Chronik
2011
8 Einträge aus dem Jahr 2011.
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1. März 2011ZG
BerichteZuger Fasnacht 2011: Polizei warnt nach drei Vorfällen vor K.O.-Tropfen
Polizeiliche Warnung mit drei Verdachtsfällen (Stand 1.3.2011). Ein Nachweis, ein Verfahren oder ein Täter...
Die Zuger Polizei warnte am 1. März 2011 Fasnachtsbesucher vor K.O.-Tropfen. Laut SDA-Meldung auf swissinfo.ch verlor in Steinhausen eine 20-jährige Frau nach weniger als einem Drink die Kontrolle über ihren Körper und war mehrere Stunden bewusstlos. In der Stadt Zug wurde ein 21-jähriger Mann nach einer Party Stunden später stark unterkühlt gefunden, sein Portemonnaie fehlte. Ein 22-Jähriger von derselben Party fiel in ein Bachbett und kam ins Spital.
Quellen: swissinfo.ch (SDA)
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14. März 2011ZH
ErmittlungenZürich 2011: Club im Seefeld nach vier Ohnmachtsfällen geschlossen, Clubleitung vermutet K.O.-Tropfen
Polizeieinsatz und Spitaleinweisungen belegt. Ergebnisse der Blut- und Urinproben, ein Verfahren oder ein...
In der Nacht auf den 13. März 2011 rückte Schutz und Rettung Zürich mehrmals in denselben Club im Seefeld aus. Vier Gäste im Alter von 17 und 18 Jahren, drei Männer und eine Frau, kamen mit ähnlichen Symptomen ins Spital. Die Polizei liess den Club schliessen. Die Clubleitung vermutete laut Tages-Anzeiger K.O.-Tropfen.
Quellen: Tages-Anzeiger
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24. März 2011ZH
UrteileBundesgericht heisst Beschwerde der Eltern nach GBL-Todesfall gut (6B_879/2010)
Das Bundesgericht hat die Beschwerde gutgeheissen und die Sache zurückgewiesen. Das Bezirksgericht Uster...
Am 11. Juli 2005 trank ein junger Sprachschüler in Bournemouth (Grossbritannien) mit Kollegen ein Gemisch aus Fanta und GBL. Als er keine Wirkung spürte, nahm er eine zweite Portion. Wenige Stunden später starb er an den Folgen. Am 27. März 2006 erstatteten die Eltern Strafanzeige gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung und Unterlassung der Nothilfe. Die Zürcher Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren am 3. Mai 2007 ein. Das Obergericht hob diese Einstellung auf. Am 2. April 2009 stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Kollegen, der das GBL abgegeben hatte, erneut ein. Den Rekurs dagegen wies das Obergericht am 9. September 2010 ab. Mit Urteil 6B_879/2010 vom 24. März 2011 hiess das Bundesgericht die Beschwerde der Eltern gut und wies die Sache zurück. Es ging von einer Mitwirkung an fremder Selbstgefährdung aus. Die Angabe, die Wirkung sei «wie ein Joint», hielt es für interpretationsbedürftig. Es sei nicht auszuschliessen, dass das drogenunerfahrene Opfer wegen dieser lückenhaften Angaben die Gefahr verkannte. Damit lägen hinreichende Anhaltspunkte für eine Anklage vor (E. 3.4.1 und 3.4.2).
Quellen: Bundesgericht (via opencaselaw.ch), Obergericht des Kantons Zürich (via entscheidsuche.ch)
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30. Mai 2011AG
ErmittlungenMellingen 2011: Jugendliche nach Schulfest im Spital, IRM findet keine K.O.-Tropfen
Abklärung durch die Kantonspolizei Aargau und das IRM Bern abgeschlossen: keine anormalen Substanzen...
Nach einem Schulfest in Mellingen am 27. Mai 2011 wurde mehreren Jugendlichen übel, drei kamen ins Kantonsspital Baden. Die Kantonspolizei Aargau ging laut Aargauer Zeitung nicht von K.O.-Tropfen aus; erste Drogentests waren negativ, die Resultate des Instituts für Rechtsmedizin standen aus. Am 26. Juli 2011 berichtete die Aargauer Zeitung, das IRM Bern habe bei den 13 Betroffenen keine anormalen Substanzen gefunden. Die Ursache blieb unbekannt.
Quellen: Aargauer Zeitung, Aargauer Zeitung
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1. Juli 2011CH
WeiteresBetmVV-EDI tritt in Kraft: GHB kontrolliert, GBL nur bei industrieller Verwendung ausgenommen
Geltendes Bundesrecht, in Kraft seit 1. Juli 2011; GBL-Zusatz unverändert in der Fassung Stand 13. März 2026.
Die Verordnung des EDI vom 30. Mai 2011 über die Verzeichnisse der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe, Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien (BetmVV-EDI, SR 812.121.11, AS 2011 2595) trat am 1. Juli 2011 in Kraft. Sie trat an die Stelle der Verzeichnisse der Betäubungsmittelverordnung Swissmedic (BetmV-Swissmedic, SR 812.121.2). GHB ist unter «4-Hydroxybuttersäure» mit Kategorie a aufgeführt. Ein Zusatz hält fest: Von der Kontrolle ausgenommen ist der Ester Gammabutyrolacton (GBL), wenn er industriell eingesetzt wird; der private Gebrauch von GBL ist nicht ausgenommen. Das Bundesgericht hielt am 15. Juli 2014 fest, GBL habe als Ester von GHB bereits unter der BetmV-Swissmedic als Betäubungsmittel gegolten; der Anhörungsbericht zur BetmVV-EDI spreche von einer «Klarstellung». Der Zusatz gilt wortgleich in der Fassung Stand 13. März 2026.
Quellen: Fedlex, Amtliche Sammlung, Fedlex, Systematische Rechtssammlung, Bundesgericht, Parlament, Curia Vista
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7. September 2011ZH
UrteileZwei Frauen betäuben Mann mit K.O.-Tropfen: bedingte Strafen am Bezirksgericht Zürich
Erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Zürich nach der Verhandlung vom 6. September 2011. Ob es...
Gemäss 20 Minuten betäubten zwei 22-jährige Frauen Ende Juni 2010 einen 28-jährigen Mann mit K.O.-Tropfen und nahmen an ihm Handlungen im Intimbereich vor. Als Motiv nennt der Bericht Rache. Die Frauen waren geständig. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte sie nach der Verhandlung vom 6. September 2011 wegen sexueller Nötigung zu je 14 Monaten Freiheitsstrafe bedingt und zu Geldzahlungen. Vertreter von Männerorganisationen kritisierten das Urteil in der Quelle als zu mild. Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch verwies auf den grossen Ermessensspielraum des Gerichts und darauf, dass bedingte Strafen in diesem Bereich nicht unüblich seien.
Quellen: 20 Minuten
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19. September 2011ZH
ErmittlungenKloten: 21-Jährige im Club mit GBL betäubt, drei Männer festgenommen
Festnahmen von drei Tatverdächtigen, Geständnis eines Beschuldigten laut Polizei. Ob Anklage erhoben oder...
Laut Kantonspolizei Zürich wurde einer 21-jährigen Schweizerin an einem Sonntagmorgen im Alpenrock House in Kloten GBL in ein Getränk gemischt. Das Getränk hatte ihr ein Unbekannter offeriert. Die Polizei nahm drei Männer fest: zwei Schweizer im Alter von 24 und 25 Jahren und einen 27-jährigen Brasilianer. Im Auto des 24-Jährigen fand sie ein Fläschchen mit der Droge. Der 25-Jährige gestand die Tat, äusserte sich aber nicht zu seinen Absichten. Laut Polizei kam es weder zu einem sexuellen Übergriff noch zu einem Diebstahl.
Quellen: 20 Minuten
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28. Dezember 2011BE
ErmittlungenGwatt 2011: Zwei Männer brechen in Lokal zusammen, Staatsanwaltschaft ermittelt
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oberland und der Kantonspolizei Bern mit Zeugenaufruf (Dezember 2011)....
In der Nacht auf den 28. Dezember 2011 brachen in einem Lokal in Gwatt bei Thun zwei Männer bewusstlos zusammen, weitere Gäste klagten über Schwindel. Laut Communiqué der Kantonspolizei Bern, das die Berner Zeitung wiedergab, kamen fünf Personen ins Spital. Polizei und Staatsanwaltschaft Oberland gingen von einer unbekannten Substanz aus und riefen Zeugen auf. 20 Minuten berichtete, die Polizei habe Eis aus dem Lokal zur Untersuchung mitgenommen.
Quellen: Berner Zeitung, 20 Minuten