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Politik

VD 26_INT_136 Interpellation Graff: Chemische Unterwerfung im Privaten, Kontrolle zweckentfremdeter Medikamente

Objekt 26_INT_136, Interpellation von Grossrätin Séverine Graff für die SP-Fraktion mit 37 Mitunterzeichnenden aus mehreren Fraktionen (SP, Grüne, SVP, EP, GLP, FDP, Parteilose), eingereicht am 29.09.2026 (Traktandum 2.4, Urheberin will den Vorstoss im Rat begründen). Titel: «Soumission chimique dans la sphère privée: quelle prévention et quel contrôle des médicaments détournés dans le Canton de Vaud?». Gegenstand ist der Missbrauch legal erhältlicher Medikamente (Anxiolytika, Hypnotika, sedierende Antihistaminika). Sieben Fragen: Kontrollmöglichkeiten bei auffälligen oder wiederholten Verschreibungen und Abgaben, Sensibilisierung der Ärzteschaft, Statistiken und Kenntnisse über Fälle, Schutz vor Mehrfachverwendung von Rezepten und Mehrfachbezug bis zur obligatorischen elektronischen Verschreibung, Weiterbildung und Label für Apotheken nach dem Modell «Violence domestique-Ici vous pouvez en parler», Sensibilisierungskampagne in Apotheken und Arztpraxen nach dem Vorbild der französischen nationalen Kampagne vom Dezember 2024 sowie Zeitplan und Mittel. Bezug auf die Motion von Nationalrat Thomas Bläsi; laut Bundesrat liegt die Aufsicht über Verschreibung und Abgabe bei den Kantonen. Verweis auf die Interpellation Thalmann 24_INT_183 zu GHB. Federführend ist das DSAS, das DEIEP wirkt mit. Am 06.10.2026 an den Staatsrat überwiesen, Antwortfrist bis 04.01.2027.

Der Verfahrensstand folgt den Quellen, nicht einer eigenen Prüfung der Akten.

Beteiligte

NameRolleFunktionPartei
Séverine GraffUrheberinGrossrätin VDSP
Thomas BläsiUrheber der BezugsmotionNationalratSVP

Namen erscheinen nur bei öffentlicher Funktion oder rechtskräftiger, namentlich berichteter Verurteilung. Für alle Personen ohne rechtskräftiges Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Einordnung der Redaktion, keine Tatsachenbehauptung aus den Quellen

Kantonale Anschlussdebatte an die Motion Bläsi. Der Bundesrat beantragte deren Ablehnung und verweist auf die kantonale Aufsicht. Nun wird der Kanton Waadt zu seinen Instrumenten befragt. Der Vorstoss wird breit über die Fraktionen hinweg getragen.

Verbindungen

24.3836 (Motion Bläsi, Nummer nicht aus den Quellen belegt); 25.074; VD 24_INT_183

Zusammenhänge

Waadtländer Interpellation Graff und Motion Bläsi

Arbeitshypothese, Vorstoss mit Bezug auf Bundesvorstoss

Die Interpellation Graff nimmt ausdrücklich Bezug auf eine Motion von Nationalrat Bläsi. Inhaltlich (Rezepte, Mehrfachbezug) liegt die Zuordnung zu 24.3836 nahe. Die Geschäftsnummer steht aber nicht in der Quelle, die Zuordnung ist deshalb eine Arbeitshypothese.

Weitere Einträge: Motion 24.3836 Bläsi: Medikamentenmissbrauch zur chemischen Unterwerfung von Opfern

Freiburger Weisung 1.17 als Vorbild in der Waadt

belegt, Vorbild und Vorstoss

Thalmann verlangt in ihrer Interpellation das Freiburger Modell. Der Staatsrat lehnt eine eigene Weisung ab (25_REP_24). Graff verweist 2026 ihrerseits auf die Interpellation Thalmann.

Weitere Einträge: Freiburg: Koordiniertes Verfahren und Weisung 1.17 bei Verdacht auf GHB-Intoxikation, Waadt: Interpellation Thalmann fordert Freiburger Modell; Staatsrat lehnt eigene Weisung ab

Nachgewiesene Fälle spielen meist im Nahraum und mit Medikamenten, oft auf Video

Muster über die Jahre

Zum Muster

Quellen

  1. https://www.vd.ch/gc/depute-e-s/detail-objet/objet/26_INT_136/membre/646764Grand Conseil Vaud, Objektdetail
  2. https://www.vd.ch/gc/seances-du-grand-conseil/point-seance/point/7e56f3c7-ef31-4856-b034-d213ad8d47b0/meeting/1033711Grand Conseil Vaud, Sitzung 29.09.2026, 2026-09-29

Eintrag 2026-09-29_vd-26-int-136-interpellation-graff-chemische-unterwerfung-im-privaten-kontrolle-. Letzte Prüfung der Quellen am 29.10.2026. Fehler oder fehlende Quellen bitte über Korrektur melden.