Kampagnen
Zürich: Bar- und Clubkommission und Frauenberatung lancieren «Ist Luisa hier?»
Die Bar- und Clubkommission Zürich (BCK) und die Zürcher Frauenberatung lancierten Anfang Februar 2018 nach dem Vorbild von Münster das Codewort «Ist Luisa hier?». Das Portal Tsüri.ch hat das Projekt mitinitiiert. Zum Start beteiligten sich 14 Bars und Clubs, darunter das Plaza und die Rote Fabrik. Wer sich sexuell bedrängt fühlt, nennt an der Bar das Codewort, das Personal führt die Person ohne weitere Fragen an einen anderen Ort. Plakate an Eingängen und in Toiletten weisen auf das Projekt hin. Laut SRF waren im April 2018 in Zürich 15 Clubs beteiligt, schweizweit gut zwei Dutzend. In Zürich wurde der Code bis dahin einmal genutzt, als Beschwerde über eine unangemessene Reaktion eines Lokals. Alexander Bücheli (BCK) betonte die Notwendigkeit laufender Personalschulung.
Der Verfahrensstand folgt den Quellen, nicht einer eigenen Prüfung der Akten.
Beteiligte
| Name | Rolle | Funktion | Partei |
|---|---|---|---|
| Isabelle Tschäppeler | Vertreterin Trägerschaft | Bar- und Clubkommission Zürich | |
| Karin Moos | Vertreterin Trägerschaft | Zürcher Frauenberatung | |
| Alexander Bücheli | Sprecher Branche | Bar & Club Kommission Zürich |
Namen erscheinen nur bei öffentlicher Funktion oder rechtskräftiger, namentlich berichteter Verurteilung. Für alle Personen ohne rechtskräftiges Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
Einordnung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung aus den Quellen
Erste städtische Branchenkampagne im Zürcher Nachtleben mit klarer Trägerschaft. In der Szene stiess sie auf geteiltes Echo: Die DJ und SRF-Moderatorin Rosanna Grüter bezeichnete sie laut VICE als «Symptombekämpfung». Die geringe Nutzung deutet darauf hin, dass der Code vor allem Signalwirkung hat. K.O.-Tropfen werden nicht ausdrücklich adressiert.
Verbindungen
Folgt auf Winterthur, wo der Code laut SRF seit Herbst 2017 im Einsatz ist. Laut SRF verfolgten St. Gallen und Bern die Kampagne im April 2018.
Zusammenhänge
Codewort «Luisa»: Winterthur, Zürich, Basel, Zug
belegt, Vorbild und Übernahme
Das Codewort kam 2017 nach Winterthur, ab 2018 machten Zürcher Lokale mit. Die Opferhilfe beider Basel übernahm es, und 2026 verlangt ein Postulat die Einführung im Kanton Zug, mit Verweis auf Zürich, Bern und Basel. Laut Helvetiarockt wird das Codewort selten genutzt.
Weitere Einträge: Winterthur: Salzhaus und weitere Clubs führen den Code «Ist Luisa da?» ein, Helvetiarockt-Bericht: Clubs und Festivals brauchen Unterstützung, Codewort «Luisa» wird selten genutzt, Opferhilfe beider Basel: «Ist Luisa hier?» und Awareness-Konzept mit dem Imagine-Festival, Basler Anzug Braun: Kampagne gegen sexualisierte Gewalt, «Luisa» neu pushen, K.O.-Armbänder besser kommunizieren, Zuger Postulat Küng: Kampagne «Ist Luisa hier?» im Kanton Zug einführen
Quellen
- Zürcher Clubs lancieren Codewort für sexuelle BelästigungNau.ch, 2018-02-03
- «Luisa», ein Code gegen BelästigungSRF News, 2018-04-21
- Kann «Luisa» wirklich sexuelle Gewalt im Nachtleben bekämpfen?VICE, 2018-02-14
Eintrag 2018-02-03_zurich-bar-und-clubkommission-und-frauenberatung-lancieren-ist-luisa-hier. Letzte Prüfung der Quellen am 29.10.2026. Fehler oder fehlende Quellen bitte über Korrektur melden.