2022 beantwortet. Zum erwähnten Fall von 2020 lief damals eine...

  3. Interpellation 24.4567 Jaccoud: Gewalt gegen Frauen. Was tut die Schweiz gegen chemische Unterwerfung?Politik, CH

    Interpellation, Stellungnahme des Bundesrats vom 19.02.2025 liegt vor; im Nationalrat noch nicht behandelt...

  4. Kantonspolizei St. Gallen: bis zu einem Dutzend K.O.-Meldungen pro JahrBerichte, SG

    Behördenangaben, keine Einzelverfahren.

  5. AG 25.76 Interpellation Hunziker/Müller: Chemische Unterwerfung im Kanton AargauPolitik, AG

    Interpellation am 07.05.2025 vom Regierungsrat beantwortet, am 24.06.2025 im Grossen Rat behandelt (GRB...

  6. BS 25.5131 Interpellation Brandenburger: Chemische Unterwerfung, Ausprägung, Massnahmen, Sensibilisierung und OpferschutzPolitik, BS

    Interpellation schriftlich beantwortet (RRB 01.04.2025), im Grossen Rat am 10.04.2025 erledigt (Beschluss...

  7. Motion 25.3813 Bläsi: Eindämmung des Schwarzmarktes von psychotropen Substanzen, Off-Label-VerschreibungenPolitik, CH

    Motion im Nationalrat hängig. Der Bundesrat beantragt am 03.09.2025 die Ablehnung. Im Rat ist die Motion...

  8. BE 251-2025 Interpellation Dubler: Was unternimmt der Kanton Bern gegen chemische Unterwerfung?Politik, BE

    Interpellation vom Regierungsrat beantwortet (RRB 134/2026 vom 11.02.2026).

  9. Polizeiliche Kriminalstatistik: Art. 191 StGB nach Kantonen 2009 bis 2025Berichte, ZH, BE, VD, GE, BS, BL, SG, AG, TI, NE, ZG

    Amtliche Statistik: polizeilich registrierte Straftaten, keine Verurteilungen, keine Aussage zu Tatumständen

  10. Polizeiliche Kriminalstatistik: Art. 191 StGB (Schändung) Schweiz 2009 bis 2025Berichte, CH

    Amtliche Statistik (polizeilich registrierte Straftaten, keine Verurteilungen; für alle erfassten...

  11. Berner Regierung: zwölf Verdachtsmeldungen seit 2022, zwei männliche OpferPolitik, BE

    Regierungsantwort auf die Interpellation 251-2025 (RRB 134/2026 vom 11. Februar 2026,...

  12. Nachfrage nach K.O.-Tropfentests steigt, keine Schweizer Statistik (Nau.ch, Ticinonline)Berichte, CH

    nicht anwendbar (Medienbericht); zum erwähnten Aargauer Strafverfahren gilt die Unschuldsvermutung

  13. Fragestunde 26.7982 Gantenbein: Bekämpfung von DFSA-Täternetzwerken (Projekt MEDUSA)Politik, CH

    Fragestunde, vom Bundesrat beantwortet, erledigt (28.09.2026).

Nachgewiesene Fälle spielen meist im Nahraum und mit Medikamenten, oft auf Video

Öffentlich wird vor allem über Clubs und Getränke gesprochen. Die schweren Verurteilungen betreffen aber überwiegend Partnerinnen, Familienangehörige oder Bekannte in Wohnungen. Dazu gehören Birsfelden, die Ex-Partnerin im Aargau, Solothurn 2019, Vevey und Lausanne 2025; Frauenfeld ist erstinstanzlich entschieden und nicht rechtskräftig, in Brugg liegt eine Anklage von 2016 vor, ein Urteil ist nicht belegt. Die Täter filmten die Taten häufig, und die Aufnahmen wurden zum zentralen Beweis. Drei 2026 hängige Verfahren betreffen Vorwürfe mit ähnlichen Merkmalen (Fall Frei, zweiter Aargauer Fall, Genfer Ehemann). Nachgewiesen ist darin nichts, es gilt die Unschuldsvermutung. Die Substanzen sind oft Medikamente, nicht nur GHB oder GBL: Dormicum, Rohypnol, Schlafmittel, Diazepam, Trimipramin. In Frankreich machen psychoaktive Arzneimittel 56,7 % der beteiligten Substanzen aus. Bläsi und Graff setzen bei Rezepten und Apotheken an. Clubfälle bleiben dagegen meist ohne Täterschaft und ohne Nachweis. Eine Ausnahme ist Kloten 2011 mit Festnahme und sichergestelltem Fläschchen. Laut RTS geschehen die nachgewiesenen Taten überwiegend im privaten Umfeld, und Bundesrätin Baume-Schneider wies 2026 darauf hin, dass chemische Unterwerfung auch zu Hause geschieht.

20 Belege, 2011 bis 2026
  1. Kloten: 21-Jährige im Club mit GBL betäubt, drei Männer festgenommenErmittlungen, ZH

    Festnahmen von drei Tatverdächtigen, Geständnis eines Beschuldigten laut Polizei. Ob Anklage erhoben oder...

  2. Münchwilen TG: Vater soll Sohn mit K.O.-Tropfen im Eistee betäubt und missbraucht habenUrteile, TG

    Anklage erhoben, Hauptverhandlung ab 26.11.2013 vor dem Bezirksgericht Münchwilen angekündigt. Ein Urteil...

  3. BGE 141 IV 423: Dormicum, sexuelle Nötigung und Körperverletzung, keine lebenslängliche VerwahrungUrteile, BS

    Bundesgerichtsurteil vom 5. November 2015, publiziert als BGE 141 IV 423. Beschwerde teilweise...

  4. Brugg AG: 63-Jähriger wegen Betäubung und sexuellen Missbrauchs von sieben Frauen angeklagtErmittlungen, AG

    Anklage durch die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach (September 2016). Hauptverhandlung vor dem...

  5. Kantonsgericht Basel-Landschaft reduziert Strafe für Vergewaltigungen betäubter Frauen auf neun JahreUrteile, BL

    Zweitinstanzliches Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom September 2018; gemäss Quelle nicht...

  6. GHB gegen Ex-Partnerin, heimlich gefilmt: Verurteilung wegen mehrfacher Vergewaltigung bestätigtUrteile, AG

    rechtskräftig (Beschwerde in Strafsachen abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist; Urteil Obergericht AG...

  7. Vevey: Zwölf Jahre Freiheitsstrafe für Mann, der Angehörige mit Schlafmitteln und Äther betäubte und missbrauchteUrteile, VD

    Rechtskräftig. Erstinstanzliches Urteil des Tribunal criminel de l'arrondissement de l'Est vaudois vom...

  8. GBL an Jugendliche verabreicht und Tat gefilmt: grausame Vergewaltigung bejahtUrteile, SO

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts Solothurn vom 21. November 2019: Gesamtfreiheitsstrafe 14...

  9. Schlafmittel ins Wasserglas der Ehefrau: versuchte Tötung, gescheiterte GBL-Bestellung als IndizUrteile, AG

    rechtskräftig: Beschwerde vom Bundesgericht am 8. Januar 2020 abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde;...

  10. Motion 24.3836 Bläsi: Medikamentenmissbrauch zur chemischen Unterwerfung von OpfernPolitik, CH

    Vom Nationalrat am 14.09.2026 angenommen (122 zu 73), entgegen dem Antrag des Bundesrats. Seit 06.10.2026...

  11. Bezirksgericht Frauenfeld: 15 Jahre Freiheitsstrafe nach Betäubung und Missbrauch von sieben Mädchen und acht FrauenUrteile, TG

    Urteil erstinstanzlich, nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat Berufung eingelegt (laut 20 Minuten), es...

  12. Frankreich: Nationale Addictovigilance-Erhebung «soumission chimique» und Massnahmen der ANSMWissen, international (Frankreich)

    Behördliche Erhebung und Verwaltungsmassnahme auf freiwilliger Basis, kein Verfahren.

  13. RTS «Temps présent» und RSI: Betroffene chemischer Unterwerfung in der Schweiz brechen das SchweigenBerichte, Westschweiz, Tessin, BE, VD

    Medienbericht. Genannte Verfahren: Verurteilung im Kanton VD 2019 zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe, eine...

  14. Waadt: 20 Jahre Freiheitsstrafe für Vergewaltigung einer chemisch betäubten FrauUrteile, VD

    Erstinstanzliches Urteil des Tribunal criminel vom 28.1.2025. Der Haupttäter erhob Berufung, anerkannte...

  15. SRF DOK «Betäubt und missbraucht: Der Fall Pelicot»Berichte, Bund (SRF)

    Medienbeitrag (Dokumentarfilm). Kein Verfahren Gegenstand des Eintrags.

  16. Aargau 2023 bis 2026: Anklage gegen früheren SVP-Grossrat Patrick Frei, u.a. wegen mehrfach versuchten Mordes durch K.O.-TropfenPolitik und Drogen, AG

    Anklage erhoben am 20.07.2026, Verfahren hängig vor dem Bezirksgericht Baden. Prozesstermin in den Quellen...

  17. Zweiter Aargauer Fall: Mann soll minderjährige Freundin jahrelang mit GBL betäubt und gefilmt habenErmittlungen, AG

    Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Aargau; Beschuldigter seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft....

  18. Bundesrätin Baume-Schneider: Prävention und Information gegen chemische Unterwerfung verbessernBerichte, CH

    Politische Stellungnahme. Zum erwähnten Aargauer Fall läuft ein Strafverfahren; für den Beschuldigten gilt...

  19. Genf: Ehemann seit Mai 2025 in Untersuchungshaft wegen mutmasslicher Betäubung, Vergewaltigung und Filmen der EhefrauErmittlungen, GE

    Strafuntersuchung des Ministère public GE wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Untersuchungshaft...

  20. VD 26_INT_136 Interpellation Graff: Chemische Unterwerfung im Privaten, Kontrolle zweckentfremdeter MedikamentePolitik, VD

    Interpellation am 06.10.2026 an den Staatsrat überwiesen; Antwort ausstehend, Frist 04.01.2027.

Nachtleben: Meldewellen ohne Nachweis, Prävention über Branche und Eigenverantwortung

Im Nachtleben kommen Verdachtsfälle in Wellen. Im Herbst 2021 gab es in der Romandie Gerüchte, Fälle in der Case à Chocs und im Bikini Test und einen Boykottaufruf. 2022 folgten Meldungen über Nadelstiche an Festivals in der Waadt, an der Street Parade und in Rümlang. Wiederkehrend sind auch Hinweise über soziale Medien (Jodel, Instagram). Systematische Analysen fanden kaum Substanzen: kein GHB bei 19 Fällen mit Nadelstichen, 0 von 39 Fällen in Lausanne, und an der Street Parade erwies sich eine Anzeige als erfunden. Vielfach blieb es bei Meldungen ohne Anzeige, was über das tatsächliche Ausmass nichts aussagt. Die Prävention liegt vor allem bei Branche und Städten: das Codewort «Luisa» (laut Helvetiarockt selten genutzt), Label Nuit und Drink Watch, «Zürich» und «Bern schaut hin», Mille Grazie, Care-Teams und das ESC-Schutzkonzept. Die Testarmbänder in Basel wurden als unzuverlässig eingestellt. Polizeiliche Ratschläge wie «Glas nicht unbeaufsichtigt lassen» richten sich an mögliche Opfer. Die SKP-Kampagne hält dagegen ausdrücklich fest, dass allein die Täterschaft verantwortlich ist. Neben dem Nachtleben fallen Volksfeste auf: Thunfest, Fasnacht, Chilbi und Appenzell.

20 Belege, 2014 bis 2026
  1. Zuger Fasnachtsball: Frau vermutet K.O.-Tropfen im Getränk, keine AnzeigeWeiteres, ZG

    Verdacht. Laut Zuger Polizei ist keine Anzeige eingegangen, ein Verfahren ist nicht bekannt. Die Substanz...

  2. Tessiner Kantonspolizei: keine erwiesenen Fälle von «droga dello stupro»Berichte, TI

    Medienbericht. Es gibt keine Anzeige und kein Verfahren.

  3. Club Trischli St. Gallen: K.O.-Gerüchte auf Jodel, Polizei klärt zwei Fälle mit jungen Männern abErmittlungen, SG

    Polizeiliche Abklärungen zu zwei Meldungen von Anfang August 2020 laufen. Über Tatverdächtige ist nichts...

  4. Basler Polizei verteilt GHB-Testarmbänder, später wegen Unzuverlässigkeit eingestelltKampagnen, BS

    Kein Verfahren; polizeiliche Präventionsmassnahme, nach 2022 eingestellt.

  5. Zürich: «Zürich schaut hin» mit Meldetool und Werkzeugkoffer für Bars und ClubsKampagnen, ZH

    Kein Verfahren; städtisches Präventionsprojekt.

  6. RSI: «La droga dello stupro in Romandia», Gerüchte ohne bestätigte FälleBerichte, TI (Bericht über Romandie)

    Medienbericht (RSI, 5. November 2021, aktualisiert am 20. November 2024). Es gibt kein Verfahren zum...

  7. Neuenburg: Drei Anzeigen, kein nachgewiesener GHB-FallBerichte, NE

    Drei Strafanzeigen eingereicht; kein Fall nachgewiesen; keine Angaben zu Tatverdächtigen (Stand 8.12.2021).

  8. Lausanne subventioniert 4'000 Glasdeckel «Drink Watch» für Bars und ClubsKampagnen, VD

    Kein Verfahren; städtisch finanzierte Präventionsmassnahme.

  9. Needle-Spiking-Welle in Grossbritannien, Frankreich und Spanien («pinchazos»)Weiteres, international (GB, FR, ES)

    Kriminalitätsphänomen; Täter und Motive mehrheitlich nicht ermittelt. In Toulon 2022 ein Tatverdächtiger,...

  10. Waadt: Kein GHB bei 19 gemeldeten Spritzenfällen an SommerfestivalsBerichte, VD

    Zehn Strafanzeigen eingereicht; laut Staatsrat konnte keine Täterschaft identifiziert oder verhaftet...

  11. Bern: Pilotprojekt «Mille Grazie» schult Clubpersonal gegen sexualisierte GewaltKampagnen, BE

    Kein Verfahren. Das Pilotprojekt läuft, seine Weiterführung ist offen. Postulat 2025.SR.0163 vom...

  12. Erfundenes Needle-Spiking an der Street Parade: Strafbefehl gegen 23-JährigeUrteile, ZH

    Rechtskräftiger Strafbefehl der Staatsanwaltschaft wegen Irreführung der Rechtspflege und Widerhandlung...

  13. Chilbi Buchs ZH: Verdacht auf K.O.-Tropfen, Kantonspolizei ermittelt gegen UnbekanntErmittlungen, ZH

    Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Kantonspolizei Zürich ermittelte gemäss Bericht vom 1.10.2023 «in...

  14. Lausanne: 39 gemeldete Verdachtsfälle 2022, kein einziger positiver BefundBerichte, VD

    Kommunales Parlamentsgeschäft, abgeschlossen: Der Gemeinderat (Conseil communal) genehmigte das Geschäft...

  15. SKP und Polizeikorps lancieren «Gut ausgegangen?» für ein sicheres NachtlebenKampagnen, CH

    Kein Verfahren; nationale Präventionskampagne der SKP mit kantonalen und städtischen Polizeikorps.

  16. Landsgemeinde Appenzell: Person mit K.O.-Mitteln betäubt, Polizei ermitteltErmittlungen, AI

    Ermittlungen der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden gegen unbekannte Täterschaft laufen (Stand Mai 2026).

Politik reagiert auf Einzelfälle, der Bundesrat hält das geltende Recht für ausreichend

Vorstösse folgen oft innert Tagen oder Wochen auf einen Einzelfall. Nach der Case à Chocs kam die Interpellation 21.220 nach vier Tagen, nach dem Hirscheneck die Interpellation BS 25.5004 nach neun Tagen. Der Fall Pelicot löste 2025 eine Welle kantonaler Vorstösse aus. Eine Woche nach der Anklage gegen Frei entstand die Medusa-Petition; einen Bezug belegen die Quellen nicht. Der Bundesrat antwortet seit 2020 im Kern gleich: Das geltende Recht genüge, eine Definition oder eigene Tatbestände seien unnötig (Porchet 2020, Suter 2024, Jaccoud 2024, Porchet 2026, Medusa 2026). Solothurn und Bern sehen ebenfalls keinen Bedarf für einen eigenen Tatbestand. Die UVG-Revision folgte auf das Urteil 8C_548/2023 und Porchets Interpellation, die OHG-Revision auf Motionen zu Krisenzentren. Der Nationalrat nahm die Motion Bläsi gegen den Antrag des Bundesrats an. Im Ausland ist der Gesetzgeber weiter gegangen: Spanien mit einem Qualifikationsmerkmal 2022, Deutschland mit einem GBL-Verbot und einem Gesetzentwurf nach dem BGH-Beschluss, Grossbritannien mit einem eigenen Spiking-Tatbestand.

19 Belege, 2009 bis 2026
  1. Motion 09.3945 Barthassat: 1,4-Butandiol auf die Betäubungsmittelliste, Bundesrat lehnt abPolitik, CH

    Parlamentarisches Geschäft, erledigt (Status Curia Vista 30.09.2011); Bundesrat beantragte am 18.11.2009...

  2. Neuenburger Grosser Rat: Interpellation «Intoxications au GHB à Neuchâtel»Politik, NE

    Parlamentarischer Vorstoss (Interpellation mit Dringlichkeitsantrag), eingereicht am 25. November 2021,...

  3. Keine UVG-Leistungen nach Schändung unter Betäubung: Bundesgericht verneint SchreckereignisUrteile, ZH

    rechtskräftig (letztinstanzliches Urteil des Bundesgerichts); Strafverfahren gegen die unbekannte...

  4. Motion 24.3836 Bläsi: Medikamentenmissbrauch zur chemischen Unterwerfung von OpfernPolitik, CH

    Vom Nationalrat am 14.09.2026 angenommen (122 zu 73), entgegen dem Antrag des Bundesrats. Seit 06.10.2026...

  5. Postulat 24.4607 Jaccoud: Chemische Unterwerfung. Definition und Handlungsspielraum der JustizPolitik, CH

    Postulat hängig. Der Bundesrat beantragt Ablehnung (Stellungnahme vom 19.02.2025). Im Nationalrat ist es...

  6. BS 25.5004 Interpellation Schweizer: Schutz vor K.O.-Tropfen, Massnahmen für sichere (Gross)anlässePolitik, BS

    Interpellation am 15.01.2025 stillschweigend mündlich erledigt (Beschluss Nr. 25/03/21.02G), abgeschlossen.

  7. Interpellation 25.3072 Porchet: Opfer sexueller Gewalt im UVG nach BGer-Urteil 8C_548/2023Politik, CH

    Interpellation, Stellungnahme des Bundesrats vom 21.05.2025 liegt vor. Prüfzusage zur Anpassung der...

  8. Kantonale Vorstösse zur «chemischen Unterwerfung» mit ausdrücklichem Bezug auf PelicotPolitik, SO, AG, BS, ZH, BE

    Parlamentarische Vorstösse auf Kantonsebene. Die Antworten der Regierungen liegen vor für SO (17.6.2025),...

  9. Bundesratsgeschäft 25.080: Teilrevision Opferhilfegesetz mit kostenloser rechtsmedizinischer DokumentationWeiteres, CH

    Gesetzgebungsprojekt: Nationalrat (Erstrat) hat am 03.06.2026 angenommen; Ständerat hängig, RK-S am...

  10. Deutschland: Umgangsverbot für GBL und 1,4-Butandiol («Verbot von K.O.-Tropfen»)Weiteres, international (Deutschland)

    In Kraft seit 12.4.2026 (Gesetz vom 7.1.2026, BGBl. 2026 I Nr. 2, Art. 2; gemäss konsolidierter Fassung...

  11. Interpellation 26.3482 Porchet: Versuchte chemische Unterwerfung. Wie können Betroffene besser geschützt werden?Politik, CH

    Interpellation, eingereicht im Nationalrat am 20.03.2026; Stellungnahme des Bundesrats vom 20.05.2026...

  12. Bundesrat will Folgen sexueller Übergriffe auf Betäubte als Unfall versichern («Nach Fall Pelicot»)Politik, CH

    Vernehmlassung vom 1.4. bis 7.7.2026 abgeschlossen; EDI wertet die Stellungnahmen aus (Stand Beobachter...

  13. Grossbritannien: Eigener Straftatbestand für «spiking» mit Crime and Policing Act 2026Weiteres, international (Grossbritannien)

    Gesetz verabschiedet (Royal Assent 29.4.2026); das Inkrafttreten der Spiking-Bestimmung ist mit den...

  14. Deutschland: Gesetzentwurf, K.O.-Tropfen sollen wie Waffe gelten (Mindeststrafe fünf Jahre)Politik, international (Deutschland)

    Regierungsentwurf (BT-Drs. 21/7560) im Bundestag hängig: 1. Lesung 23.9.2026, Anhörung im Rechtsausschuss...

  15. Schweiz beteiligt sich nicht an Medusa; Petition auf Campax mit über 30'000 UnterschriftenKampagnen, CH

    Petition/Kampagne, kein Verfahren. Über die fedpol-Stellungnahme hinaus ist keine behördliche Reaktion belegt.

  16. Fragestunde 26.7982 Gantenbein: Bekämpfung von DFSA-Täternetzwerken (Projekt MEDUSA)Politik, CH

    Fragestunde, vom Bundesrat beantwortet, erledigt (28.09.2026).

Berichterstattung: Identifizierung bei Verdacht, späte Korrektur, Expertenwellen nach Anklagen

Am Zuger Fall von 2014 lässt sich ein Muster zeigen, das später korrigiert wurde. Der «Blick» identifizierte beide Beteiligten. Die SDA nannte die Frau am selben Tag nicht. Laut WOZ erschienen rund 390 Artikel bei dünner Faktenlage. Die Einträge zu den beiden Mythen belegen Formulierungen wie «nicht nachweisbar, also nicht passiert» und «Alkohol statt K.O.-Tropfen». Die Korrektur kam über Jahre: Presserat 2016, Persönlichkeitsverletzung 2019 und 2020, Entschuldigung 2020, Gewinnherausgabe 2022 bis 2026 (zweitinstanzlich, nicht rechtskräftig). Gerichte beurteilten die Darstellung als Falschbeschuldigung als ehrverletzend beziehungsweise unwahr (Gut 2017 und 2019, Binswanger 2026). Ringier löschte 2019 Archivartikel, was der Presserat kritisierte. Ab 2024 sieht die Berichterstattung anders aus. Nach Anklagen und Grossfällen (Pelicot, Frei) folgen Erklärstücke mit Rechtsmedizinerinnen und Fachstellen zu Nachweisfenstern, Risiken und Tests. Mehrere Fälle werden über Social Media bekannt und von Medien aufgegriffen, auch wenn keine Anzeige vorliegt. Ein frühes Beispiel guter Aufklärung ist Radio SRF Virus 2015.

17 Belege, 2014 bis 2026
  1. Blick-Frontseite «Hat er sie geschändet?» mit Namen und Bildern beider BeteiligtenKampagnen, ZG

    Presserat: Verletzung von Ziffer 7 festgestellt (Stellungnahme 9/2016 vom 19.05.2016). Zivilrechtlich: Das...

  2. Erste SDA-Meldung zur Zuger Landammannfeier: Verdacht auf K.O.-Tropfen, Frau nicht genanntBerichte, ZG

    Zum Zeitpunkt der Meldung lief eine Strafuntersuchung von Amts wegen. Das Verfahren gegen den Kantonsrat...

  3. Mythos «Alkohol statt K.-o.-Tropfen» in der Zuger BerichterstattungWeiteres, ZG

    Nicht anwendbar (Deutungsmuster). Presserat 10/2016 vom 19.5.2016: Beschwerde gegen «Blick» teilweise...

  4. Mythos «K.-o.-Tropfen nicht nachweisbar, also nicht passiert»Weiteres, CH

    Nicht anwendbar (Deutungsmuster). Die zugehörigen Strafverfahren wurden laut Parteiquelle eingestellt...

  5. Presserat 10/2016: Blick verletzt Wahrheitspflicht, Anhörungspflicht und Privatsphäre (Beschwerde Hürlimann)Presserat, ZG

    Presserat-Stellungnahme 10/2016 vom 19.5.2016, Beschwerde teilweise gutgeheissen. Das Strafverfahren gegen...

  6. Presserat 9/2016: «Blick» verletzt Opferschutz und Intimsphäre (Beschwerde Spiess-Hegglin)Presserat, ZG

    Presserat-Stellungnahme 9/2016 vom 19.5.2016, Beschwerde gutgeheissen; berufsethische Feststellung ohne...

  7. Presserat kritisiert Ringier für Löschung von über 200 Blick-Artikeln aus der MediendatenbankPresserat, CH

    Erklärung des Presseratspräsidiums, keine Stellungnahme in einem Beschwerdeverfahren.

  8. Kantonsgericht Zug: Blick-Erstartikel verletzt Intimsphäre, 20'000 Franken GenugtuungUrteile, ZG

    Erstinstanzlich (Kantonsgericht Zug, publiziert 10.5.2019). Auf Berufung von Ringier bestätigte das...

  9. Obergericht Zürich bestätigt Verurteilung von Philipp Gut wegen übler Nachrede, Urteil rechtskräftigUrteile, ZH

    Rechtskräftig. Philipp Gut verzichtete auf einen Weiterzug ans Bundesgericht (gemäss SDA-Bericht im...

  10. Öffentliche Entschuldigung von Ringier-CEO Marc Walder im BlickWeiteres, CH

    Freiwillige Erklärung. Das Zuger Obergericht lehnte es ab, Ringier zu einer Entschuldigung zu verpflichten.

  11. Michèle Binswanger wegen Verleumdung rechtskräftig verurteilt (BGer 6B_747/2025)Urteile, BS

    Rechtskräftig. Bundesgericht, 2.6.2026: Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (6B_747/2025).

  12. Obergericht Zug reduziert Gewinnherausgabe auf 139'228 Franken, Anspruch bestätigtUrteile, ZG

    Zweitinstanzlich entschieden, nicht rechtskräftig. Den Weiterzug ans Bundesgericht nennt nur die...

  13. 20 Minuten 2026: IRM Zürich zu GHB-Nachweis und SymptomenBerichte, ZH

    Hintergrundfall: Anklage gegen einen ehemaligen Aargauer Grossrat erhoben, nicht rechtskräftig beurteilt,...

  14. SRF 2026: Fachstelle zu Nachweisfenstern, endogenem GHB und neuem Protein-MarkerBerichte

    Hintergrundfall: Strafverfahren gegen einen ehemaligen Aargauer SVP-Kantonspolitiker (laut Medienberichten...

  15. SRF 2026: IRM Basel zu Gesundheitsrisiken hoch dosierter K.O.-MittelBerichte, BS

    Hintergrundfall: Die Staatsanwaltschaft Aargau hat Anklage erhoben, der Fall ist gerichtlich nicht...

Männer als Betroffene, oft bei Vermögensdelikten

Ein Teil der Fälle betrifft Männer, und dabei geht es meist ums Geld. Die Opfer wurden mit Beruhigungsmitteln betäubt und ausgeraubt oder bestohlen (Baselland 2012 mit einem Todesfall; Basel 2020 mit Freispruch vom qualifizierten Raub). Im Freiermilieu wurden Karten belastet (Zürich 2017), an der Langstrasse meldeten Männer Betäubung und Kartenabbuchungen (2024 Nichtanhandnahme, 2025 Ermittlung, der Club bestreitet), in Bern und Lyss 2026 wird wegen Raubs ermittelt (Untersuchungshaft, keine Anklage). Mehrfach sind Frauen beschuldigt oder verurteilt (Zürich 2011 erstinstanzlich, Zürich 2017 nicht rechtskräftig, Basel 2020, Bern/Lyss 2026 in Untersuchungshaft; Unschuldsvermutung). Auch bei Männern scheitern Verfahren am fehlenden Nachweis: Einstellung 2016, Nichtanhandnahme 2024. In der Stadt Zürich waren von 2014 bis 2019 37 % der Betroffenen Männer, in Bern 2 von 9 Anzeigen. Bei Sexualdelikten gegen Männer kam es in Zürich 2025 auch ohne GHB-Nachweis zu einer Verurteilung.

12 Belege, 2011 bis 2026
  1. Zwei Frauen betäuben Mann mit K.O.-Tropfen: bedingte Strafen am Bezirksgericht ZürichUrteile, ZH

    Erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Zürich nach der Verhandlung vom 6. September 2011. Ob es...

  2. Baselbiet: Männer mit Beruhigungsmittel betäubt und ausgeraubt, ein Opfer stirbtUrteile, BL

    Erstinstanzliches Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 13.12.2012. Die Quelle sagt nicht, ob es...

  3. Männliches Opfer meldet KO-Tropfen und Raub in eigener Wohnung, Einstellung bestätigt (Obergericht ZH UE160043)Urteile, ZH

    Verfahren wegen Raubes am 2. Februar 2016 eingestellt, Beschwerde mit Beschluss UE160043 vom 3. Juni 2016...

  4. Dormicum im Whisky, Karten belastet: Erpressung und betrügerischer Missbrauch einer DatenverarbeitungsanlageUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts ZH vom 14.2.2017, weitergezogen ans Bundesgericht...

  5. Basel: Frau setzt Diazepam gegen Männer ein und bestiehlt sie (Appellationsgericht BS)Urteile, BS

    Berufungsurteil des Appellationsgerichts BS vom 18. Mai 2020 (SB.2019.62). Die Berufung wurde teilweise...

  6. Club Trischli St. Gallen: K.O.-Gerüchte auf Jodel, Polizei klärt zwei Fälle mit jungen Männern abErmittlungen, SG

    Polizeiliche Abklärungen zu zwei Meldungen von Anfang August 2020 laufen. Über Tatverdächtige ist nichts...

  7. Schwere Analverletzungen, kein GHB-Nachweis: Obergericht Zürich bestätigt Schuldspruch wegen SchändungUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts Zürich vom 27. Januar 2025, Beschwerde ans Bundesgericht...

  8. Langstrasse: 59-Jähriger gibt an, nach Bordellbesuch betäubt und um 9000 Franken gebracht worden zu seinWeiteres, ZH

    Strafanzeige gegen zwei unbekannte Frauen bei der Stadtpolizei Zürich. Die Staatsanwaltschaft Zürich...

  9. Zürcher Club an der Langstrasse: Gast meldet Betäubung und 5000 Franken AbbuchungenErmittlungen, ZH

    Polizeiliche Ermittlung laufend (Stand Oktober 2025), Anzeige erstattet. Es gilt die Unschuldsvermutung...

  10. Berner Regierung: zwölf Verdachtsmeldungen seit 2022, zwei männliche OpferPolitik, BE

    Regierungsantwort auf die Interpellation 251-2025 (RRB 134/2026 vom 11. Februar 2026,...

  11. Bern und Lyss: Zwei Frauen sollen Opfer betäubt und ausgeraubt habenErmittlungen, BE

    Untersuchungshaft seit 19. Februar 2026; Strafuntersuchung der Regionalen Staatsanwaltschaften...

Ein Fall, mehrere Entscheide

Haft, Urteil, Berufung, Rückweisung: dieselbe Sache vor mehreren Instanzen. Hier steht, in welcher Reihenfolge entschieden wurde und was am Ende galt. 12 Stränge, 7 davon belegt.

Einstellungsverfügungen als Grundlage der Ehrverletzungsurteile

belegt4 Einträge, 2015 bis 2026Strafverfahren führt zu Folgeurteilen

Im Fall Gut stützte sich das Bezirksgericht Zürich 2017 auf die Einstellungsverfügung vom 27.8.2015 und liess den Entlastungsbeweis scheitern. Das Obergericht Zürich bestätigte das 2019. Für die Verurteilung von Michèle Binswanger wegen Verleumdung (BGer 6B_747/2025) zog das Bundesgericht die Einstellung vom 7.5.2018 heran, die wie ein Freispruch wirkt, ebenso die Einstellung vom 27.8.2015 und das Urteil gegen Gut.

  1. Einstellung der Strafverfahren: Kein Nachweis, aber auch keine FalschbeschuldigungErmittlungen, ZG

    Beide Verfahren sind rechtskräftig eingestellt: das Schändungsverfahren am 27.8.2015, das Verfahren wegen...

  2. Bezirksgericht Zürich verurteilt Weltwoche-Vizechef Philipp Gut wegen übler NachredeUrteile, ZH

    Erstinstanzliches Urteil vom 15.5.2017. Laut Parteiquelle vom Obergericht Zürich am 18.6.2019 bestätigt...

  3. Obergericht Zürich bestätigt Verurteilung von Philipp Gut wegen übler Nachrede, Urteil rechtskräftigUrteile, ZH

    Rechtskräftig. Philipp Gut verzichtete auf einen Weiterzug ans Bundesgericht (gemäss SDA-Bericht im...

  4. Michèle Binswanger wegen Verleumdung rechtskräftig verurteilt (BGer 6B_747/2025)Urteile, BS

    Rechtskräftig. Bundesgericht, 2.6.2026: Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (6B_747/2025).

Gewinnherausgabe für vier Blick-Artikel: 2022 bis 2026

belegt4 Einträge, 2014 bis 2026Folgegeschäft (Zivilverfahren)

Den Anspruch bejahte das Kantonsgericht Zug 2022 in einem Teilentscheid. Am 22.1.2025 setzte es den Betrag auf CHF 309'531 fest. Das Obergericht Zug reduzierte ihn am 19.6.2026 auf CHF 139'228, bestätigte aber den Anspruch im Grundsatz. Den Weiterzug ans Bundesgericht belegt nur die Parteiquelle.

  1. Blick-Serie Dezember 2014 bis Januar 2015: K.O.-Verdacht, Gerücht und Dementi in FolgeKampagnen, ZG

    Presserat 10/2016 (19.5.2016): Die Beschwerde wurde teilweise gutgeheissen. Verletzt sind Ziffer 1...

  2. Kantonsgericht Zug, Teilentscheid: Gewinnherausgabeanspruch für vier Blick-Artikel bejahtUrteile, ZG

    Feststellung der Persönlichkeitsverletzung durch vier Blick-Artikel rechtskräftig (Beobachter, 28.1.2025)....

  3. Kantonsgericht Zug: Ringier muss 309'531 Franken Gewinn aus vier Blick-Artikeln herausgebenUrteile, ZG

    Erstinstanzliches Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 22.1.2025. Ringier erhob Berufung, und das...

  4. Obergericht Zug reduziert Gewinnherausgabe auf 139'228 Franken, Anspruch bestätigtUrteile, ZG

    Zweitinstanzlich entschieden, nicht rechtskräftig. Den Weiterzug ans Bundesgericht nennt nur die...

Basler Dormicum-Fall: Appellationsgericht und BGE 141 IV 423

belegt2 Einträge, 2014 bis 2015Folgegeschäft (Instanzenzug)

Das Appellationsgericht BS bestätigte am 10.12.2014 die Schuldsprüche und die lebenslängliche Verwahrung. Das Bundesgericht bestätigte die Schuldsprüche, hob die Verwahrung aber auf und wies die Sache zurück (BGE 141 IV 423). Beide Einträge nennen den jeweils anderen Entscheid.

  1. Basler Dormicum-Fall: Appellationsgericht stützt Verurteilung auf Realkennzeichen und SpurenanalyseUrteile, BS

    Schuldspruch gemäss Folgeverfahren BGer 6B_217/2015 (BGE 141 IV 423) rechtskräftig; Massnahme...

  2. BGE 141 IV 423: Dormicum, sexuelle Nötigung und Körperverletzung, keine lebenslängliche VerwahrungUrteile, BS

    Bundesgerichtsurteil vom 5. November 2015, publiziert als BGE 141 IV 423. Beschwerde teilweise...

GBL-Todesfall 2005: Rückweisung und Freispruch

belegt2 Einträge, 2011 bis 2012Folgegeschäft (Rückweisung)

Das Bundesgericht hob 2011 die Einstellung auf (6B_879/2010). Das Bezirksgericht Uster verurteilte danach wegen fahrlässiger Tötung, das Obergericht ZH sprach 2012 frei (SB120321). Beide Einträge verweisen aufeinander.

  1. Bundesgericht heisst Beschwerde der Eltern nach GBL-Todesfall gut (6B_879/2010)Urteile, ZH

    Das Bundesgericht hat die Beschwerde gutgeheissen und die Sache zurückgewiesen. Das Bezirksgericht Uster...

  2. Obergericht Zürich spricht nach GBL-Todesfall frei (SB120321)Urteile, ZH

    Freispruch durch das Obergericht des Kantons Zürich vom 3. Dezember 2012. Das Urteil verweist auf die...

Lausanne 2025: erste Instanz und Berufung

belegt2 Einträge, 2025Folgegeschäft (Instanzenzug)

Das Tribunal criminel verurteilte den Täter im Januar 2025 zu 20 Jahren und ordnete die Verwahrung an. Die Cour d'appel pénale ersetzte die Verwahrung im Oktober 2025 durch eine stationäre Massnahme. Beide Einträge verweisen aufeinander.

  1. Waadt: 20 Jahre Freiheitsstrafe für Vergewaltigung einer chemisch betäubten FrauUrteile, VD

    Erstinstanzliches Urteil des Tribunal criminel vom 28.1.2025. Der Haupttäter erhob Berufung, anerkannte...

  2. Waadtländer Berufungsgericht: Täter anerkennt Schuld, Massnahme statt VerwahrungUrteile, VD

    Berufungsurteil der Cour d'appel pénale vom Oktober 2025; Schuldsprüche vom Berufungsführer anerkannt,...

Schwyzer Schändungsfall in zwei Durchgängen

belegt2 Einträge, 2015Folgegeschäft (Rückweisung)

Mit BGer 6B_853/2014 wurde der Schuldspruch bestätigt und die Strafzumessung zurückgewiesen. Mit BGer 6B_785/2015 bestätigte das Bundesgericht die neue Strafe von 34 Monaten. Die beiden Einträge verweisen gegenseitig aufeinander.

  1. Schändung nach Sommerparty: KO-Tropfen von Anklage umfasst, Wirkungsdauer und Aussage gegen AussageUrteile, SZ

    Schuldspruch wegen Schändung (Art. 191 StGB) durch BGer 6B_853/2014 bestätigt. Nach Rückweisung setzte das...

  2. Schwyzer Schändungsfall: Strafzumessung nach Rückweisung bestätigtUrteile, SZ

    rechtskräftig (Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war)

Vevey 2019: Instanzenzug bis zum Bundesgericht

belegt2 Einträge, 2019 bis 2020Folgegeschäft (Instanzenzug)

Die Kette lautet: Tribunal criminel Est vaudois am 19.3.2019, Cour d'appel pénale am 24.7.2019, BGer 6B_1127/2019 am 20.1.2020. Die zwölf Jahre Freiheitsstrafe blieben bestehen. Beide Einträge nennen die Verfahrensnummern.

  1. Vevey: Zwölf Jahre Freiheitsstrafe für Mann, der Angehörige mit Schlafmitteln und Äther betäubte und missbrauchteUrteile, VD

    Rechtskräftig. Erstinstanzliches Urteil des Tribunal criminel de l'arrondissement de l'Est vaudois vom...

  2. Bundesgericht bestätigt zwölf Jahre Freiheitsstrafe in Waadtländer Fall von Vergewaltigung unter BetäubungUrteile, VD

    Rechtskräftig: Das Bundesgericht wies die Beschwerde am 20. Januar 2020 ab, die Freiheitsstrafe von zwölf...

Aargau 2026: Haftentscheid zu selbst hergestelltem GBL und «zweiter Aargauer Fall»

Arbeitshypothese2 Einträge, 2026Mögliche Verfahrensidentität

Gemeinsam sind der Kanton AG, GBL, Videoaufnahmen bewusstloser Frauen, Untersuchungshaft, eine abgewiesene Haftbeschwerde vor dem Obergericht, einschlägige Vorstrafen wegen sexueller Nötigung und weitere mutmassliche Opfer. Das geschilderte Opfer ist aber verschieden: Im Haftentscheid wird ein Bananenmilchshake genannt, im Medienfall eine minderjährige Freundin von 2017 bis 2022. Eine Personenidentität ist nicht belegt. Für beide Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

  1. Haftverlängerung bestätigt: Vorwurf selbst hergestellter KO-Tropfen aus GHB-haltigem Gel-EntfernerUrteile, AG

    Strafuntersuchung hängig, keine Anklage bekannt. Die Beschwerde gegen die Haftverlängerung...

  2. Zweiter Aargauer Fall: Mann soll minderjährige Freundin jahrelang mit GBL betäubt und gefilmt habenErmittlungen, AG

    Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Aargau; Beschuldigter seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft....

Baselbiet, Nacht auf den 9. Dezember 2012: möglicherweise dasselbe Verfahren

Arbeitshypothese2 Einträge, 2015 bis 2017Mögliche Verfahrensidentität

Arbeitshypothese mit starken Übereinstimmungen. In beiden Einträgen geht es um die Nacht auf den 9. Dezember 2012, Club und Hotelzimmer, den Vorwurf von K.O.-Tropfen und Vergewaltigung, die Geltendmachung von Einvernehmlichkeit und den Kanton Basel-Landschaft. 2015 wies das Kantonsgericht BL die Sache zur Anklageerhebung zurück. 2017 beantragte die Staatsanwaltschaft vor dem Strafgericht BL selbst Freispruch, was dazu passt, dass sie zur Anklage verpflichtet worden war. Keiner der beiden Einträge verweist auf den anderen. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

  1. Aussage gegen Aussage bei KO-Tropfen-Vorwurf: Einstellung unzulässig, das Gericht soll entscheidenUrteile, BL

    Beschwerde gutgeheissen, Einstellungsverfügung vom 24. Juni 2015 aufgehoben, Sache zur Anklageerhebung an...

  2. Baselbieter Strafgericht: Vergewaltigungsvorwurf nach Clubbesuch, keine K.O.-Spuren gefundenUrteile, BL

    Erstinstanzliche Hauptverhandlung vor dem Strafgericht Basel-Landschaft am 15.6.2017. Staatsanwaltschaft...

Bundesrat zitiert 6B_1274/2017 vom 24.09.2018 (GHB)

Arbeitshypothese2 Einträge, 2018 bis 2024Mögliche Entscheididentität

In seiner Stellungnahme zu 24.4607 stützt sich der Bundesrat auf BGer 6B_1274/2017 vom 24.09.2018 (GHB, K.O.-Tropfen). Der Eintrag zur Ex-Partnerin betrifft einen Bundesgerichtsentscheid vom selben Datum zu GHB, die Geschäftsnummer nennt er nicht. Die Zuordnung ist anhand der Nummer zu prüfen.

  1. GHB gegen Ex-Partnerin, heimlich gefilmt: Verurteilung wegen mehrfacher Vergewaltigung bestätigtUrteile, AG

    rechtskräftig (Beschwerde in Strafsachen abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist; Urteil Obergericht AG...

  2. Postulat 24.4607 Jaccoud: Chemische Unterwerfung. Definition und Handlungsspielraum der JustizPolitik, CH

    Postulat hängig. Der Bundesrat beantragt Ablehnung (Stellungnahme vom 19.02.2025). Im Nationalrat ist es...

Winterthurer GBL-Fall: Haftentscheid und Sachurteil

Arbeitshypothese2 Einträge, 2010 bis 2012Folgegeschäft (Verfahrenskette)

Beide Entscheide betreffen den 7. März 2010, eine Wohnung in Winterthur und eine Frau, die GBL und Kokain konsumiert hatte. Das Sachurteil BGer 6B_316/2012 nennt den Haftentscheid 1B_203/2010 nicht. Dass es sich um dasselbe Verfahren handelt, ist aus den Entscheidtexten nicht ausdrücklich belegt.

  1. Untersuchungshaft im Winterthurer GBL-FallUrteile, ZH

    Haftbeschwerde vom Bundesgericht abgewiesen (1B_203/2010). Das mutmasslich zugehörige Sachurteil BGer...

  2. Selbst konsumiertes GBL: Schändung, auch wenn der Täter die Ursache nicht kannteUrteile, ZH

    rechtskräftig (BGer 6B_316/2012 vom 1. November 2012: Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde)

Zürcher Serientäter: Prozessbericht 2021 und Obergericht 2022

Arbeitshypothese2 Einträge, 2021 bis 2022Mögliche Verfahrensidentität

Beide Einträge nennen den 20. Mai 2018 und die Hardbrücke. Laut Blick wurde der Prozess am 16. Juli 2021 fortgesetzt, das Obergericht nennt als Vorinstanz das Bezirksgericht Zürich vom 16. Juli 2021. Zwei Punkte sind noch zu klären: die Altersangabe der Betroffenen (25 bzw. 24 Jahre) und die bestätigte Strafe von 12 Jahren, die über dem berichteten Antrag von elf Jahren liegt.

  1. Zürcher Nachtleben: Prozess gegen mutmasslichen Serientäter, eine Betroffene vermutlich mit K.O.-TropfenUrteile, ZH

    Erstinstanzliche Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Zürich, Fortsetzung am 16. Juli 2021. Die Anklage...

  2. Obergericht ZH: 12 Jahre wegen mehrfacher Schändung, GHB-Hinweise im HaarUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts ZH vom 13. Dezember 2022, Bestätigung der Schuldsprüche und der...

Vom Fall zum Vorstoss

Ein Fall oder ein Urteil löst einen Vorstoss aus, ein Vorstoss ein Gesetz oder eine neue Praxis. Oder ein Kanton übernimmt, was ein anderer vorgemacht hat. 21 Stränge, 20 davon belegt.

Fall Pelicot als ausdrücklicher Auslöser von Schweizer Vorstössen und Berichten

belegt10 Einträge, 2024 bis 2026Fall führt zu Vorstoss

Jeder der späteren Einträge stützt sich in seiner Quelle ausdrücklich auf den Fall Pelicot (Mazan): die Solothurner Kleine Anfrage, die Zürcher Anfrage 86/2025, die Begründung von Postulat 24.4607, Blick Romandie zur Motion Bläsi (Anlass Mazan-Prozess), SRF/RTS zur UVG-Vorlage («Nach Fall Pelicot»), SRF DOK sowie die Berichte von blue News und Nau. Für die Berner Interpellation ist der Bezug wegen des fast gleichen Wortlauts nur mittelbar.

  1. Motion 24.3836 Bläsi: Medikamentenmissbrauch zur chemischen Unterwerfung von OpfernPolitik, CH

    Vom Nationalrat am 14.09.2026 angenommen (122 zu 73), entgegen dem Antrag des Bundesrats. Seit 06.10.2026...

  2. Urteil von Avignon im Fall Pelicot (Mazan): 51 Schuldsprüche, 20 Jahre für den HauptangeklagtenUrteile, international (Frankreich)

    Hauptangeklagter: rechtskräftig verurteilt (20 Jahre, Verzicht auf Berufung). Mitangeklagte:...

  3. Postulat 24.4607 Jaccoud: Chemische Unterwerfung. Definition und Handlungsspielraum der JustizPolitik, CH

    Postulat hängig. Der Bundesrat beantragt Ablehnung (Stellungnahme vom 19.02.2025). Im Nationalrat ist es...

  4. Kantonale Vorstösse zur «chemischen Unterwerfung» mit ausdrücklichem Bezug auf PelicotPolitik, SO, AG, BS, ZH, BE

    Parlamentarische Vorstösse auf Kantonsebene. Die Antworten der Regierungen liegen vor für SO (17.6.2025),...

  5. SRF DOK «Betäubt und missbraucht: Der Fall Pelicot»Berichte, Bund (SRF)

    Medienbeitrag (Dokumentarfilm). Kein Verfahren Gegenstand des Eintrags.

  6. Berufungsprozess Nîmes: Letzter Mitangeklagter erhält 10 statt 9 JahreUrteile, international (Frankreich)

    Rechtskräftig: Laut seinem Anwalt Jean-Marc Darrigade gegenüber AFP akzeptiert der Verurteilte das Urteil...

  7. Bundesrat will Folgen sexueller Übergriffe auf Betäubte als Unfall versichern («Nach Fall Pelicot»)Politik, CH

    Vernehmlassung vom 1.4. bis 7.7.2026 abgeschlossen; EDI wertet die Stellungnahmen aus (Stand Beobachter...

  8. Schweiz beteiligt sich nicht an Medusa; Petition auf Campax mit über 30'000 UnterschriftenKampagnen, CH

    Petition/Kampagne, kein Verfahren. Über die fedpol-Stellungnahme hinaus ist keine behördliche Reaktion belegt.

  9. Nachfrage nach K.O.-Tropfentests steigt, keine Schweizer Statistik (Nau.ch, Ticinonline)Berichte, CH

    nicht anwendbar (Medienbericht); zum erwähnten Aargauer Strafverfahren gilt die Unschuldsvermutung

Anklage gegen Patrick Frei als Anlass für Berichte und politische Reaktionen

belegt8 Einträge, 2026Fall führt zu Berichterstattung und Politik

Auf die Anklage vom 20.7.2026 beziehen sich in ihren Quellen ausdrücklich: Experteninterviews von SRF und 20 Minuten mit IRM Basel, IRM Zürich und der Fachstelle Frauenberatung, die Berichte zur Nachfrage nach Tests, die Aussagen von Bundesrätin Baume-Schneider, Porchets Interview sowie der zweite Aargauer Fall. Das Verfahren ist hängig, es gilt die Unschuldsvermutung.

  1. Aargau 2023 bis 2026: Anklage gegen früheren SVP-Grossrat Patrick Frei, u.a. wegen mehrfach versuchten Mordes durch K.O.-TropfenPolitik und Drogen, AG

    Anklage erhoben am 20.07.2026, Verfahren hängig vor dem Bezirksgericht Baden. Prozesstermin in den Quellen...

  2. 20 Minuten 2026: IRM Zürich zu GHB-Nachweis und SymptomenBerichte, ZH

    Hintergrundfall: Anklage gegen einen ehemaligen Aargauer Grossrat erhoben, nicht rechtskräftig beurteilt,...

  3. SRF 2026: Fachstelle zu Nachweisfenstern, endogenem GHB und neuem Protein-MarkerBerichte

    Hintergrundfall: Strafverfahren gegen einen ehemaligen Aargauer SVP-Kantonspolitiker (laut Medienberichten...

  4. SRF 2026: IRM Basel zu Gesundheitsrisiken hoch dosierter K.O.-MittelBerichte, BS

    Hintergrundfall: Die Staatsanwaltschaft Aargau hat Anklage erhoben, der Fall ist gerichtlich nicht...

  5. Nachfrage nach K.O.-Tropfentests steigt, keine Schweizer Statistik (Nau.ch, Ticinonline)Berichte, CH

    nicht anwendbar (Medienbericht); zum erwähnten Aargauer Strafverfahren gilt die Unschuldsvermutung

  6. Zweiter Aargauer Fall: Mann soll minderjährige Freundin jahrelang mit GBL betäubt und gefilmt habenErmittlungen, AG

    Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Aargau; Beschuldigter seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft....

  7. Bundesrätin Baume-Schneider: Prävention und Information gegen chemische Unterwerfung verbessernBerichte, CH

    Politische Stellungnahme. Zum erwähnten Aargauer Fall läuft ein Strafverfahren; für den Beschuldigten gilt...

  8. Blick Romandie: Porchet zu Versicherungsschutz bei chemischer Unterwerfung und «Dutzenden vergleichbaren Dossiers»Politik, VD (Bund)

    Parlamentarischer Vorstoss (Interpellation, Geschäftsnummer nicht genannt). Laut Blick plant der Bundesrat...

Kantonale Vorstösse 2025 derselben Partei: Überschneidungen

belegt7 Einträge, 2024 bis 2025Gleiche Partei, gleiche Welle

Abou Shoak (ZH), Brandenburger (BS) und Hunziker/Müller (AG), alle SP, erscheinen je in mehreren Einträgen, die sich auf dieselben Antworten stützen; es sind verschiedene Personen. Grundlage sind Blick vom 22.4.2025, Beobachter vom 17.7.2025 und die Regierungsantworten. Abou Shoak ist zudem als Einreicherin der Anfrage zum ADFN genannt. Zwischen diesen Einträgen gibt es inhaltliche Überschneidungen.

  1. Zürich: Aufsuchender Dienst Forensic Nurses (ADFN), Spurensicherung ohne AnzeigeBerichte, ZH

    nicht anwendbar (Behördenangebot); Pilotbetrieb bis Ende 2026, ab 2027 Dauerbetrieb gemäss RRB 430/2026

  2. AG 25.76 Interpellation Hunziker/Müller: Chemische Unterwerfung im Kanton AargauPolitik, AG

    Interpellation am 07.05.2025 vom Regierungsrat beantwortet, am 24.06.2025 im Grossen Rat behandelt (GRB...

  3. BS 25.5131 Interpellation Brandenburger: Chemische Unterwerfung, Ausprägung, Massnahmen, Sensibilisierung und OpferschutzPolitik, BS

    Interpellation schriftlich beantwortet (RRB 01.04.2025), im Grossen Rat am 10.04.2025 erledigt (Beschluss...

  4. SP-Vorstösse in Zürich, Basel-Stadt und Aargau zu K.O.-TropfenPolitik, ZH, BS, AG

    Parlamentarische Vorstösse in ZH, BS und AG. Basel-Stadt hatte im April 2025 geantwortet, Zürich und...

  5. Kantonale Vorstösse zur «chemischen Unterwerfung» mit ausdrücklichem Bezug auf PelicotPolitik, SO, AG, BS, ZH, BE

    Parlamentarische Vorstösse auf Kantonsebene. Die Antworten der Regierungen liegen vor für SO (17.6.2025),...

  6. Beobachter 2025: Kantonsvergleich Aargau, Basel-Stadt, ZürichBerichte, AG, BS, ZH

    nicht anwendbar (Medienbericht)

Codewort «Luisa»: Winterthur, Zürich, Basel, Zug

belegt6 Einträge, 2017 bis 2026Vorbild und Übernahme

Das Codewort kam 2017 nach Winterthur, ab 2018 machten Zürcher Lokale mit. Die Opferhilfe beider Basel übernahm es, und 2026 verlangt ein Postulat die Einführung im Kanton Zug, mit Verweis auf Zürich, Bern und Basel. Laut Helvetiarockt wird das Codewort selten genutzt.

  1. Winterthur: Salzhaus und weitere Clubs führen den Code «Ist Luisa da?» einKampagnen, ZH

    Kein Verfahren; freiwillige Präventionsmassnahme von Clubbetreibern.

  2. Zürich: Bar- und Clubkommission und Frauenberatung lancieren «Ist Luisa hier?»Kampagnen, ZH

    Kein Verfahren; freiwillige Branchenmassnahme.

  3. Basler Anzug Braun: Kampagne gegen sexualisierte Gewalt, «Luisa» neu pushen, K.O.-Armbänder besser kommunizierenPolitik, BS

    Anzug am 15. Dezember 2022 überwiesen. Der Regierungsrat beantragt mit Bericht 22.5473.02 vom 18. Dezember...

  4. Opferhilfe beider Basel: «Ist Luisa hier?» und Awareness-Konzept mit dem Imagine-FestivalKampagnen, BS, BL

    Kein Verfahren. Der Regierungsrat BS beantragte, den Anzug Braun stehen zu lassen; das Zuger Postulat war...

  5. Zuger Postulat Küng: Kampagne «Ist Luisa hier?» im Kanton Zug einführenPolitik, ZG

    Postulat am 5. März 2026 eingereicht. Eine Überweisung durch den Kantonsrat und ein Bericht des...

Waadt: von der Interpellation Genoud zur systematischen GHB-Suche

belegt6 Einträge, 2018 bis 2024Vorstoss führt zu Behördenpraxis

Auf die Interpellation Genoud (20_INT_10) kündigte der Staatsrat in seiner Antwort (20_REP_48) die systematische GHB-Suche an. Das CURML setzt sie seit 1.1.2021 um. Die Lausanner Stadtregierung übernimmt die CURML-Zahlen in ihre Antwort von 2024, die auch Label Nuit und Drink Watch nennt. Die Jura-Regierung verweist 2022 auf dieselbe Praxis des CURML.

  1. Lausanne: Qualitätscharta «Label Nuit» für Nachtlokale, Anschubhilfe der Stadt 2018 bis 2020Kampagnen, VD

    Kein Verfahren; freiwillige Charta der Betriebe mit städtischer Unterstützung.

  2. Waadtländer Staatsrat: seit 2017 zwei bestätigte Fälle unfreiwilliger GHB-IntoxikationPolitik, VD

    Parlamentarischer Vorstoss, vom Staatsrat am 27. Januar 2021 beantwortet (20_REP_48); im Grossen Rat am 9....

  3. CURML/CHUV: Systematische GHB-Suche in 815 forensischen Proben 2021 (Waadt)Wissen, VD

    nicht anwendbar (wissenschaftlicher Synthesebericht, keine Verfahrensdaten)

  4. Lausanne subventioniert 4'000 Glasdeckel «Drink Watch» für Bars und ClubsKampagnen, VD

    Kein Verfahren; städtisch finanzierte Präventionsmassnahme.

  5. Jura: Regierung beantwortet Schriftliche Frage zu GHB-Intoxikationen (QE 3435)Politik, JU

    Parlamentarischer Vorstoss am 1. Februar 2022 beantwortet. Zum erwähnten Fall von 2020 lief damals eine...

  6. Lausanne: 39 gemeldete Verdachtsfälle 2022, kein einziger positiver BefundBerichte, VD

    Kommunales Parlamentsgeschäft, abgeschlossen: Der Gemeinderat (Conseil communal) genehmigte das Geschäft...

Basel: Hirscheneck, Interpellation, ESC-Schutzkonzept

belegt5 Einträge, 2021 bis 2025Fall führt zu Vorstoss

Neun Tage nach den Vorfällen in der Silvesternacht im Hirscheneck reichte Silvia Schweizer ihre Interpellation ein. Sie verweist auf die Testarmbänder und den ESC. Die Polizei hielt fest, die Armbänder seien unzuverlässig. Erstmals erprobte Basel am ESC 2025 ein Schutzkonzept, das auch die Interpellation Brandenburger nennt.

  1. Basler Polizei verteilt GHB-Testarmbänder, später wegen Unzuverlässigkeit eingestelltKampagnen, BS

    Kein Verfahren; polizeiliche Präventionsmassnahme, nach 2022 eingestellt.

  2. Basel, Hirscheneck: Mehrere Gäste an Silvester mutmasslich betäubtErmittlungen, BS

    Mindestens eine Anzeige gegen Unbekannt (17-jähriger Betroffener). Die Staatsanwaltschaft äusserte sich...

  3. BS 25.5004 Interpellation Schweizer: Schutz vor K.O.-Tropfen, Massnahmen für sichere (Gross)anlässePolitik, BS

    Interpellation am 15.01.2025 stillschweigend mündlich erledigt (Beschluss Nr. 25/03/21.02G), abgeschlossen.

  4. BS 25.5131 Interpellation Brandenburger: Chemische Unterwerfung, Ausprägung, Massnahmen, Sensibilisierung und OpferschutzPolitik, BS

    Interpellation schriftlich beantwortet (RRB 01.04.2025), im Grossen Rat am 10.04.2025 erledigt (Beschluss...

Berner Modell als Referenz für Basel, Uri und Luzern

belegt5 Einträge, 2022 bis 2025Vorbild und Übernahme

Auf das Berner Modell stützen sich der Basler Anzug Nussbaumer, der Bericht des Regierungsrats BS mit Erfahrungswerten des IRM Bern, die Antwort aus Uri und das Luzerner Postulat. Dass Basel Proben lagert, aber nicht analysiert, ergibt sich aus derselben Regierungsantwort.

  1. BS 22.5256 Anzug Nussbaumer: «Berner Modell» für die Akutversorgung nach sexualisierter GewaltPolitik, BS

    Anzug hängig (in Bearbeitung): am 21.09.2022 dem Regierungsrat überwiesen, am 16.10.2024 nach Schreiben...

  2. Uri: Regierungsrat befürwortet Spurensicherung ohne Anzeige, IRM-Box des USZ als ModellBerichte, UR

    nicht anwendbar (Antwort des Regierungsrats auf eine Interpellation; der Regierungsrat ist bereit, die...

  3. Basel-Stadt: Toxikologische Proben ohne Anzeige werden gelagert, nicht analysiertBerichte, BS

    nicht anwendbar (Bericht des Regierungsrats an den Grossen Rat zu zwei Anzügen)

  4. Bern: Berner Modell, rechtsmedizinische Spurensicherung ohne AnzeigeBerichte, BE

    nicht anwendbar (Versorgungsmodell)

  5. Luzern: Keine strukturierte vertrauliche Spurensicherung, Postulat erheblich erklärtBerichte, LU

    nicht anwendbar (parlamentarisches Geschäft; Postulat am 27. November 2025 entgegen Antrag des Stadtrats...

Krisenzentren-Motionen 2022 führen zur OHG-Revision 25.080

belegt5 Einträge, 2021 bis 2025Vorstoss führt zu Gesetzesrevision

Die drei Motionen 22.3234, 22.3333 und 22.3334 verlangen Spurensicherung ohne Anzeigepflicht. Umgesetzt werden sie über die Teilrevision des Opferhilfegesetzes 25.080. Der Nationalrat stimmte ihr am 3.6.2026 zu, im Ständerat ist sie hängig. Die Zürcher Motion 323/2021 verlangt auf kantonaler Ebene dasselbe; sie ist eine Parallele, nicht Teil der Bundesrevision.

  1. ZH Motion 323/2021 Rigoni: Einrichtung von Krisenzentren für Opfer sexueller GewaltPolitik, ZH

    Motion am 18.03.2024 überwiesen; Frist für Bericht und Antrag am 16.03.2026 bis 18.03.2027 erstreckt....

  2. Motion 22.3234 Carobbio Guscetti: Krisenzentren für Opfer von sexualisierter, häuslicher und geschlechtsbezogener GewaltPolitik, CH

    Motion vom Ständerat (27.09.2022) und vom Nationalrat (16.03.2023) angenommen, an den Bundesrat...

  3. Motion 22.3333 Funiciello: Krisenzentren gegen GewaltPolitik, CH

    Motion angenommen und überwiesen. Bericht zum Umsetzungsstand liegt vor (01.04.2026). Die Umsetzung läuft...

  4. Motion 22.3334 de Quattro: Krisenzentren gegen GewaltPolitik, CH

    Motion von beiden Räten angenommen (NR 22.09.2022, SR 13.03.2023); Umsetzung über OHG-Revision 25.080....

  5. Bundesratsgeschäft 25.080: Teilrevision Opferhilfegesetz mit kostenloser rechtsmedizinischer DokumentationWeiteres, CH

    Gesetzgebungsprojekt: Nationalrat (Erstrat) hat am 03.06.2026 angenommen; Ständerat hängig, RK-S am...

Zürich schaut hin, Bern schaut hin, Mille Grazie

belegt5 Einträge, 2021 bis 2025Vorbild und Übernahme, Folgegeschäft

Bern übernahm 2023 Slogan und Meldetool aus Zürich. «Give your Skin a Voice» verband «Zürich schaut hin» mit Grossanlässen. Das Berner Pilotprojekt «Mille Grazie» wird nach dem Postulat Osmani/Hodel geprüft, das der Stadtrat 2026 erheblich erklärte.

  1. Zürich: «Zürich schaut hin» mit Meldetool und Werkzeugkoffer für Bars und ClubsKampagnen, ZH

    Kein Verfahren; städtisches Präventionsprojekt.

  2. Bern: Pilotprojekt «Mille Grazie» schult Clubpersonal gegen sexualisierte GewaltKampagnen, BE

    Kein Verfahren. Das Pilotprojekt läuft, seine Weiterführung ist offen. Postulat 2025.SR.0163 vom...

  3. Bern: Kampagne «Bern schaut hin» mit Teilprojekt NachtlebenKampagnen, BE

    Kein Verfahren; städtische Kampagne.

  4. Berner Postulat Osmani/Hodel: «Mille Grazie» weiterführen, Awareness-Kampagne in Clubs, Präventionswissen als BewilligungspflichtPolitik, BE

    Postulat eingereicht am 22. Mai 2025; das Büro des Stadtrats lehnte die Dringlichkeit ab. Der Gemeinderat...

Basel: Bericht zum Anzug Braun vom 18.12.2024

belegt4 Einträge, 2021 bis 2024Gleiche Quelle, Folgegeschäft

Auf den Anzug Braun antwortete der Regierungsrat mit einem Bericht. Darin nennt er die Testarmbänder, die Kampagne «Gut ausgegangen?», «Ist Luisa hier?» und das Awareness-Konzept mit dem Imagine-Festival. Er hält zudem fest, dass diese Massnahmen isoliert umgesetzt werden.

  1. Basler Polizei verteilt GHB-Testarmbänder, später wegen Unzuverlässigkeit eingestelltKampagnen, BS

    Kein Verfahren; polizeiliche Präventionsmassnahme, nach 2022 eingestellt.

  2. Basler Anzug Braun: Kampagne gegen sexualisierte Gewalt, «Luisa» neu pushen, K.O.-Armbänder besser kommunizierenPolitik, BS

    Anzug am 15. Dezember 2022 überwiesen. Der Regierungsrat beantragt mit Bericht 22.5473.02 vom 18. Dezember...

  3. SKP und Polizeikorps lancieren «Gut ausgegangen?» für ein sicheres NachtlebenKampagnen, CH

    Kein Verfahren; nationale Präventionskampagne der SKP mit kantonalen und städtischen Polizeikorps.

  4. Opferhilfe beider Basel: «Ist Luisa hier?» und Awareness-Konzept mit dem Imagine-FestivalKampagnen, BS, BL

    Kein Verfahren. Der Regierungsrat BS beantragte, den Anzug Braun stehen zu lassen; das Zuger Postulat war...

Neuenburg im Herbst 2021: Ermittlung, Interpellation, Bilanz, Boykott

belegt4 Einträge, 2021Fall führt zu Vorstoss

Vier Tage nach der Nacht in der Case à Chocs (20./21.11.2021) reichte die Fraktion VertPOP die Interpellation 21.220 ein. Darin verweist sie auf Boykottkampagnen gegen Nachtlokale. Am 8.12.2021 zog Staatsrat Ribaux Bilanz: drei Anzeigen und kein erwiesener Fall. Das Bikini Test kommt sowohl in der Bilanz als auch im Boykottaufruf vor. Offen bleibt, ob die Interpellation von Combremont und Dutoit (Grüne), die Ribaux erwähnt, mit 21.220 identisch ist (Arbeitshypothese).

  1. Neuenburg: Drei Personen in der Case à Chocs mutmasslich mit GHB betäubtErmittlungen, NE

    Polizeiliche Ermittlung gegen Unbekannt, Stand November 2021. Tatverdächtige sind nicht bekannt, ein...

  2. Neuenburger Grosser Rat: Interpellation «Intoxications au GHB à Neuchâtel»Politik, NE

    Parlamentarischer Vorstoss (Interpellation mit Dringlichkeitsantrag), eingereicht am 25. November 2021,...

  3. Neuenburg: Drei Anzeigen, kein nachgewiesener GHB-FallBerichte, NE

    Drei Strafanzeigen eingereicht; kein Fall nachgewiesen; keine Angaben zu Tatverdächtigen (Stand 8.12.2021).

Regulierung GHB und GBL: Motion 2009, Verordnung 2011, Bundesgericht 2014, BAG 2025

belegt4 Einträge, 2009 bis 2025Vorstoss und Verordnung, Urteil zur Auslegung

Bei der Motion Barthassat kündigte der Bundesrat 2009 Lösungen über die Revision der Verordnungen an. Die BetmVV-EDI trat 2011 in Kraft und nimmt GBL nur bei industrieller Verwendung aus. Das Bundesgericht hielt 2014 fest, GBL sei schon nach altem Recht erfasst gewesen, und verweist auf ein BAG-Faktenblatt. Das BAG-Faktenblatt 2025 bestätigt die heutige Rechtslage.

  1. Motion 09.3945 Barthassat: 1,4-Butandiol auf die Betäubungsmittelliste, Bundesrat lehnt abPolitik, CH

    Parlamentarisches Geschäft, erledigt (Status Curia Vista 30.09.2011); Bundesrat beantragte am 18.11.2009...

  2. BetmVV-EDI tritt in Kraft: GHB kontrolliert, GBL nur bei industrieller Verwendung ausgenommenWeiteres, CH

    Geltendes Bundesrecht, in Kraft seit 1. Juli 2011; GBL-Zusatz unverändert in der Fassung Stand 13. März 2026.

  3. GBL als Betäubungsmittel: Bundesgericht bestätigt vier Jahre für Handel mit 814 LiternUrteile, AG

    rechtskräftig; Beschwerde vom Bundesgericht abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (BGer 6B_1067/2013...

Vom Urteil 8C_548/2023 über die Interpellation zur UVG-Revision

belegt4 Einträge, 2024 bis 2026Urteil führt zu Vorstoss und Gesetzesrevision

Das Bundesgericht verneinte bei einem betäubten Opfer einen Unfall. Porchet nahm das Urteil in der Interpellation 25.3072 auf, und der Bundesrat sagte zu, eine Anpassung zu prüfen. Am 1.4.2026 eröffnete er die Vernehmlassung zu Art. 6 Abs. 3 UVG. Die SP nennt 8C_548/2023 als Auslöser, die Suva unterstützt die Anpassung. Porchet bezeichnet ihre Interpellation selbst als Anstoss. Belegt ist die ganze Kette, vom Urteil bis zur Vorlage.

  1. Keine UVG-Leistungen nach Schändung unter Betäubung: Bundesgericht verneint SchreckereignisUrteile, ZH

    rechtskräftig (letztinstanzliches Urteil des Bundesgerichts); Strafverfahren gegen die unbekannte...

  2. Interpellation 25.3072 Porchet: Opfer sexueller Gewalt im UVG nach BGer-Urteil 8C_548/2023Politik, CH

    Interpellation, Stellungnahme des Bundesrats vom 21.05.2025 liegt vor. Prüfzusage zur Anpassung der...

  3. Bundesrat will Folgen sexueller Übergriffe auf Betäubte als Unfall versichern («Nach Fall Pelicot»)Politik, CH

    Vernehmlassung vom 1.4. bis 7.7.2026 abgeschlossen; EDI wertet die Stellungnahmen aus (Stand Beobachter...

  4. Blick Romandie: Porchet zu Versicherungsschutz bei chemischer Unterwerfung und «Dutzenden vergleichbaren Dossiers»Politik, VD (Bund)

    Parlamentarischer Vorstoss (Interpellation, Geschäftsnummer nicht genannt). Laut Blick plant der Bundesrat...

Zürcher Forensic Nurses als Referenzmodell

belegt4 Einträge, 2021 bis 2025Vorbild und Folgegeschäft

Auf den ADFN beziehen sich mehrere Einträge: die Antwort des Regierungsrats (RRB 615/2025), die Stellungnahme des Stadtrats Luzern und die Fristerstreckung für die Motion Rigoni. Diese Fristerstreckung beantragte der Regierungsrat ausdrücklich mit Hinweis auf das Pilotprojekt.

  1. ZH Motion 323/2021 Rigoni: Einrichtung von Krisenzentren für Opfer sexueller GewaltPolitik, ZH

    Motion am 18.03.2024 überwiesen; Frist für Bericht und Antrag am 16.03.2026 bis 18.03.2027 erstreckt....

  2. Zürich: Aufsuchender Dienst Forensic Nurses (ADFN), Spurensicherung ohne AnzeigeBerichte, ZH

    nicht anwendbar (Behördenangebot); Pilotbetrieb bis Ende 2026, ab 2027 Dauerbetrieb gemäss RRB 430/2026

  3. Luzern: Keine strukturierte vertrauliche Spurensicherung, Postulat erheblich erklärtBerichte, LU

    nicht anwendbar (parlamentarisches Geschäft; Postulat am 27. November 2025 entgegen Antrag des Stadtrats...

Anzeigehürden: Postulate 22.4565 und 22.4566 sowie Interpellation 25.3070

belegt3 Einträge, 2022 bis 2025Folgegeschäft (Bund)

Die beiden gleichlautenden Postulate lösten einen Forschungsauftrag aus. Darauf verweist der Bundesrat in seiner Antwort zur Interpellation 25.3070 über Laborkosten und den Zugang zur Justiz.

  1. Postulat 22.4565 von Falkenstein: Was brauchen Opfer von sexualisierter Gewalt?Politik, CH

    Postulat vom Nationalrat am 04.05.2023 angenommen (138 zu 49). Stand Curia Vista: «Berichterstattung zum...

  2. Postulat 22.4566 Funiciello: Was brauchen Opfer von sexualisierter Gewalt?Politik, CH

    Postulat am 04.05.2023 vom Nationalrat angenommen und dem Bundesrat überwiesen. Seit 01.04.2026 lautet der...

  3. Interpellation 25.3070 Porchet: Zugang zur Justiz für Opfer chemischer UnterwerfungPolitik, CH

    Interpellation, Stellungnahme des Bundesrats vom 14.05.2025 liegt vor. Im Nationalrat noch nicht behandelt...

Frankreich: Josso, Guerriau, Regierungsmission, Kostenübernahme

belegt3 Einträge, 2025 bis 2026Fall führt zu Vorstoss und Gesetzesrevision

Josso zeigte Guerriau Ende 2023 an. Daraus entstand die Regierungsmission Josso/Guillotin mit 50 Empfehlungen. Auf einen Änderungsantrag von Josso geht der Pilot zurück, mit dem die Krankenversicherung seit 2026 Analysen ohne Anzeige bezahlt. Guerriau wurde im Januar 2026 erstinstanzlich verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung.

  1. Frankreich: Regierungsmission Josso/Guillotin legt 50 Empfehlungen zur chemischen Unterwerfung vorBerichte, international (Frankreich)

    Bericht im Auftrag der Regierung vom 12. Mai 2025, ohne Bindungswirkung. Seit 1. Juli 2025 läuft gestützt...

  2. Frankreich: Krankenversicherung übernimmt toxikologische Analysen ohne Strafanzeige (Pilot in drei Regionen)Weiteres, international (Frankreich)

    In Kraft seit 1.1.2026 als befristetes Experiment (3 Jahre) in drei Regionen, Ausweitung auf Guadeloupe...

  3. Frankreich: Ex-Senator wegen Betäubung der Abgeordneten Sandrine Josso erstinstanzlich verurteiltPolitik und Drogen, international (Frankreich)

    Erstinstanzliches Urteil des Tribunal correctionnel de Paris vom 27. Januar 2026, ohne vorläufige...

Freiburger Weisung 1.17 als Vorbild in der Waadt

belegt3 Einträge, 2022 bis 2026Vorbild und Vorstoss

Thalmann verlangt in ihrer Interpellation das Freiburger Modell. Der Staatsrat lehnt eine eigene Weisung ab (25_REP_24). Graff verweist 2026 ihrerseits auf die Interpellation Thalmann.

  1. Freiburg: Koordiniertes Verfahren und Weisung 1.17 bei Verdacht auf GHB-IntoxikationBerichte, FR

    Behördliche Weisung (Directive n° 1.17 des Generalstaatsanwalts FR), in Kraft seit 24. Juni 2022.

  2. Waadt: Interpellation Thalmann fordert Freiburger Modell; Staatsrat lehnt eigene Weisung abPolitik, VD

    Interpellation eingereicht am 18. Dezember 2024 und am 14. Januar 2025 dem Staatsrat überwiesen. Der...

  3. VD 26_INT_136 Interpellation Graff: Chemische Unterwerfung im Privaten, Kontrolle zweckentfremdeter MedikamentePolitik, VD

    Interpellation am 06.10.2026 an den Staatsrat überwiesen; Antwort ausstehend, Frist 04.01.2027.

Thomas Bläsi und das E-Rezept

belegt3 Einträge, 2024 bis 2025Gleiche Person, Folgegeschäft

Die Motion 25.3813 verweist auf Bläsis Motion 24.3836. Zu 24.3836 verweist der Bundesrat auf die laufende HMG-Revision mit E-Rezept, also das Geschäft 25.074. Der Nationalrat nahm 24.3836 gegen den Antrag des Bundesrats an.

  1. Motion 24.3836 Bläsi: Medikamentenmissbrauch zur chemischen Unterwerfung von OpfernPolitik, CH

    Vom Nationalrat am 14.09.2026 angenommen (122 zu 73), entgegen dem Antrag des Bundesrats. Seit 06.10.2026...

  2. Motion 25.3813 Bläsi: Eindämmung des Schwarzmarktes von psychotropen Substanzen, Off-Label-VerschreibungenPolitik, CH

    Motion im Nationalrat hängig. Der Bundesrat beantragt am 03.09.2025 die Ablehnung. Im Rat ist die Motion...

  3. Bundesratsgeschäft 25.074: Heilmittelgesetz Revision 3a, Pflicht zum E-RezeptWeiteres, CH

    Gesetzgebungsprojekt: Beide Räte haben in der Gesamtabstimmung zugestimmt, die Differenzbereinigung ist...

Deutschland: BGH-Beschluss führt zum Gesetzentwurf

belegt2 Einträge, 2024 bis 2026Urteil führt zu Gesetzesrevision

Nach BGH 5 StR 382/24 sind K.O.-Tropfen kein gefährliches Werkzeug. Darauf folgten die Initiativen aus Berlin und Nordrhein-Westfalen und der Regierungsentwurf vom 13.5.2026, der eine Mindeststrafe von fünf Jahren vorsieht. Beide Einträge verweisen aufeinander.

  1. Deutschland: BGH, K.O.-Tropfen sind kein «gefährliches Werkzeug»Urteile, international (Deutschland)

    Letztinstanzlicher Revisionsbeschluss des BGH vom 8.10.2024 (5 StR 382/24). Der Ausgang des zugrunde...

  2. Deutschland: Gesetzentwurf, K.O.-Tropfen sollen wie Waffe gelten (Mindeststrafe fünf Jahre)Politik, international (Deutschland)

    Regierungsentwurf (BT-Drs. 21/7560) im Bundestag hängig: 1. Lesung 23.9.2026, Anhörung im Rechtsausschuss...

Rechtsmedizinische Dokumentation: Postulat 14.4026 und Interpellation 19.4135

belegt2 Einträge, 2014 bis 2019Folgegeschäft (Bund)

In seiner Antwort auf die Interpellation 19.4135 zur vertraulichen Spurensicherung verweist der Bundesrat auf den Bericht zum Postulat 14.4026. Beide Einträge belegen diesen Bezug.

Waadtländer Interpellation Graff und Motion Bläsi

Arbeitshypothese2 Einträge, 2024 bis 2026Vorstoss mit Bezug auf Bundesvorstoss

Die Interpellation Graff nimmt ausdrücklich Bezug auf eine Motion von Nationalrat Bläsi. Inhaltlich (Rezepte, Mehrfachbezug) liegt die Zuordnung zu 24.3836 nahe. Die Geschäftsnummer steht aber nicht in der Quelle, die Zuordnung ist deshalb eine Arbeitshypothese.

  1. Motion 24.3836 Bläsi: Medikamentenmissbrauch zur chemischen Unterwerfung von OpfernPolitik, CH

    Vom Nationalrat am 14.09.2026 angenommen (122 zu 73), entgegen dem Antrag des Bundesrats. Seit 06.10.2026...

  2. VD 26_INT_136 Interpellation Graff: Chemische Unterwerfung im Privaten, Kontrolle zweckentfremdeter MedikamentePolitik, VD

    Interpellation am 06.10.2026 an den Staatsrat überwiesen; Antwort ausstehend, Frist 04.01.2027.

Vom Bericht zum Presserat oder Gericht

Berichte, die Beschwerden, Urteile oder weitere Berichte nach sich zogen, und Medienhäuser, die im Bestand mehrfach vorkommen. 11 Stränge, 8 davon belegt.

Medienhaus Ringier (Blick, Schweizer Illustrierte)

belegt12 Einträge, 2014 bis 2026Gleiches Medienhaus

Der Zuger Fall zieht sich bei Ringier über zwölf Jahre: Berichterstattung 2014 und 2015, drei Presserat-Stellungnahmen 2016, Löschung aus der SMD 2019, Persönlichkeitsverletzung festgestellt 2019 und 2020, Entschuldigung 2020, Gewinnherausgabe 2022 bis 2026 (zweitinstanzlich, nicht rechtskräftig).

  1. Blick-Frontseite «Hat er sie geschändet?» mit Namen und Bildern beider BeteiligtenKampagnen, ZG

    Presserat: Verletzung von Ziffer 7 festgestellt (Stellungnahme 9/2016 vom 19.05.2016). Zivilrechtlich: Das...

  2. Blick-Serie Dezember 2014 bis Januar 2015: K.O.-Verdacht, Gerücht und Dementi in FolgeKampagnen, ZG

    Presserat 10/2016 (19.5.2016): Die Beschwerde wurde teilweise gutgeheissen. Verletzt sind Ziffer 1...

  3. Presserat 10/2016: Blick verletzt Wahrheitspflicht, Anhörungspflicht und Privatsphäre (Beschwerde Hürlimann)Presserat, ZG

    Presserat-Stellungnahme 10/2016 vom 19.5.2016, Beschwerde teilweise gutgeheissen. Das Strafverfahren gegen...

  4. Presserat 11/2016: Schweizer Illustrierte, Interview «Sex unter Alkohol geht nie gut», nicht eingetretenPresserat, ZG

    Presserat: Nichteintreten (Art. 11 Abs. 1 Geschäftsreglement, offensichtlich unbegründet), Stellungnahme...

  5. Presserat 9/2016: «Blick» verletzt Opferschutz und Intimsphäre (Beschwerde Spiess-Hegglin)Presserat, ZG

    Presserat-Stellungnahme 9/2016 vom 19.5.2016, Beschwerde gutgeheissen; berufsethische Feststellung ohne...

  6. Presserat kritisiert Ringier für Löschung von über 200 Blick-Artikeln aus der MediendatenbankPresserat, CH

    Erklärung des Presseratspräsidiums, keine Stellungnahme in einem Beschwerdeverfahren.

  7. Kantonsgericht Zug: Blick-Erstartikel verletzt Intimsphäre, 20'000 Franken GenugtuungUrteile, ZG

    Erstinstanzlich (Kantonsgericht Zug, publiziert 10.5.2019). Auf Berufung von Ringier bestätigte das...

  8. Obergericht Zug bestätigt Persönlichkeitsverletzung durch «Blick»Urteile, ZG

    Rechtskräftig (gemäss Parteiquelle; Ringier zog nicht weiter).

  9. Öffentliche Entschuldigung von Ringier-CEO Marc Walder im BlickWeiteres, CH

    Freiwillige Erklärung. Das Zuger Obergericht lehnte es ab, Ringier zu einer Entschuldigung zu verpflichten.

  10. Kantonsgericht Zug, Teilentscheid: Gewinnherausgabeanspruch für vier Blick-Artikel bejahtUrteile, ZG

    Feststellung der Persönlichkeitsverletzung durch vier Blick-Artikel rechtskräftig (Beobachter, 28.1.2025)....

  11. Kantonsgericht Zug: Ringier muss 309'531 Franken Gewinn aus vier Blick-Artikeln herausgebenUrteile, ZG

    Erstinstanzliches Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 22.1.2025. Ringier erhob Berufung, und das...

  12. Obergericht Zug reduziert Gewinnherausgabe auf 139'228 Franken, Anspruch bestätigtUrteile, ZG

    Zweitinstanzlich entschieden, nicht rechtskräftig. Den Weiterzug ans Bundesgericht nennt nur die...

Medienhaus TX Group / Tamedia

belegt8 Einträge, 2015 bis 2026Gleiches Medienhaus

In mehreren Einträgen treten Titel von Tamedia beziehungsweise der TX Group (Tages-Anzeiger, 20 Minuten, SonntagsZeitung) oder ihre Journalistinnen auf. Laut WOZ übernahm «20 Minuten» 2015 das «Techtelmechtel» ungeprüft. Weiter dazu gehören die Meme-Berichterstattung 2021 und die Beschwerde einer Tamedia-Journalistin gegen CH Media 2022. Michèle Binswanger, Journalistin bei Tamedia, wurde 2026 wegen eines eigenen Tweets von 2020 rechtskräftig verurteilt; diese Verurteilung betrifft sie persönlich, nicht das Medienhaus.

  1. Presserat 61/2020: «das Lamm» verletzt Wahrheitspflicht gegenüber Michèle Binswanger, Gegendarstellung nicht Sache des PresseratsPresserat, CH

    Presseratspräsidium, Stellungnahme 61/2020 vom 17. August 2020: teilweise gutgeheissen (Ziffer 1 verletzt;...

  2. Republik: «Die Zerstörungsmaschine», Analyse von acht TX-Artikeln zum Reitschule-MemeBerichte, CH

    Nicht anwendbar (Medienanalyse). Laut Artikel musste die SonntagsZeitung eine Gegendarstellung abdrucken.

  3. Bundesgericht tritt nicht auf Beschwerde im Buchstreit ein (5A_824/2021)Urteile, ZG

    Nichteintreten (BGer 5A_824/2021 vom 25.1.2022), rechtskräftig. Die Beschwerde an den EGMR (Art. 6 und 8...

  4. Presserat 28/2022: CH Media hätte Tamedia-Journalistin anhören müssenPresserat, ZG

    Presserat, 1. Kammer: Beschwerde gutgeheissen (Sitzung vom 20.6.2022, publiziert 26.8.2022). Richtlinie...

  5. Presserat 36/2022 und 37/2022: Beschwerden von Netzcourage gegen «20 Minuten» und «Tages-Anzeiger» abgewiesenPresserat, BE

    Presserat, 3. Kammer, Sitzung vom 6.7.2022: beide Beschwerden abgewiesen (Ziffern 1 und 3 der «Erklärung»...

  6. Michèle Binswanger wegen Verleumdung rechtskräftig verurteilt (BGer 6B_747/2025)Urteile, BS

    Rechtskräftig. Bundesgericht, 2.6.2026: Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (6B_747/2025).

Vom Medienbericht zum Presserat: drei Beschwerden zum Zuger Fall

belegt6 Einträge, 2014 bis 2016Medienbericht führt zu Presserat

Zur Blick-Frontseite vom 24.12.2014 stellte der Presserat in 9/2016 eine Verletzung von Ziffer 7 fest. Bei der Blick-Serie bis 6.1.2015 hiess er die Beschwerde in 10/2016 teilweise gut. Auf die Beschwerde gegen das Interview der Schweizer Illustrierten vom 5.1.2015 trat er in 11/2016 nicht ein, alle drei Stellungnahmen datieren vom 19.5.2016. Die Medieneinträge und die Presserat-Einträge nennen sich jeweils gegenseitig.

  1. Blick-Frontseite «Hat er sie geschändet?» mit Namen und Bildern beider BeteiligtenKampagnen, ZG

    Presserat: Verletzung von Ziffer 7 festgestellt (Stellungnahme 9/2016 vom 19.05.2016). Zivilrechtlich: Das...

  2. Blick-Serie Dezember 2014 bis Januar 2015: K.O.-Verdacht, Gerücht und Dementi in FolgeKampagnen, ZG

    Presserat 10/2016 (19.5.2016): Die Beschwerde wurde teilweise gutgeheissen. Verletzt sind Ziffer 1...

  3. Mythos «Alkohol statt K.-o.-Tropfen» in der Zuger BerichterstattungWeiteres, ZG

    Nicht anwendbar (Deutungsmuster). Presserat 10/2016 vom 19.5.2016: Beschwerde gegen «Blick» teilweise...

  4. Presserat 10/2016: Blick verletzt Wahrheitspflicht, Anhörungspflicht und Privatsphäre (Beschwerde Hürlimann)Presserat, ZG

    Presserat-Stellungnahme 10/2016 vom 19.5.2016, Beschwerde teilweise gutgeheissen. Das Strafverfahren gegen...

  5. Presserat 11/2016: Schweizer Illustrierte, Interview «Sex unter Alkohol geht nie gut», nicht eingetretenPresserat, ZG

    Presserat: Nichteintreten (Art. 11 Abs. 1 Geschäftsreglement, offensichtlich unbegründet), Stellungnahme...

  6. Presserat 9/2016: «Blick» verletzt Opferschutz und Intimsphäre (Beschwerde Spiess-Hegglin)Presserat, ZG

    Presserat-Stellungnahme 9/2016 vom 19.5.2016, Beschwerde gutgeheissen; berufsethische Feststellung ohne...

Persönlichkeitsverletzung: Kantonsgericht, Obergericht, Entschuldigung

belegt5 Einträge, 2014 bis 2020Medienbericht führt zu Zivilurteil

Das Kantonsgericht Zug stellte 2019 fest, dass der Blick-Erstartikel die Persönlichkeit schwer verletzt hatte, das Obergericht Zug bestätigte dies 2020. Danach entschuldigte sich Ringier-CEO Marc Walder freiwillig. Laut Republik hatte Ringier schon vor dem Urteil eine Entschuldigung und 150'000 Franken angeboten, falls die Klage zurückgezogen werde.

  1. Blick-Frontseite «Hat er sie geschändet?» mit Namen und Bildern beider BeteiligtenKampagnen, ZG

    Presserat: Verletzung von Ziffer 7 festgestellt (Stellungnahme 9/2016 vom 19.05.2016). Zivilrechtlich: Das...

  2. Kantonsgericht Zug: Blick-Erstartikel verletzt Intimsphäre, 20'000 Franken GenugtuungUrteile, ZG

    Erstinstanzlich (Kantonsgericht Zug, publiziert 10.5.2019). Auf Berufung von Ringier bestätigte das...

  3. Obergericht Zug bestätigt Persönlichkeitsverletzung durch «Blick»Urteile, ZG

    Rechtskräftig (gemäss Parteiquelle; Ringier zog nicht weiter).

  4. Öffentliche Entschuldigung von Ringier-CEO Marc Walder im BlickWeiteres, CH

    Freiwillige Erklärung. Das Zuger Obergericht lehnte es ab, Ringier zu einer Entschuldigung zu verpflichten.

Am selben Tag unterschiedlich identifiziert: SDA und Blick am 24.12.2014

belegt4 Einträge, 2014 bis 2016Gleicher Sachverhalt, gegensätzliche Praxis

Am selben Tag nannte die SDA die Frau nicht, der «Blick» identifizierte beide Beteiligten mit Namen und Bild. Laut WOZ hatte «Zentralplus» schon am 23.12. ohne Namen berichtet. Der Presserat beurteilte die Identifizierung durch den «Blick» als Verletzung von Ziffer 7. Einordnung der Redaktion: Die SDA-Meldung zeigt, dass eine Berichterstattung ohne Identifizierung möglich war.

  1. Blick-Frontseite «Hat er sie geschändet?» mit Namen und Bildern beider BeteiligtenKampagnen, ZG

    Presserat: Verletzung von Ziffer 7 festgestellt (Stellungnahme 9/2016 vom 19.05.2016). Zivilrechtlich: Das...

  2. Erste SDA-Meldung zur Zuger Landammannfeier: Verdacht auf K.O.-Tropfen, Frau nicht genanntBerichte, ZG

    Zum Zeitpunkt der Meldung lief eine Strafuntersuchung von Amts wegen. Das Verfahren gegen den Kantonsrat...

  3. Presserat 9/2016: «Blick» verletzt Opferschutz und Intimsphäre (Beschwerde Spiess-Hegglin)Presserat, ZG

    Presserat-Stellungnahme 9/2016 vom 19.5.2016, Beschwerde gutgeheissen; berufsethische Feststellung ohne...

Michèle Binswanger und der Buchstreit

belegt4 Einträge, 2020 bis 2026Gleiche Person, gleiches Medienhaus

Michèle Binswanger, Journalistin bei Tamedia, ist in drei Einträgen namentlich genannt: als Beschwerdeführerin gegen «das Lamm», als Beschwerdegegnerin im Buchstreit und als rechtskräftig wegen Verleumdung Verurteilte. Der Presserat-Entscheid 28/2022 nennt sie nicht namentlich; er betrifft CH-Media-Artikel zum Bundesgerichtsverfahren um ein Buchprojekt. Dass es derselbe Buchstreit ist, ist aus dem Gegenstand erschlossen und bleibt Arbeitshypothese.

  1. Presserat 61/2020: «das Lamm» verletzt Wahrheitspflicht gegenüber Michèle Binswanger, Gegendarstellung nicht Sache des PresseratsPresserat, CH

    Presseratspräsidium, Stellungnahme 61/2020 vom 17. August 2020: teilweise gutgeheissen (Ziffer 1 verletzt;...

  2. Bundesgericht tritt nicht auf Beschwerde im Buchstreit ein (5A_824/2021)Urteile, ZG

    Nichteintreten (BGer 5A_824/2021 vom 25.1.2022), rechtskräftig. Die Beschwerde an den EGMR (Art. 6 und 8...

  3. Presserat 28/2022: CH Media hätte Tamedia-Journalistin anhören müssenPresserat, ZG

    Presserat, 1. Kammer: Beschwerde gutgeheissen (Sitzung vom 20.6.2022, publiziert 26.8.2022). Richtlinie...

  4. Michèle Binswanger wegen Verleumdung rechtskräftig verurteilt (BGer 6B_747/2025)Urteile, BS

    Rechtskräftig. Bundesgericht, 2.6.2026: Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (6B_747/2025).

RSI und die Tessiner Fälle

Arbeitshypothese4 Einträge, 2018 bis 2022Medienbericht mit Fallverweis

RSI verlinkte 2021 den Fall Castione. Die Quellen zum Castione-Eintrag nennen RSI nicht, und der Eintrag hat eine frühere RSI-Angabe ausdrücklich nicht übernommen. Die Tessiner Polizei erklärte 2018, es gebe keine erwiesenen Fälle. Zur selben Zeit lief das Verfahren Gordola, in dem auf die «droga dello stupro» geprüft wurde. Ob die Polizei diesen Fall bei ihrer Aussage mitbedachte, ist nicht belegt.

  1. Tessiner Kantonspolizei: keine erwiesenen Fälle von «droga dello stupro»Berichte, TI

    Medienbericht. Es gibt keine Anzeige und kein Verfahren.

  2. Gordola/Bellinzonese: Verdacht auf «droga dello stupro», Verurteilung wegen Ausnutzung der WiderstandsunfähigkeitUrteile, TI

    Verurteilung im abgekürzten Verfahren (Mai 2019, laut RSI). Rechtskraft in den Quellen nicht ausdrücklich...

  3. RSI: «La droga dello stupro in Romandia», Gerüchte ohne bestätigte FälleBerichte, TI (Bericht über Romandie)

    Medienbericht (RSI, 5. November 2021, aktualisiert am 20. November 2024). Es gibt kein Verfahren zum...

  4. Castione (TI): Sexuelle Handlungen mit einer widerstandsunfähigen Person in Diskothek, Schuldspruch 2021, 2022 bestätigtUrteile, TI

    Erstinstanzlich verurteilt (Corte delle Assise criminali, 22.3.2021), vom Berufungsgericht am 23.8.2022...

Löschung aus der Schweizer Mediendatenbank 2019

belegt3 Einträge, 2014 bis 2020Gleiches Medienhaus, Folgestreit

Ringier liess über 200 Blick-Artikel aus der SMD entfernen. Ringier begründete das selbst damit, eine mögliche Gewinnherausgabe zeitlich einzugrenzen. Dass die Löschung die Blick-Artikel betraf und der Presserat sie kritisierte, belegen die Einträge zur Blick-Serie und zur Kritik des Presserats. Auch Presserat 16/2020 behandelt einen Medienwoche-Text zu dieser Löschung.

  1. Blick-Serie Dezember 2014 bis Januar 2015: K.O.-Verdacht, Gerücht und Dementi in FolgeKampagnen, ZG

    Presserat 10/2016 (19.5.2016): Die Beschwerde wurde teilweise gutgeheissen. Verletzt sind Ziffer 1...

  2. Presserat kritisiert Ringier für Löschung von über 200 Blick-Artikeln aus der MediendatenbankPresserat, CH

    Erklärung des Presseratspräsidiums, keine Stellungnahme in einem Beschwerdeverfahren.

  3. Presserat 16/2020: Nichteintreten im Streit um Leserkommentar zum Medienwoche-Text «Ringier darf eigene Titel löschen»Presserat, CH

    Presserat: Nichteintreten (Stellungnahme 16/2020 vom 9.4.2020); keine Verletzung festgestellt, materielle...

Vevey-Fall in der RTS-Sendung «Temps présent»

Arbeitshypothese3 Einträge, 2019 bis 2025Medienrezeption eines Urteils

Die RTS-Quellen beschreiben einen Unternehmer aus der Region Vevey. Er betäubte über Jahre mehrere Frauen, darunter seine Tochter, und wurde 2019 zu zwölf Jahren verurteilt. Diese Eckdaten stimmen mit dem Waadtländer Urteil überein. Die Urteilsquellen nennen aber keinen Beruf, und RTS nennt keine Verfahrensnummer.

  1. Vevey: Zwölf Jahre Freiheitsstrafe für Mann, der Angehörige mit Schlafmitteln und Äther betäubte und missbrauchteUrteile, VD

    Rechtskräftig. Erstinstanzliches Urteil des Tribunal criminel de l'arrondissement de l'Est vaudois vom...

  2. Bundesgericht bestätigt zwölf Jahre Freiheitsstrafe in Waadtländer Fall von Vergewaltigung unter BetäubungUrteile, VD

    Rechtskräftig: Das Bundesgericht wies die Beschwerde am 20. Januar 2020 ab, die Freiheitsstrafe von zwölf...

  3. RTS «Temps présent» und RSI: Betroffene chemischer Unterwerfung in der Schweiz brechen das SchweigenBerichte, Westschweiz, Tessin, BE, VD

    Medienbericht. Genannte Verfahren: Verurteilung im Kanton VD 2019 zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe, eine...

Biel 2024: der Bieler Prozess in zwei 20-Minuten-Artikeln

belegt2 Einträge, 2024Gleicher Prozess, gleiches Medium

Der Bericht zu St. Gallen vom 5.2.2024 zitiert einen Experten aus dem Bieler Prozess. Im Bericht zum Bieler Urteil vom 2.2.2024 erklärt ein Experte, man habe nie getestet. In beiden Artikeln ist der Experte nicht namentlich genannt; ob es dieselbe Person ist, bleibt Arbeitshypothese.

  1. Regionalgericht Biel: 8,5 Jahre, Gericht hält Beimischung in Getränke für erwiesenUrteile, BE

    Urteil erstinstanzlich vom 2. Februar 2024, gemäss Quelle nicht rechtskräftig, Weiterzug ans Obergericht...

Fall Pelicot und RTS «Temps présent»

Arbeitshypothese2 Einträge, 2024 bis 2025Medienrezeption

Der RTS-Eintrag führt «Mazan» als Schlagwort und nennt die direkte Rezeption von Pelicot als Verbindung. Ob die Sendung den Fall ausdrücklich behandelt, zeigt die Zusammenfassung des Eintrags aber nicht.

  1. Urteil von Avignon im Fall Pelicot (Mazan): 51 Schuldsprüche, 20 Jahre für den HauptangeklagtenUrteile, international (Frankreich)

    Hauptangeklagter: rechtskräftig verurteilt (20 Jahre, Verzicht auf Berufung). Mitangeklagte:...

  2. RTS «Temps présent» und RSI: Betroffene chemischer Unterwerfung in der Schweiz brechen das SchweigenBerichte, Westschweiz, Tessin, BE, VD

    Medienbericht. Genannte Verfahren: Verurteilung im Kanton VD 2019 zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe, eine...

Dieselben Personen, Stellen und Stoffe

Wer oder was mehrfach vorkommt: Politikerinnen mit mehreren Vorstössen, Rechtsmedizin, Gerichte, Substanzen, Anlässe. 24 Stränge, 21 davon belegt.

CURML als wiederkehrende Instanz in der Romandie

belegt10 Einträge, 2010 bis 2026Gleiche Institution

Das CURML erscheint von 2010 bis 2026 in Verdachtsfällen, Urteilen, Studien, Behördenantworten und in der Genfer Konsultation. Seine Befunde flossen in mehrere Entscheide ein: GHB im physiologischen Bereich (Wallis), Substanzen medizinisch erklärt (Genf 2026), kein GHB beim Schulball 2010.

  1. Waadt 2010: CURML findet bei Schulball-Verdachtsfall kein GHBBerichte, VD

    Ein Strafverfahren wird in der Quelle nicht erwähnt. Laut Kantonspolizei Waadt (Brigade des mineurs et...

  2. RSI: «La droga dello stupro in Romandia», Gerüchte ohne bestätigte FälleBerichte, TI (Bericht über Romandie)

    Medienbericht (RSI, 5. November 2021, aktualisiert am 20. November 2024). Es gibt kein Verfahren zum...

  3. Wallis: GHB-Verdacht am Arbeitsplatz, Haaranalyse negativ, Freispruch von Vergewaltigung bestätigtUrteile, VS

    Freispruch von sexueller Nötigung und Vergewaltigung im Berufungsverfahren bestätigt (Kantonsgericht VS,...

  4. CURML/CHUV: Systematische GHB-Suche in 815 forensischen Proben 2021 (Waadt)Wissen, VD

    nicht anwendbar (wissenschaftlicher Synthesebericht, keine Verfahrensdaten)

  5. Jura: Regierung beantwortet Schriftliche Frage zu GHB-Intoxikationen (QE 3435)Politik, JU

    Parlamentarischer Vorstoss am 1. Februar 2022 beantwortet. Zum erwähnten Fall von 2020 lief damals eine...

  6. Waadt: Interpellation Thalmann fordert Freiburger Modell; Staatsrat lehnt eigene Weisung abPolitik, VD

    Interpellation eingereicht am 18. Dezember 2024 und am 14. Januar 2025 dem Staatsrat überwiesen. Der...

  7. Genf: Verdacht auf «soumission chimique» nach Motorradunfall nicht erhärtet, Einstellung bestätigtUrteile, GE

    Beschwerde gegen die Einstellung abgewiesen (ACPR/653/2026). Die Beschwerde in Strafsachen ans...

Project Medusa: Operation, Schweizer Nichtbeteiligung und Vorstösse

belegt9 Einträge, 2026Gleicher Anlass

Alle Einträge beziehen sich auf die Europol-Operation Medusa. Darauf folgten in der Schweiz eine Petition, ein Postulat und vier Fragen in der Fragestunde, alle eingereicht im September 2026. Österreich trat der Operation bei. In seinen Antworten hält der Bundesrat fest, eine Teilnahme setze aktuelle Fälle voraus, und fedpol erstelle dafür ein Lagebild. Zwei Einträge stützen sich auf dieselben Quellen (SRF 3.7., Blick 31.7., blue News 1.8.2026); es liegt also eine Doppelerfassung vor.

  1. Europol «Project Medusa»: erste europäische Operation gegen Online-Netzwerke für betäubungsgestützte SexualgewaltErmittlungen, international

    Ermittlungen in mehreren Staaten laufen. Seit April 2026 gab es 57 Festnahmen und 113...

  2. Project Medusa: SRF, Blick und blue News zu Betäubungs-Missbrauchsnetzwerken, Schweiz nicht beteiligtBerichte, CH

    Kein Verfahren. Vernehmlassung zur Unfallversicherung am 27.6.2026 abgeschlossen, parlamentarische...

  3. Schweiz beteiligt sich nicht an Medusa; Petition auf Campax mit über 30'000 UnterschriftenKampagnen, CH

    Petition/Kampagne, kein Verfahren. Über die fedpol-Stellungnahme hinaus ist keine behördliche Reaktion belegt.

  4. Österreich tritt Medusa bei; Grüne fordern Tatbestand für Besitz und Verbreitung von VergewaltigungsvideosErmittlungen, international (Österreich)

    Beitritt Österreichs zur Europol-Operation «Medusa» eingeleitet (Bestätigung des Bundeskriminalamts,...

  5. Postulat 26.4076 Schmaltz: Beteiligung am Europol-Projekt MEDUSAPolitik, CH

    Postulat eingereicht (Status per 28.10.2026: «Eingereicht»). Die Stellungnahme des Bundesrats steht aus,...

  6. Fragestunde 26.7982 Gantenbein: Bekämpfung von DFSA-Täternetzwerken (Projekt MEDUSA)Politik, CH

    Fragestunde, vom Bundesrat beantwortet, erledigt (28.09.2026).

  7. Fragestunde 26.8022 Bally: Rechtsgrundlagen der Kantone gegen Täter in Online-NetzwerkenPolitik, CH

    Fragestunde Nationalrat, vom Bundesrat am 28.09.2026 beantwortet, erledigt.

  8. Fragestunde 26.8024 Portmann: Zugang zu Therapie, Beratung und Betreuung bei DFSA-FällenPolitik, CH

    Fragestunde, Frage im Nationalrat. Erledigt am 28.09.2026 mit schriftlicher Antwort des Bundesrats (EJPD).

Forschende in mehreren Einträgen: Steuer, Liechti, Augsburger, Carron

belegt8 Einträge, 2016 bis 2026Gleiche Personen

Andrea E. Steuer (IRM Zürich) ist an den Biomarker-Studien 2022 und 2023 beteiligt und wird 2026 in 20 Minuten zitiert. Matthias E. Liechti (USB) ist Autor der Pharmakokinetik-Studie 2016 und der Übersicht 2019. Marc Augsburger und Pierre-Nicolas Carron haben die CURML-Studie 2022 und den Artikel zu Nadelstichen 2026 mitverfasst. Augsburger äusserte sich ausserdem 2021 gegenüber RTS zu den Lausanner Gerüchten.

  1. CURML/CHUV: Systematische GHB-Suche in 815 forensischen Proben 2021 (Waadt)Wissen, VD

    nicht anwendbar (wissenschaftlicher Synthesebericht, keine Verfahrensdaten)

  2. Lausanne subventioniert 4'000 Glasdeckel «Drink Watch» für Bars und ClubsKampagnen, VD

    Kein Verfahren; städtisch finanzierte Präventionsmassnahme.

  3. 20 Minuten 2026: IRM Zürich zu GHB-Nachweis und SymptomenBerichte, ZH

    Hintergrundfall: Anklage gegen einen ehemaligen Aargauer Grossrat erhoben, nicht rechtskräftig beurteilt,...

IRM Zürich und die Haaranalyse als Standardinstrument

belegt8 Einträge, 2015 bis 2026Gleiche Institution

In Zürcher Verfahren erstellt das IRM Zürich die Haaranalysen, ebenso im Zuger Fall. Nach dem Regierungsrat ist die Haaranalyse in der Regel der Ersatz, wenn Blut und Urin zu spät kommen: 2020 waren es 9 Analysen, 2023 dann 23. Die Gerichte gewichten die Befunde unterschiedlich.

  1. Zuger Fall 2015: Haaranalyse des IRM Zürich ohne GHB-NachweisBerichte, ZG

    Stand 2. März 2015 laut Quellen: Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Zug wegen möglicher Delikte...

  2. Obergericht ZH: 12 Jahre wegen mehrfacher Schändung, GHB-Hinweise im HaarUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts ZH vom 13. Dezember 2022, Bestätigung der Schuldsprüche und der...

  3. Party, GHB im Haar, Verabreichung nicht erstellt: Schändung trotzdem bejahtUrteile, ZH

    Urteil zweitinstanzlich (Obergericht ZH, 24. Juni 2024), laut Entscheid mit Beschwerde in Strafsachen ans...

  4. GHB im Getränk: Zürcher Obergericht verurteilt wegen sexueller Nötigung, Haaranalyse als zentrales IndizUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts Zürich vom 16. Dezember 2024. Nur die nicht angefochtenen...

  5. Schwere Analverletzungen, kein GHB-Nachweis: Obergericht Zürich bestätigt Schuldspruch wegen SchändungUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts Zürich vom 27. Januar 2025, Beschwerde ans Bundesgericht...

  6. K.O.-Tropfen im Club: Einstellung bestätigt, Haaranalyse zeigt GHB, Verabreichung keiner Person zuordenbarUrteile, ZH

    Die Einstellung ist rechtskräftig: Das Bundesgericht hat die Beschwerde der Privatklägerin am 4.12.2025...

  7. 20 Minuten 2026: IRM Zürich zu GHB-Nachweis und SymptomenBerichte, ZH

    Hintergrundfall: Anklage gegen einen ehemaligen Aargauer Grossrat erhoben, nicht rechtskräftig beurteilt,...

Zuger Landammannfeier 2014: gleiche Personen, gleicher Sachverhalt

belegt8 Einträge, 2014 bis 2016Gleiche Personen

Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin kommen in allen Einträgen vor, entweder namentlich oder eindeutig als SVP-Kantonsrat und Politikerin der Grünen erkennbar. Der Sachverhalt ist derselbe: Verdacht auf K.O.-Tropfen, Blut-, Urin- und Haarproben negativ, Einstellung beider Strafverfahren. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

  1. Zug 2014: Landammannfeier, Verdacht auf K.O.-Tropfen, Verfahren ohne Verurteilung abgeschlossenPolitik und Drogen, ZG

    Strafuntersuchung gegen Markus Hürlimann wegen möglicher Delikte gegen die sexuelle Integrität:...

  2. Blick-Frontseite «Hat er sie geschändet?» mit Namen und Bildern beider BeteiligtenKampagnen, ZG

    Presserat: Verletzung von Ziffer 7 festgestellt (Stellungnahme 9/2016 vom 19.05.2016). Zivilrechtlich: Das...

  3. Erste SDA-Meldung zur Zuger Landammannfeier: Verdacht auf K.O.-Tropfen, Frau nicht genanntBerichte, ZG

    Zum Zeitpunkt der Meldung lief eine Strafuntersuchung von Amts wegen. Das Verfahren gegen den Kantonsrat...

  4. Blick-Serie Dezember 2014 bis Januar 2015: K.O.-Verdacht, Gerücht und Dementi in FolgeKampagnen, ZG

    Presserat 10/2016 (19.5.2016): Die Beschwerde wurde teilweise gutgeheissen. Verletzt sind Ziffer 1...

  5. Zuger Fall 2015: Haaranalyse des IRM Zürich ohne GHB-NachweisBerichte, ZG

    Stand 2. März 2015 laut Quellen: Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Zug wegen möglicher Delikte...

  6. Einstellung der Strafverfahren: Kein Nachweis, aber auch keine FalschbeschuldigungErmittlungen, ZG

    Beide Verfahren sind rechtskräftig eingestellt: das Schändungsverfahren am 27.8.2015, das Verfahren wegen...

  7. Presserat 10/2016: Blick verletzt Wahrheitspflicht, Anhörungspflicht und Privatsphäre (Beschwerde Hürlimann)Presserat, ZG

    Presserat-Stellungnahme 10/2016 vom 19.5.2016, Beschwerde teilweise gutgeheissen. Das Strafverfahren gegen...

  8. Presserat 11/2016: Schweizer Illustrierte, Interview «Sex unter Alkohol geht nie gut», nicht eingetretenPresserat, ZG

    Presserat: Nichteintreten (Art. 11 Abs. 1 Geschäftsreglement, offensichtlich unbegründet), Stellungnahme...

Aargau: Regierungsantwort 2025 und Gerichtsakten

belegt6 Einträge, 2016 bis 2026Gleicher Kanton, Behördenantwort und Gerichtsakten im Vergleich

Im Mai 2025 schrieb der Regierungsrat, der Kantonspolizei sei in den letzten Jahren nur ein Fall bekannt geworden, und nannte K.O.-Tropfen ein «seltenes Phänomen». Asservate ohne Anzeige werden nach einem Jahr entsorgt, eine Statistik gibt es nicht. Die Gerichtsakten zeigen mehrere Verfahren mit GHB/GBL, die zwischen 2016 und 2018 beurteilt wurden (Taten 2010 bis 2013). Zwei 2026 hängige Verfahren sagen über die Häufigkeit nichts aus; die Anklage gegen Frei wurde erst im Juli 2026 öffentlich, und für beide gilt die Unschuldsvermutung.

  1. GBL im Milchshake: Bundesgericht bestätigt Verurteilung wegen versuchter VergewaltigungUrteile, AG

    Rechtskräftig. Das Bundesgericht hat am 16. November 2016 die Beschwerden des Verurteilten und der...

  2. GHB gegen Ex-Partnerin, heimlich gefilmt: Verurteilung wegen mehrfacher Vergewaltigung bestätigtUrteile, AG

    rechtskräftig (Beschwerde in Strafsachen abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist; Urteil Obergericht AG...

  3. AG 25.76 Interpellation Hunziker/Müller: Chemische Unterwerfung im Kanton AargauPolitik, AG

    Interpellation am 07.05.2025 vom Regierungsrat beantwortet, am 24.06.2025 im Grossen Rat behandelt (GRB...

  4. Beobachter 2025: Kantonsvergleich Aargau, Basel-Stadt, ZürichBerichte, AG, BS, ZH

    nicht anwendbar (Medienbericht)

  5. Aargau 2023 bis 2026: Anklage gegen früheren SVP-Grossrat Patrick Frei, u.a. wegen mehrfach versuchten Mordes durch K.O.-TropfenPolitik und Drogen, AG

    Anklage erhoben am 20.07.2026, Verfahren hängig vor dem Bezirksgericht Baden. Prozesstermin in den Quellen...

  6. Zweiter Aargauer Fall: Mann soll minderjährige Freundin jahrelang mit GBL betäubt und gefilmt habenErmittlungen, AG

    Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Aargau; Beschuldigter seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft....

Léonore Porchet: sechs Jahre Vorstösse

belegt6 Einträge, 2020 bis 2026Gleiche Person

Porchet ist in allen Einträgen als Urheberin oder Zitierte namentlich genannt. Ihre Vorstösse reichen von der Frage zu GHB in Lausanne 2020 über Laborkosten und UVG 2025 bis zum versuchten Delikt 2026. In der Interpellation 26.3482 verweist sie selbst auf 20.5521 und 24.4607.

  1. Interpellation 25.3070 Porchet: Zugang zur Justiz für Opfer chemischer UnterwerfungPolitik, CH

    Interpellation, Stellungnahme des Bundesrats vom 14.05.2025 liegt vor. Im Nationalrat noch nicht behandelt...

  2. Interpellation 25.3072 Porchet: Opfer sexueller Gewalt im UVG nach BGer-Urteil 8C_548/2023Politik, CH

    Interpellation, Stellungnahme des Bundesrats vom 21.05.2025 liegt vor. Prüfzusage zur Anpassung der...

  3. Interpellation 26.3482 Porchet: Versuchte chemische Unterwerfung. Wie können Betroffene besser geschützt werden?Politik, CH

    Interpellation, eingereicht im Nationalrat am 20.03.2026; Stellungnahme des Bundesrats vom 20.05.2026...

  4. Bundesrat will Folgen sexueller Übergriffe auf Betäubte als Unfall versichern («Nach Fall Pelicot»)Politik, CH

    Vernehmlassung vom 1.4. bis 7.7.2026 abgeschlossen; EDI wertet die Stellungnahmen aus (Stand Beobachter...

  5. Blick Romandie: Porchet zu Versicherungsschutz bei chemischer Unterwerfung und «Dutzenden vergleichbaren Dossiers»Politik, VD (Bund)

    Parlamentarischer Vorstoss (Interpellation, Geschäftsnummer nicht genannt). Laut Blick plant der Bundesrat...

Dormicum (Midazolam) als wiederkehrende Substanz

belegt5 Einträge, 2012 bis 2026Gleiche Substanz

Midazolam taucht in vier Fällen auf; der Basler Fall ist mit zwei Entscheiden vertreten. In Raubfällen gegen Männer (BL 2012) und im Freiermilieu (ZH 2017) ist es belegt, ebenso bei sexueller Nötigung (BS 2014/2015). In Genf 2026 war es medizinisch erklärt. Ein Zusammenhang zwischen den Fällen ist nicht belegt.

  1. Baselbiet: Männer mit Beruhigungsmittel betäubt und ausgeraubt, ein Opfer stirbtUrteile, BL

    Erstinstanzliches Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 13.12.2012. Die Quelle sagt nicht, ob es...

  2. Basler Dormicum-Fall: Appellationsgericht stützt Verurteilung auf Realkennzeichen und SpurenanalyseUrteile, BS

    Schuldspruch gemäss Folgeverfahren BGer 6B_217/2015 (BGE 141 IV 423) rechtskräftig; Massnahme...

  3. BGE 141 IV 423: Dormicum, sexuelle Nötigung und Körperverletzung, keine lebenslängliche VerwahrungUrteile, BS

    Bundesgerichtsurteil vom 5. November 2015, publiziert als BGE 141 IV 423. Beschwerde teilweise...

  4. Dormicum im Whisky, Karten belastet: Erpressung und betrügerischer Missbrauch einer DatenverarbeitungsanlageUrteile, ZH

    Zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts ZH vom 14.2.2017, weitergezogen ans Bundesgericht...

  5. Genf: Verdacht auf «soumission chimique» nach Motorradunfall nicht erhärtet, Einstellung bestätigtUrteile, GE

    Beschwerde gegen die Einstellung abgewiesen (ACPR/653/2026). Die Beschwerde in Strafsachen ans...

Obergericht Bern: toxikologischer Befund als Weiche

belegt4 Einträge, 2020 bis 2025Gleiches Gericht

Viermal war am Obergericht Bern der toxikologische Befund entscheidend. Freispruch 2020: Die Substanz blieb offen, eine Widerstandsunfähigkeit war für den Beschuldigten nicht erkennbar. Freispruch 2023: Das IRM schloss K.O.-Tropfen aus, die Bewusstlosigkeit liess sich mit Alkohol erklären. Einstellung bestätigt 2024: Die Proben waren rechtzeitig genommen und negativ. Verurteilung wegen Vergewaltigung 2025: Benzodiazepin und GBL wurden in der Wohnung gefunden, das Gericht wertete die Verabreichung als Gewalt.

  1. Verdacht auf K.O.-Tropfen, Freispruch bestätigt: Widerstandsunfähigkeit für Beschuldigten nicht erkennbarUrteile, BE

    Freispruch von Schändung, eventualiter Vergewaltigung, zweitinstanzlich bestätigt (Berufung von...

  2. K.O.-Verdacht durch IRM widerlegt: Freispruch von Schändung und versuchter sexueller NötigungUrteile, BE

    Freispruch zweitinstanzlich (Obergericht BE, 26.9.2023) von Schändung und versuchter sexueller Nötigung....

  3. Kein GHB trotz rechtzeitiger Proben: Einstellung bestätigtUrteile, BE

    Beschwerde gegen die Einstellung abgewiesen (Beschluss vom 8. August 2024); ein Weiterzug ans...

  4. Benzodiazepin und GBL im Getränk: Verabreichung gilt als Gewalt, deshalb Vergewaltigung statt SchändungUrteile, BE

    Urteil zweitinstanzlich (Obergericht BE, 1. Strafkammer, 28. Januar 2025). Schuldspruch wegen...

St. Gallen: keine Statistik, Schätzungen statt Zahlen

belegt4 Einträge, 2020 bis 2025Gleicher Kanton, wiederkehrende Lücke

2024 erfassten weder Kantonspolizei noch IRM St. Gallen K.O.-Fälle. 2025 nannte die Kantonspolizei bis zu zwölf Meldungen pro Jahr, ohne eine spezifische Statistik zu führen. Bei den Gerüchten um den Club Trischli 2020 lagen polizeilich nur Meldungen zweier junger Männer vor.

  1. Club Trischli St. Gallen: K.O.-Gerüchte auf Jodel, Polizei klärt zwei Fälle mit jungen Männern abErmittlungen, SG

    Polizeiliche Abklärungen zu zwei Meldungen von Anfang August 2020 laufen. Über Tatverdächtige ist nichts...

  2. Kantonspolizei St. Gallen: bis zu einem Dutzend K.O.-Meldungen pro JahrBerichte, SG

    Behördenangaben, keine Einzelverfahren.

  3. SP-Vorstösse in Zürich, Basel-Stadt und Aargau zu K.O.-TropfenPolitik, ZH, BS, AG

    Parlamentarische Vorstösse in ZH, BS und AG. Basel-Stadt hatte im April 2025 geantwortet, Zürich und...

Nadelstiche in der Waadt 2022

Arbeitshypothese4 Einträge, 2022 bis 2026Gleiche Phänomenwelle

Mehrere Quellen nennen Fallzahlen, die zueinander passen könnten. Am 27.6.2022 waren es rund zehn Fälle aus drei Monaten, was den Balélec-Fall vom Mai umfassen könnte. Für den Sommer meldete die Polizei 19 Verdachtsfälle und zehn Anzeigen. Jovanovic et al. nennen zehn von der Polizei gemeldete Fälle im Jahr 2022. Wie diese Zahlen zusammenhängen, belegen die Quellen nicht. Übereinstimmend wurde nirgends eine injizierte Substanz gefunden.

  1. Balélec an der EPFL: Fünf Personen melden unbemerkte Spritzenstiche, erste Anzeige im Kanton WaadtErmittlungen, VD

    Strafanzeige gegen Unbekannt in Pully (Stand 18.5.2022). Die Polizei hat die Anzeige aufgenommen, die...

  2. Waadt: Kein GHB bei 19 gemeldeten Spritzenfällen an SommerfestivalsBerichte, VD

    Zehn Strafanzeigen eingereicht; laut Staatsrat konnte keine Täterschaft identifiziert oder verhaftet...

Jessica Jaccoud: Interpellation, Postulat, Kommissionssprecherin OHG

belegt3 Einträge, 2024 bis 2025Gleiche Person

Jaccoud reichte am 20.12.2024 zwei Vorstösse zur chemischen Unterwerfung ein. Bei der OHG-Revision 25.080 sprach sie im Nationalrat für die Kommissionsmehrheit.

  1. Interpellation 24.4567 Jaccoud: Gewalt gegen Frauen. Was tut die Schweiz gegen chemische Unterwerfung?Politik, CH

    Interpellation, Stellungnahme des Bundesrats vom 19.02.2025 liegt vor; im Nationalrat noch nicht behandelt...

  2. Postulat 24.4607 Jaccoud: Chemische Unterwerfung. Definition und Handlungsspielraum der JustizPolitik, CH

    Postulat hängig. Der Bundesrat beantragt Ablehnung (Stellungnahme vom 19.02.2025). Im Nationalrat ist es...

  3. Bundesratsgeschäft 25.080: Teilrevision Opferhilfegesetz mit kostenloser rechtsmedizinischer DokumentationWeiteres, CH

    Gesetzgebungsprojekt: Nationalrat (Erstrat) hat am 03.06.2026 angenommen; Ständerat hängig, RK-S am...

Tamara Funiciello: Krisenzentren, Anzeigehürden, Statistik

belegt3 Einträge, 2022 bis 2026Gleiche Person

Funiciello reichte Vorstösse zu Krisenzentren (2022), zu Anzeigehürden (2022) und zu Statistiken im Zusammenhang mit Medusa (2026) ein. In allen drei Einträgen ist sie namentlich genannt.

  1. Motion 22.3333 Funiciello: Krisenzentren gegen GewaltPolitik, CH

    Motion angenommen und überwiesen. Bericht zum Umsetzungsstand liegt vor (01.04.2026). Die Umsetzung läuft...

  2. Postulat 22.4566 Funiciello: Was brauchen Opfer von sexualisierter Gewalt?Politik, CH

    Postulat am 04.05.2023 vom Nationalrat angenommen und dem Bundesrat überwiesen. Seit 01.04.2026 lautet der...

Tox Info Suisse als Datenquelle über zwei Jahrzehnte

belegt3 Einträge, 2015 bis 2025Gleiche Institution

2015 nannte Tox Info Suisse rund 25 Verdachtsfälle pro Jahr, davon zu 95 % nur Alkohol. Im Jahresbericht 2015 sind weniger Überdosierungen und mehr Entzugsfälle festgehalten. Die BAG-Fallzahlen 1997 bis 2005 stammen ebenfalls von Tox Info Suisse. Die Zahlen sind nicht gleich definiert und lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen.

Zürich: Stadtpolizei zählt, Kanton erfasst nicht gesondert

belegt3 Einträge, 2025Gleicher Kanton, unterschiedliche Erfassung

Laut Tsüri registrierte die Stadtpolizei Zürich 2024 35 Betroffene. Für 2014 bis 2019 waren es 142 Vorfälle, davon 37 % Männer. Laut Regierungsrat erfassen Kantonspolizei, Staatsanwaltschaft und Opferberatung chemische Unterwerfung nicht gesondert. Die Zahl der Haaranalysen in der Antwort des Regierungsrats deckt sich mit den Angaben des Beobachters (2020: 6 bei Sexualdelikten, im Vorjahr 18).

  1. Beobachter 2025: Kantonsvergleich Aargau, Basel-Stadt, ZürichBerichte, AG, BS, ZH

    nicht anwendbar (Medienbericht)

Appenzell Innerrhoden: zwei Volksfeste 2026

belegt2 Einträge, 2026Gleiche Behörde, gleicher Kontext

In beiden Fällen ermittelte die Kantonspolizei AI an einem Volksfest und rief Zeugen auf, an der Landsgemeinde im April und am Fest in Schwende im September 2026. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen ist nicht belegt.

  1. Landsgemeinde Appenzell: Person mit K.O.-Mitteln betäubt, Polizei ermitteltErmittlungen, AI

    Ermittlungen der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden gegen unbekannte Täterschaft laufen (Stand Mai 2026).

  2. Fest in Schwende AI: 17-Jährige mit Verdacht auf K.O.-Tropfen im SpitalErmittlungen, AI

    Ermittlungen der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden aufgenommen; keine Tatverdächtigen genannt; Hergang...

Bezirksgericht Dietikon: zwei Verfahren mit K.O.-Vorwurf

belegt2 Einträge, 2013 bis 2015Gleiches Gericht

Am selben Gericht ergingen zwei unterschiedliche Urteile. 2013 hielt es K.O.-Tropfen nicht für erwiesen und verurteilte wegen Schändung, weil die Frauen wegen Alkohol widerstandsunfähig waren. 2015 sprach es trotz GHB im Haar frei, weil der Zeitpunkt nicht belegt war. Die beiden Verfahren betreffen verschiedene Beschuldigte.

  1. Bezirksgericht Dietikon: Schuldspruch wegen Schändung, K.O.-Tropfen nicht erwiesenUrteile, ZH

    Erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Dietikon (September 2013); Rechtskraft oder Weiterzug in der...

  2. Dietikon: Freispruch trotz GHB-Spuren in HaaranalyseUrteile, ZH

    Erstinstanzlicher Freispruch durch das Bezirksgericht Dietikon (Bericht vom 2.11.2015). Die Quelle sagt...

GBL-Handel vor dem Obergericht Aargau

belegt2 Einträge, 2012 bis 2014Gleiches Gericht, gleiche Substanz

In beiden Einträgen geht es um GBL-Handel vor dem Obergericht Aargau. Nach AGVE 2012 6 gibt es bei GHB/GBL keinen mengenmässig schweren Fall, die Gewerbsmässigkeit bleibt davon unberührt. Im Bundesgerichtsfall von 2014 wurde gerade wegen Gewerbsmässigkeit verurteilt.

  1. Obergericht Aargau: GHB/GBL begründet keinen mengenmässig schweren Fall (AGVE 2012 6)Urteile, AG

    Publizierter kantonaler Entscheid (AGVE 2012 6). Zur Rechtskraft enthält die Quelle keine Angaben.

  2. GBL als Betäubungsmittel: Bundesgericht bestätigt vier Jahre für Handel mit 814 LiternUrteile, AG

    rechtskräftig; Beschwerde vom Bundesgericht abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (BGer 6B_1067/2013...

Gabriela Suter: Aufnahmen 2024, GBL 2026

belegt2 Einträge, 2024 bis 2026Gleiche Person

Von Suter stammen die Anfrage zur Strafbarkeit von Aufnahmen und die Interpellation zu GBL und 1,4-Butandiol. In beiden Einträgen ist sie namentlich genannt.

  1. Interpellation 26.4661 Suter: «Reinigungsmittel als ‹K.-o.-Tropfen›. Welche Massnahmen ergreift der Bundesrat?» (GBL, 1,4-Butandiol)Politik, CH

    Interpellation am 2.10.2026 im Nationalrat eingereicht und hängig, Antwort des Bundesrats ausstehend...

Langstrasse: zwei Schilderungen von Männern mit Vermögensschaden

belegt2 Einträge, 2025Gleicher Ort, ähnliche Schilderung

Blick verweist im Oktober 2025 im Fall des 46-Jährigen ausdrücklich auf den Fall des 59-Jährigen vom Juni 2024. In beiden Fällen war kein Substanznachweis mehr möglich, beide betreffen hohe Kartenabbuchungen. Für Club und Personal gilt die Unschuldsvermutung, der Club bestreitet die Vorwürfe.

  1. Langstrasse: 59-Jähriger gibt an, nach Bordellbesuch betäubt und um 9000 Franken gebracht worden zu seinWeiteres, ZH

    Strafanzeige gegen zwei unbekannte Frauen bei der Stadtpolizei Zürich. Die Staatsanwaltschaft Zürich...

  2. Zürcher Club an der Langstrasse: Gast meldet Betäubung und 5000 Franken AbbuchungenErmittlungen, ZH

    Polizeiliche Ermittlung laufend (Stand Oktober 2025), Anzeige erstattet. Es gilt die Unschuldsvermutung...

Reitschule-Meme Juli 2021: Presserat und Republik

belegt2 Einträge, 2021 bis 2022Gleicher Anlass

Beide Einträge behandeln das Meme der Reitschule-Zeitung vom Juli 2021 und die Berichterstattung von «20 Minuten» und «Tages-Anzeiger» darüber. Der Presserat wies die Beschwerden von Netzcourage ab. Die Republik analysierte acht TX-Artikel und hielt fest, dass der laufende Buchstreit in keinem davon offengelegt wurde. Auf die Presserat-Verfahren verweist die Republik nicht.

  1. Republik: «Die Zerstörungsmaschine», Analyse von acht TX-Artikeln zum Reitschule-MemeBerichte, CH

    Nicht anwendbar (Medienanalyse). Laut Artikel musste die SonntagsZeitung eine Gegendarstellung abdrucken.

  2. Presserat 36/2022 und 37/2022: Beschwerden von Netzcourage gegen «20 Minuten» und «Tages-Anzeiger» abgewiesenPresserat, BE

    Presserat, 3. Kammer, Sitzung vom 6.7.2022: beide Beschwerden abgewiesen (Ziffern 1 und 3 der «Erklärung»...

Street Parade 2022: Meldungen und erfundene Anzeige

belegt2 Einträge, 2022 bis 2023Gleiche Veranstaltung

Beide Einträge betreffen die Street Parade 2022. Belegt ist, dass die Falschanzeige diese Veranstaltung betraf. Ob sie zu den acht Meldungen an die Sanität zählte, ist nicht belegt. Aus der einen Falschanzeige lässt sich nichts über die anderen Meldungen ableiten.

  1. Street Parade 2022: Acht Personen melden mutmassliches Needle SpikingErmittlungen, ZH

    Polizeiliche Abklärungen durch die Kriminalabteilung der Stadtpolizei Zürich eingeleitet; ein Ergebnis ist...

  2. Erfundenes Needle-Spiking an der Street Parade: Strafbefehl gegen 23-JährigeUrteile, ZH

    Rechtskräftiger Strafbefehl der Staatsanwaltschaft wegen Irreführung der Rechtspflege und Widerhandlung...

GBL im Milchshake: Oftringen 2013 und Haftentscheid 2026

Arbeitshypothese2 Einträge, 2016 bis 2026Gleiche Substanz und gleiches Tatmittel

Beide Fälle stammen aus dem Aargau, in beiden ist GBL in einen Milchshake gemischt. Der Haftentscheid 2026 nennt als Vorstrafe SST.2022.79 und nicht das Verfahren Oftringen (6B_355/2016). Dass es sich um dieselbe Person handelt, ist nicht belegt. Ohne weiteren Beleg ist das nicht anzunehmen.

  1. GBL im Milchshake: Bundesgericht bestätigt Verurteilung wegen versuchter VergewaltigungUrteile, AG

    Rechtskräftig. Das Bundesgericht hat am 16. November 2016 die Beschwerden des Verurteilten und der...

  2. Haftverlängerung bestätigt: Vorwurf selbst hergestellter KO-Tropfen aus GHB-haltigem Gel-EntfernerUrteile, AG

    Strafuntersuchung hängig, keine Anklage bekannt. Die Beschwerde gegen die Haftverlängerung...

Lausanne 2020: Porchet in Bern, Genoud im Grossen Rat

Arbeitshypothese2 Einträge, 2020 bis 2021Möglicher gleicher Anlass

Im September 2020 schreibt Porchet von einer Häufung in Lausanne. Genoud nennt Verdachtsfälle, die im Sommer 2020 in sozialen Netzwerken und Medien diskutiert wurden. Dass beide sich auf dieselben Fälle beziehen, belegen die Quellen nicht.

  1. Waadtländer Staatsrat: seit 2017 zwei bestätigte Fälle unfreiwilliger GHB-IntoxikationPolitik, VD

    Parlamentarischer Vorstoss, vom Staatsrat am 27. Januar 2021 beantwortet (20_REP_48); im Grossen Rat am 9....

Offene Zuordnungen

Doppelerfassungen, abweichende Daten, zeitliche Nähe ohne Beleg. Hier steht, was die Quellen nicht hergeben. 12 Stränge, 2 davon belegt.

Doppelerfassungen im Datensatz

belegt6 Einträge, 2025 bis 2026Doppelerfassung

Einige Einträge stützen sich auf dasselbe Geschäft oder dieselbe Quelle. Die Berner Interpellation 251-2025 und RRB 134/2026 sind zweimal erfasst. Die Schweizer Nichtbeteiligung an Medusa ist mit identischen Quellen zweimal erfasst. Nau.ch vom 5.8.2026 mit dem Zitat von Dirk Baier erscheint in zwei Einträgen. Bei einer Auswertung zählen diese Einträge nicht als unabhängige Belege.

  1. BE 251-2025 Interpellation Dubler: Was unternimmt der Kanton Bern gegen chemische Unterwerfung?Politik, BE

    Interpellation vom Regierungsrat beantwortet (RRB 134/2026 vom 11.02.2026).

  2. Deutschland: Nachweisproblem bei K.O.-Mitteln (kurze Nachweisfenster, hohes Dunkelfeld)Wissen, international (Deutschland)

    Fachliche Angaben und Stellungnahmen, kein Verfahren.

  3. Berner Regierung: zwölf Verdachtsmeldungen seit 2022, zwei männliche OpferPolitik, BE

    Regierungsantwort auf die Interpellation 251-2025 (RRB 134/2026 vom 11. Februar 2026,...

  4. Project Medusa: SRF, Blick und blue News zu Betäubungs-Missbrauchsnetzwerken, Schweiz nicht beteiligtBerichte, CH

    Kein Verfahren. Vernehmlassung zur Unfallversicherung am 27.6.2026 abgeschlossen, parlamentarische...

  5. Schweiz beteiligt sich nicht an Medusa; Petition auf Campax mit über 30'000 UnterschriftenKampagnen, CH

    Petition/Kampagne, kein Verfahren. Über die fedpol-Stellungnahme hinaus ist keine behördliche Reaktion belegt.

  6. Nachfrage nach K.O.-Tropfentests steigt, keine Schweizer Statistik (Nau.ch, Ticinonline)Berichte, CH

    nicht anwendbar (Medienbericht); zum erwähnten Aargauer Strafverfahren gilt die Unschuldsvermutung

Abweichende Daten zur Einstellung im Zuger Fall

belegt4 Einträge, 2014 bis 2017Datenabweichung zwischen Einträgen

Für die Einstellung des Schändungsverfahrens nennen die Einträge drei Daten. SRF und RSI berichten, die Staatsanwaltschaft habe die Einstellung am 14.8.2015 angekündigt. Laut BGer 6B_747/2025 und dem Urteil des Bezirksgerichts Zürich erging die Einstellungsverfügung am 27.8.2015. Der Eintrag zu Presserat 9/2016 nennt dagegen den 28.8.2015. Der 27.8.2015 ist doppelt belegt. Den Eintrag zu Presserat 9/2016 sollte man deshalb prüfen.

  1. Zug 2014: Landammannfeier, Verdacht auf K.O.-Tropfen, Verfahren ohne Verurteilung abgeschlossenPolitik und Drogen, ZG

    Strafuntersuchung gegen Markus Hürlimann wegen möglicher Delikte gegen die sexuelle Integrität:...

  2. Einstellung der Strafverfahren: Kein Nachweis, aber auch keine FalschbeschuldigungErmittlungen, ZG

    Beide Verfahren sind rechtskräftig eingestellt: das Schändungsverfahren am 27.8.2015, das Verfahren wegen...

  3. Presserat 9/2016: «Blick» verletzt Opferschutz und Intimsphäre (Beschwerde Spiess-Hegglin)Presserat, ZG

    Presserat-Stellungnahme 9/2016 vom 19.5.2016, Beschwerde gutgeheissen; berufsethische Feststellung ohne...

  4. Bezirksgericht Zürich verurteilt Weltwoche-Vizechef Philipp Gut wegen übler NachredeUrteile, ZH

    Erstinstanzliches Urteil vom 15.5.2017. Laut Parteiquelle vom Obergericht Zürich am 18.6.2019 bestätigt...

1,4-Butandiol: 2009 abgelehnt, 2018 unterstellt, 2026 wieder Thema

Arbeitshypothese4 Einträge, 2009 bis 2026Thematische Kette ohne Kausalbeleg

2009 lehnte der Bundesrat die Unterstellung ab, 2018 folgte sie mit einer Ausnahme für die industrielle Verwendung. 2026 greift Suter die Ausnahme auf und verweist auf das Ausland. Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen diesen Schritten belegt keine der Quellen.

  1. Motion 09.3945 Barthassat: 1,4-Butandiol auf die Betäubungsmittelliste, Bundesrat lehnt abPolitik, CH

    Parlamentarisches Geschäft, erledigt (Status Curia Vista 30.09.2011); Bundesrat beantragte am 18.11.2009...

  2. 1,4-Butandiol wird kontrolliert: Aufnahme ins Verzeichnis e der BetmVV-EDIWeiteres, CH

    Geltendes Bundesrecht (in Kraft seit 30.11.2018, unverändert im Stand vom 13.3.2026)

  3. Deutschland: Umgangsverbot für GBL und 1,4-Butandiol («Verbot von K.O.-Tropfen»)Weiteres, international (Deutschland)

    In Kraft seit 12.4.2026 (Gesetz vom 7.1.2026, BGBl. 2026 I Nr. 2, Art. 2; gemäss konsolidierter Fassung...

  4. Interpellation 26.4661 Suter: «Reinigungsmittel als ‹K.-o.-Tropfen›. Welche Massnahmen ergreift der Bundesrat?» (GBL, 1,4-Butandiol)Politik, CH

    Interpellation am 2.10.2026 im Nationalrat eingereicht und hängig, Antwort des Bundesrats ausstehend...

Fall Frei und Medusa-Petition

Arbeitshypothese4 Einträge, 2026Zeitliche Nähe

Die Petition entstand eine Woche nach der Anklage. Den Fall Frei führt der Eintrag nur unter den Verbindungen, ein Beleg in den Quellen ist nicht ausgewiesen. Zur Debatte über Medusa im September 2026 trugen zwei Aargauer Nationalrätinnen bei (Bally, Portmann). Ihre Fragen erwähnen den Fall Frei nicht.

  1. Aargau 2023 bis 2026: Anklage gegen früheren SVP-Grossrat Patrick Frei, u.a. wegen mehrfach versuchten Mordes durch K.O.-TropfenPolitik und Drogen, AG

    Anklage erhoben am 20.07.2026, Verfahren hängig vor dem Bezirksgericht Baden. Prozesstermin in den Quellen...

  2. Schweiz beteiligt sich nicht an Medusa; Petition auf Campax mit über 30'000 UnterschriftenKampagnen, CH

    Petition/Kampagne, kein Verfahren. Über die fedpol-Stellungnahme hinaus ist keine behördliche Reaktion belegt.

  3. Fragestunde 26.8022 Bally: Rechtsgrundlagen der Kantone gegen Täter in Online-NetzwerkenPolitik, CH

    Fragestunde Nationalrat, vom Bundesrat am 28.09.2026 beantwortet, erledigt.

  4. Fragestunde 26.8024 Portmann: Zugang zu Therapie, Beratung und Betreuung bei DFSA-FällenPolitik, CH

    Fragestunde, Frage im Nationalrat. Erledigt am 28.09.2026 mit schriftlicher Antwort des Bundesrats (EJPD).

STRG_F-Recherche, Medusa und die Strafbarkeit von Aufnahmen

Arbeitshypothese4 Einträge, 2024 bis 2026Thematische Nähe, zeitliche Folge

Am 18.12.2024 berichtete Blick, beim Besitz solcher Aufnahmen Erwachsener bestehe teilweise eine Lücke. Zwei Tage später, am 20.12.2024, fragte Suter nach der Strafbarkeit von Vergewaltigungsvideos. Einen direkten Bezug zwischen der Recherche und Medusa belegen die geprüften Quellen nicht. In Österreich forderten die Grünen 2026 einen Tatbestand gegen den Besitz solcher Aufnahmen.

  1. STRG_F-Recherche: Telegram-Netzwerk, in dem Männer das Betäuben von Frauen besprechenBerichte, international (Deutschland)

    Journalistische Recherche. Laut STRG_F erklärte das deutsche Bundeskriminalamt, Hinweise auf solche...

  2. Europol «Project Medusa»: erste europäische Operation gegen Online-Netzwerke für betäubungsgestützte SexualgewaltErmittlungen, international

    Ermittlungen in mehreren Staaten laufen. Seit April 2026 gab es 57 Festnahmen und 113...

  3. Österreich tritt Medusa bei; Grüne fordern Tatbestand für Besitz und Verbreitung von VergewaltigungsvideosErmittlungen, international (Österreich)

    Beitritt Österreichs zur Europol-Operation «Medusa» eingeleitet (Bestätigung des Bundeskriminalamts,...

Zeitliche Nähe von Zuger Haaranalyse, Tox-Info-Interview und SRF-Virus-Beitrag (März 2015)

Arbeitshypothese3 Einträge, 2015Zeitliche Nähe

Die SDA-Meldung zur Haaranalyse im Zuger Fall erschien am 2.3.2015. Zwei Tage später sagte der Direktor von Tox Info Suisse, das Problem werde überschätzt. Am 5.3.2015 sendete Radio SRF Virus einen Aufklärungsbeitrag, der K.O.-Tropfen als reale Gefahr darstellt. Dass die Beiträge aufeinander Bezug nehmen, belegen die Quellen nicht.

  1. Zuger Fall 2015: Haaranalyse des IRM Zürich ohne GHB-NachweisBerichte, ZG

    Stand 2. März 2015 laut Quellen: Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Zug wegen möglicher Delikte...

GBL-Aktion 2008 und Handelsfall 2006 bis 2008

Arbeitshypothese2 Einträge, 2008 bis 2014Zeitliche Überschneidung

Der Aargauer Händler kaufte zwischen 2006 und 2008 GBL. Im Juli 2008 liefen Durchsuchungen gegen GBL-Besteller in 17 Kantonen. Ob die beiden Vorgänge zusammenhängen, belegen die Quellen nicht.

  1. Internationale Aktion gegen GBL-Besteller: Durchsuchungen in 17 KantonenErmittlungen, CH

    Ermittlungen; Ausgang unbekannt; für alle Betroffenen gilt die Unschuldsvermutung

  2. GBL als Betäubungsmittel: Bundesgericht bestätigt vier Jahre für Handel mit 814 LiternUrteile, AG

    rechtskräftig; Beschwerde vom Bundesgericht abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (BGer 6B_1067/2013...

Kokain-«Testkäufe» von Politikern: Genf 2013 und Bern 2019

Arbeitshypothese2 Einträge, 2013 bis 2019Vergleichbares Vorgehen, ausserhalb des K.O.-Themas

Beide Einträge beschreiben einen öffentlich gemachten Kokainkauf eines Politikers ohne Konsum. Beide Verfahren endeten ohne Verurteilung. Belegt ist nur, dass die Fälle vergleichbar sind, einen Zusammenhang gibt es nicht. Wie die übrigen Kokain- und Cannabis-Einträge haben sie keinen Bezug zu K.O.-Tropfen.

  1. Genf 2013: MCG-Gründer Eric Stauffer lässt für ein Wahlkampfvideo Kokain kaufen, letztinstanzlich freigesprochenPolitik und Drogen, GE

    Freispruch beider Beschuldigter rechtskräftig: Polizeigericht Genf verurteilte im Dezember 2015, Chambre...

  2. Bern 2019: SVP-Nationalrat Luzi Stamm kauft Kokain als «Testkauf», Verfahren eingestelltPolitik und Drogen, BE

    Anzeige durch die Kantonspolizei Bern (gemeldet 11. April 2019). Verfahren wegen Betäubungsmittelbesitzes...

Medizinischer Kontext: Aufwachraum Zürich und Endoskopie Lausanne

Arbeitshypothese2 Einträge, 2016 bis 2025Vergleichbarer Kontext

In beiden Fällen geht es um Vorwürfe gegen Pflegepersonal bei Patientinnen unter Narkose oder Sedierung. In Zürich wurde der Pfleger verurteilt. In Lausanne wurde das Verfahren nicht an die Hand genommen, und das Bundesgericht trat aus formellen Gründen nicht auf die Beschwerde ein. Dort gilt die Unschuldsvermutung. Auf den Zürcher Fall verweist der Lausanner Eintrag nur als ungeprüften Vergleich.

  1. Pflegefachmann missbraucht Patientinnen im Aufwachraum: Bundesgericht bestätigt 4 Jahre (6B_232/2016)Urteile, ZH

    Rechtskräftig verurteilt wegen mehrfacher Schändung (Art. 191 StGB) in 10 Fällen, Freispruch in 1 Fall; 4...

  2. Lausanne: Vorwurf sexueller Berührung während Endoskopie-Sedierung, Bundesgericht tritt nicht ein (7B_297/2024)Urteile, VD

    Nichtanhandnahme rechtskräftig: Das Kantonsgericht bestätigte sie, und das Bundesgericht trat nicht auf...

Polizeiliche Kriminalstatistik Zug 2014

Arbeitshypothese2 Einträge, 2014 bis 2026Mögliche Zuordnung einer Statistikzahl

Arbeitshypothese mit grosser Vorsicht. Für Zug weist die PKS 2014 eine registrierte Straftat nach Art. 191 StGB aus. Über die Umstände sagt die PKS nichts, die Zahl kann also keinem Fall zugeordnet werden. Das Zuger Verfahren wurde eingestellt.

  1. Zug 2014: Landammannfeier, Verdacht auf K.O.-Tropfen, Verfahren ohne Verurteilung abgeschlossenPolitik und Drogen, ZG

    Strafuntersuchung gegen Markus Hürlimann wegen möglicher Delikte gegen die sexuelle Integrität:...

  2. Polizeiliche Kriminalstatistik: Art. 191 StGB nach Kantonen 2009 bis 2025Berichte, ZH, BE, VD, GE, BS, BL, SG, AG, TI, NE, ZG

    Amtliche Statistik: polizeilich registrierte Straftaten, keine Verurteilungen, keine Aussage zu Tatumständen

Reitschule-Warnung 2025 und Berner Postulat Osmani/Hodel

Arbeitshypothese2 Einträge, 2025Zeitliche und örtliche Nähe

Die Warnung der Reitschule erschien im August 2025, das Postulat war im Mai 2025 eingereicht worden. In der Begründung nennt das Postulat die hohe Dunkelziffer bei K.O.-Tropfen. Die Reitschule erwähnt es nicht.

  1. Berner Postulat Osmani/Hodel: «Mille Grazie» weiterführen, Awareness-Kampagne in Clubs, Präventionswissen als BewilligungspflichtPolitik, BE

    Postulat eingereicht am 22. Mai 2025; das Büro des Stadtrats lehnte die Dringlichkeit ab. Der Gemeinderat...

  2. Reitschule Bern warnt nach «Wanna be Party» vor K.O.-TropfenWeiteres, BE

    Meldungen an die Veranstalter; Anzeigen oder Polizeiermittlungen werden in der Quelle nicht erwähnt.

Zuger Fall 2014 und Aargauer Fall Frei: keine belegte Verbindung

Arbeitshypothese2 Einträge, 2014 bis 2026Abgrenzung

Die beiden Einträge nennen sich zwar gegenseitig unter den Verbindungen, aber in keiner Quelle ist ein Bezug belegt. Gemeinsam ist nur das Thema. Die Verfahren unterscheiden sich grundlegend: In Zug fehlte jeder Substanznachweis und das Verfahren wurde eingestellt. Im Aargau ist eine Anklage hängig, und es gilt die Unschuldsvermutung. Eine Parallelisierung trägt nicht.

  1. Zug 2014: Landammannfeier, Verdacht auf K.O.-Tropfen, Verfahren ohne Verurteilung abgeschlossenPolitik und Drogen, ZG

    Strafuntersuchung gegen Markus Hürlimann wegen möglicher Delikte gegen die sexuelle Integrität:...

  2. Aargau 2023 bis 2026: Anklage gegen früheren SVP-Grossrat Patrick Frei, u.a. wegen mehrfach versuchten Mordes durch K.O.-TropfenPolitik und Drogen, AG

    Anklage erhoben am 20.07.2026, Verfahren hängig vor dem Bezirksgericht Baden. Prozesstermin in den Quellen...