K.O.-Tropfen in der SchweizDas journalistische Gewissen

Ermittlungen

Zürcher Club an der Langstrasse: Gast meldet Betäubung und 5000 Franken Abbuchungen

Ein 46-jähriger Mann (Name geändert) gibt an, ihm seien in der Nacht auf den 12. Juli 2025 in einem Club an der Langstrasse in Zürich K.O.-Tropfen verabreicht worden. Er vermutet sie im dritten Gin Tonic. Ein Nachweis war nicht mehr möglich, weil nach rund 20 Stunden keine Rückstände mehr feststellbar waren. Innert gut elf Minuten wurden über seine Kreditkarte, bezahlt mit der Apple Watch, in drei Abbuchungen rund 5000 Franken belastet. Gemäss seinen Angaben wurden 14 Flaschen Champagner abgerechnet. Ein Sprecher des Clubs weist alle Vorwürfe zurück: Es seien keine K.O.-Tropfen verabreicht worden und die Bestellung sei belegt. Der Club kooperiere mit der Polizei. Der Mann hat Anzeige erstattet. Die Stadtpolizei Zürich ermittelt mit einem spezialisierten Ermittlungsdienst. Über den Abschluss des Verfahrens entscheidet sie zusammen mit der Staatsanwaltschaft.

Der Verfahrensstand folgt den Quellen, nicht einer eigenen Prüfung der Akten.

Beteiligte

NameRolleFunktionPartei
nicht genanntBetroffener46-jähriger Mann, anonymisiert
nicht genanntBeschuldigte SeiteClub an der Langstrasse, nicht namentlich genannt, bestreitet die Vorwürfe
nicht genanntErmittlungsbehördeStadtpolizei Zürich

Namen erscheinen nur bei öffentlicher Funktion oder rechtskräftiger, namentlich berichteter Verurteilung. Für alle Personen ohne rechtskräftiges Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Einordnung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung aus den Quellen

Der Fall zeigt ein mögliches Muster: Wenn die Betäubung zutrifft, nützt sie kontaktlose Zahlungsmittel am Körper des Opfers aus, etwa eine Smartwatch. Belegt ist das nicht, es gibt nur eine einzige Quelle mit der Schilderung des Betroffenen.

Verbindungen

Langstrasse-Quartier, Juni 2024: Einem 59-jährigen Mann wurden in einem Bordell über 9000 Franken abgebucht (laut derselben Blick-Quelle).

Zusammenhänge

Langstrasse: zwei Schilderungen von Männern mit Vermögensschaden

belegt, Gleicher Ort, ähnliche Schilderung

Blick verweist im Oktober 2025 im Fall des 46-Jährigen ausdrücklich auf den Fall des 59-Jährigen vom Juni 2024. In beiden Fällen war kein Substanznachweis mehr möglich, beide betreffen hohe Kartenabbuchungen. Für Club und Personal gilt die Unschuldsvermutung, der Club bestreitet die Vorwürfe.

Weitere Einträge: Langstrasse: 59-Jähriger gibt an, nach Bordellbesuch betäubt und um 9000 Franken gebracht worden zu sein

Das Nachweisfenster entscheidet über den Verfahrensausgang

Muster über die Jahre

Zum Muster

Männer als Betroffene, oft bei Vermögensdelikten

Muster über die Jahre

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Quellen

  1. «Mir wurden K.-o.-Tropfen verabreicht, dann buchte man mir 5000 Franken ab»Blick, 2025-10-03

Eintrag 2025-10-03_zurcher-club-an-der-langstrasse-gast-meldet-betaubung-und-5000-franken-abbuchung. Letzte Prüfung der Quellen am 29.10.2026. Fehler oder fehlende Quellen bitte über Korrektur melden.