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Bern: Pilotprojekt «Mille Grazie» schult Clubpersonal gegen sexualisierte Gewalt

Laut der Begründung eines Postulats im Berner Stadtrat nahmen 2023 mehrere Berner Clubs an der ersten Schulungsrunde des Pilotprojekts «Mille Grazie» teil: Bierhübeli, Dachstock, Gaskessel, ISC und Kapitel Bollwerk. 2024 kamen weitere Betriebe hinzu. Die Clubmitarbeitenden lernten, sexualisierte Gewalt zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Gemäss der Website von «Mille Grazie», die das Postulat zitiert, haben 59 Prozent der Frauen mindestens einmal sexualisierte Gewalt erlebt, 42 Prozent davon im Kontext des Nachtlebens. Das Postulat 2025.SR.0163 verlangt zu prüfen, ob das Projekt weitergeführt und finanziert werden kann. Der Gemeinderat beantragte am 12. November 2025, das Postulat erheblich zu erklären.

Der Verfahrensstand folgt den Quellen, nicht einer eigenen Prüfung der Akten.

Beteiligte

NameRolleFunktionPartei
Bierhübeli, Dachstock, Gaskessel, ISC, Kapitel BollwerkTeilnehmende Betriebe
Shasime Osmani, Dominique HodelErstunterzeichnende PostulatMitglieder Stadtrat BernSP

Namen erscheinen nur bei öffentlicher Funktion oder rechtskräftiger, namentlich berichteter Verurteilung. Für alle Personen ohne rechtskräftiges Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Einordnung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung aus den Quellen

Die Angaben stammen aus der Begründung eines Postulats und nicht aus Unterlagen des Projekts. Die Quelle nennt weder die Trägerschaft von «Mille Grazie» noch das genaue Startdatum. Laut Postulat hat sich das Projekt bewährt. Es steht aber unter wirtschaftlichem Druck der Branche, und eine breite Umsetzung hängt von der Finanzierung ab.

Verbindungen

Postulat Osmani/Hodel 2025.SR.0163. Das Postulat verlangt ausserdem die Prüfung einer städtischen Sensibilisierungskampagne in Ergänzung zu «Bern schaut hin» sowie eine Ausbildungspflicht für Betriebe mit Überzeitbewilligung (Art. 21 Abs. 1 lit. a Gastgewerbegesetz BE).

Zusammenhänge

Zürich schaut hin, Bern schaut hin, Mille Grazie

belegt, Vorbild und Übernahme, Folgegeschäft

Bern übernahm 2023 Slogan und Meldetool aus Zürich. «Give your Skin a Voice» verband «Zürich schaut hin» mit Grossanlässen. Das Berner Pilotprojekt «Mille Grazie» wird nach dem Postulat Osmani/Hodel geprüft, das der Stadtrat 2026 erheblich erklärte.

Weitere Einträge: Zürich: «Zürich schaut hin» mit Meldetool und Werkzeugkoffer für Bars und Clubs, Bern: Kampagne «Bern schaut hin» mit Teilprojekt Nachtleben, Zürich: Tattoo-Kampagne «Give your Skin a Voice» gegen Belästigung an Festivals, Berner Postulat Osmani/Hodel: «Mille Grazie» weiterführen, Awareness-Kampagne in Clubs, Präventionswissen als Bewilligungspflicht

Nachtleben: Meldewellen ohne Nachweis, Prävention über Branche und Eigenverantwortung

Muster über die Jahre

Zum Muster

Quellen

  1. Postulat 2025.SR.0163: Prävention sexualisierter Gewalt im Berner Nachtleben; Antrag des GemeinderatsStadt Bern, Ratsinformationssystem, 2025-11-12

Eintrag 2023_bern-pilotprojekt-mille-grazie-schult-clubpersonal-gegen-sexualisierte-gewalt. Letzte Prüfung der Quellen am 29.10.2026. Fehler oder fehlende Quellen bitte über Korrektur melden.