K.O.-Tropfen in der SchweizDas journalistische Gewissen

Kampagnen

Opferhilfe beider Basel: «Ist Luisa hier?» und Awareness-Konzept mit dem Imagine-Festival

Der Regierungsrat Basel-Stadt nennt in seinem Bericht vom 18. Dezember 2024 zum Anzug Beat Braun und Konsorten (22.5473.02) die Kampagne «Ist Luisa hier?» der Opferhilfe beider Basel: Frauen können sich mit dieser Frage unauffällig an das Personal einer Bar oder eines Clubs wenden, um diskret Hilfe zu erhalten. Zudem hat die Opferhilfe beider Basel mit dem Imagine-Festival ein Awareness-Konzept entwickelt: Ein Awareness-Team wirkt vor Ort als Vertrauensinstanz und Schnittstelle zwischen Festivalleitung und Sicherheitsdienst; die Opferhilfe will das Konzept künftig auch bei weiteren Veranstaltungen anwenden. Ein Zuger Postulat vom März 2026 hält in seiner Begründung fest, dass die Opferhilfe Basel die Luisa-Kampagne übernommen hat.

Der Verfahrensstand folgt den Quellen, nicht einer eigenen Prüfung der Akten.

Beteiligte

NameRolleFunktionPartei
Opferhilfe beider BaselTrägerin
Imagine-Festival BaselPartner
Beat BraunAnzugstellerMitglied des Grossen Rates Basel-Stadt
Julia KüngPostulantinMitglied des Kantonsrats Zug

Namen erscheinen nur bei öffentlicher Funktion oder rechtskräftiger, namentlich berichteter Verurteilung. Für alle Personen ohne rechtskräftiges Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Einordnung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung aus den Quellen

Lancierungsdatum und Zahl der beteiligten Lokale sind nicht belegt; das Datum bezeichnet den Stand der Behördenquelle. Der Anzug Braun von 2022 erwähnt bereits eine Kampagne «Wo ist Luisa», ohne Trägerschaft zu nennen; sie bestand in Basel also spätestens 2022. Der Regierungsrat hält selbst fest, dass die Massnahmen derzeit isoliert umgesetzt werden. Die Opferhilfe als Trägerin verbindet Prävention direkt mit Beratung.

Verbindungen

Anzug Braun (BS); Kampagne «GUT AUSGEGANGEN?» (Kantonspolizei BS und SKP, Opferhilfe beider Basel als Partnerin), im selben Bericht genannt; Schutzkonzept ESC 2025, bei dem die Opferhilfe beider Basel die Safer Spaces betrieb.

Zusammenhänge

Basel: Bericht zum Anzug Braun vom 18.12.2024

belegt, Gleiche Quelle, Folgegeschäft

Auf den Anzug Braun antwortete der Regierungsrat mit einem Bericht. Darin nennt er die Testarmbänder, die Kampagne «Gut ausgegangen?», «Ist Luisa hier?» und das Awareness-Konzept mit dem Imagine-Festival. Er hält zudem fest, dass diese Massnahmen isoliert umgesetzt werden.

Weitere Einträge: Basler Anzug Braun: Kampagne gegen sexualisierte Gewalt, «Luisa» neu pushen, K.O.-Armbänder besser kommunizieren, Basler Polizei verteilt GHB-Testarmbänder, später wegen Unzuverlässigkeit eingestellt, SKP und Polizeikorps lancieren «Gut ausgegangen?» für ein sicheres Nachtleben

Quellen

  1. Bericht 22.5473.02 zum Anzug Beat Braun und Konsorten betreffend Präventions- und Kommunikationskampagne gegen sexualisierte GewaltRegierungsrat Basel-Stadt, 2024-12-18
  2. Postulat von Julia Küng betreffend Einführung der Kampagne «Ist Luisa hier?» in Bars und Clubs im Kanton Zug, Vorlage Nr. 4075.1Kantonsrat Zug, 2026-03-05

Eintrag 2024-12-18_opferhilfe-beider-basel-ist-luisa-hier-und-awareness-konzept-mit-dem-imagine-fes. Letzte Prüfung der Quellen am 29.10.2026. Fehler oder fehlende Quellen bitte über Korrektur melden.