Politik
Basler Anzug Braun: Kampagne gegen sexualisierte Gewalt, «Luisa» neu pushen, K.O.-Armbänder besser kommunizieren
Am 15. Dezember 2022 überwies der Grosse Rat Basel-Stadt den Anzug Beat Braun und Konsorten. Laut Anzug gibt die Jugend- und Präventionspolizei seit der Rhylax-Kampagne K.O.-Armbänder ab, eine öffentliche Kommunikation dazu sei aber nie wahrgenommen worden. Auch die Schrillalarme seien mangelhaft kommuniziert worden. Der Anzug verlangt zu prüfen, wie eine Kampagne gegen öffentliche oder sexualisierte Gewalt lanciert und an das Pilotprojekt «Halt Gewalt» geknüpft werden kann. Zudem soll geprüft werden, wie die Kampagne «Wo ist Luisa» erneut gepusht und die Kommunikation zu K.O.-Armbändern und Schrillalarmen verstärkt werden kann. In seinem Bericht vom 18. Dezember 2024 verwies der Regierungsrat auf drei bestehende Angebote: die 2024 lancierte Kampagne «Gut ausgegangen?» von Kantonspolizei und Schweizerischer Kriminalprävention, die Kampagne «Ist Luisa hier?» der Opferhilfe beider Basel und ein Awareness-Konzept der Opferhilfe, das mit dem Imagine-Festival entstand. Er hielt fest, dass diese Massnahmen derzeit isoliert umgesetzt werden. Er prüfe eine Spezialisierung von Polizei und Strafverfolgung und wolle dem Grossen Rat 2025 ein Massnahmenpaket vorlegen. Er beantragte, den Anzug stehen zu lassen.
Der Verfahrensstand folgt den Quellen, nicht einer eigenen Prüfung der Akten.
Beteiligte
| Name | Rolle | Funktion | Partei |
|---|---|---|---|
| Beat Braun | Erstunterzeichner | Grossrat Basel-Stadt | |
| Conradin Cramer | Regierungspräsident | Regierungspräsident Basel-Stadt |
Namen erscheinen nur bei öffentlicher Funktion oder rechtskräftiger, namentlich berichteter Verurteilung. Für alle Personen ohne rechtskräftiges Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
Einordnung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung aus den Quellen
Vorstoss und Antwort zeigen die Basler Kampagnen im Nachtleben: einzelne Massnahmen ohne Gesamtkonzept. Der Regierungsrat sagt selbst, Sensibilisierung wirke erst, wenn Intervention, Schutz, Beratung und Strafverfolgung ausgebaut und aufeinander abgestimmt sind.
Verbindungen
Testarmbänder der Kantonspolizei (2021/2022); SKP-Kampagne «Gut ausgegangen?» (2024); Interpellation Schweizer BS 25.5004 (bereits erfasst).
Zusammenhänge
Basel: Bericht zum Anzug Braun vom 18.12.2024
belegt, Gleiche Quelle, Folgegeschäft
Auf den Anzug Braun antwortete der Regierungsrat mit einem Bericht. Darin nennt er die Testarmbänder, die Kampagne «Gut ausgegangen?», «Ist Luisa hier?» und das Awareness-Konzept mit dem Imagine-Festival. Er hält zudem fest, dass diese Massnahmen isoliert umgesetzt werden.
Weitere Einträge: Basler Polizei verteilt GHB-Testarmbänder, später wegen Unzuverlässigkeit eingestellt, Opferhilfe beider Basel: «Ist Luisa hier?» und Awareness-Konzept mit dem Imagine-Festival, SKP und Polizeikorps lancieren «Gut ausgegangen?» für ein sicheres Nachtleben
Codewort «Luisa»: Winterthur, Zürich, Basel, Zug
belegt, Vorbild und Übernahme
Das Codewort kam 2017 nach Winterthur, ab 2018 machten Zürcher Lokale mit. Die Opferhilfe beider Basel übernahm es, und 2026 verlangt ein Postulat die Einführung im Kanton Zug, mit Verweis auf Zürich, Bern und Basel. Laut Helvetiarockt wird das Codewort selten genutzt.
Weitere Einträge: Winterthur: Salzhaus und weitere Clubs führen den Code «Ist Luisa da?» ein, Zürich: Bar- und Clubkommission und Frauenberatung lancieren «Ist Luisa hier?», Helvetiarockt-Bericht: Clubs und Festivals brauchen Unterstützung, Codewort «Luisa» wird selten genutzt, Opferhilfe beider Basel: «Ist Luisa hier?» und Awareness-Konzept mit dem Imagine-Festival, Zuger Postulat Küng: Kampagne «Ist Luisa hier?» im Kanton Zug einführen
Quellen
- 22.5473.02 Anzug Beat Braun und Konsorten betreffend Präventions- und Kommunikationskampagne gegen sexualisierte GewaltRegierungsrat Basel-Stadt, 2024-12-18
Eintrag 2022-12-15_basler-anzug-braun-kampagne-gegen-sexualisierte-gewalt-luisa-neu-pushen-k-o-armb. Letzte Prüfung der Quellen am 29.10.2026. Fehler oder fehlende Quellen bitte über Korrektur melden.