Chronik
2013
9 Einträge aus dem Jahr 2013.
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8. Februar 2013BE
ErmittlungenKöniz 2013: Lehrer vermutet K.O.-Tropfen durch Schüler im Skilager, Bluttest negativ
Anzeige gegen Unbekannt bei der Kantonspolizei Bern. Blutanalyse negativ, Verdacht nicht erhärtet (Bericht...
Ein Lehrer des Schulhauses Morillon in Wabern (Köniz) erstattete nach einem Skilager im Januar 2013 Anzeige gegen Unbekannt. Er vermutete, Schüler hätten ihm K.O.-Tropfen verabreicht. Der Bund berichtete am 9. Februar 2013, die Blutanalyse, rund 19 Stunden nach Symptombeginn entnommen, sei negativ ausgefallen; ein Ausschluss sei damit nicht möglich, der Verdacht habe sich aber nicht erhärtet.
Quellen: Der Bund, Der Bund
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18. März 2013ZH
UrteileMeilen 2013: Freispruch von Schändung mit vermuteten K.O.-Tropfen, 2014 rechtskräftig
Freisprüche rechtskräftig: Berufung der Privatklägerin zurückgezogen, Obergericht Zürich 20.3.2014...
Das Bezirksgericht Meilen sprach am 18. März 2013 zwei Männer in ihren Zwanzigern von Vergewaltigung, Schändung und sexueller Nötigung frei. Laut Anklage soll eine 16-jährige Schülerin am 22. April 2009 an der Goldküste mit Wodka und K.O.-Tropfen betäubt und in einer Toilettenanlage missbraucht worden sein. Die Männer gaben an, sie habe sich freiwillig betrunken. Die Staatsanwältin hielt höchstens Schändung für beweisbar. Verurteilt wurden die Männer wegen Verkehrs-, Waffen- und Betäubungsmitteldelikten: einer zu 7 Monaten, der andere zu 120 Tagessätzen bedingt und 800 Franken Busse. Die Privatklägerin zog ihre Berufung am 4. November 2013 zurück. Das Obergericht Zürich (SB130450) wandelte am 20. März 2014 die 7 Monate in eine bedingte Strafe um, Probezeit 4 Jahre.
Quellen: 20 Minuten, 20 Minuten, Obergericht des Kantons Zürich (entscheidsuche.ch)
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22. März 2013BE
UrteileBern 2013: «Heiler»-Prozess, Opferaussage über Betäubung mit einem Getränk, rechtskräftig 15 Jahre
Rechtskräftig: Obergericht Bern 11.4.2014, 15 Jahre Freiheitsstrafe; Beschwerde vom Bundesgericht am...
Das Regionalgericht Bern-Mittelland verurteilte am 22. März 2013 einen Musiklehrer und selbsternannten «Heiler» wegen mehrfacher schwerer Körperverletzung und mehrfachen Verbreitens menschlicher Krankheiten zu 12 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe. Er hatte zwischen 2001 und 2005 sechzehn Personen vorsätzlich mit HIV infiziert, meist unter dem Vorwand einer Akupunktur. Eine Geschädigte sagte laut SRF vor Gericht aus, er habe sie bei einem Besuch mit einem Drink betäubt; was danach geschah, wisse sie nicht. Das Obergericht des Kantons Bern erhöhte die Strafe am 11. April 2014 auf 15 Jahre, das Bundesgericht bestätigte das Urteil am 24. März 2015 (BGE 141 IV 97).
Quellen: SRF, SRF, Bundesgericht (BGE 141 IV 97, Abdruck DFR)
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23. August 2013VD
UrteileMontreux: Vergewaltigung nach heimlich verabreichter GHB-ähnlicher Substanz, Bundesgericht bestätigt 30 Monate (6B_101/2013)
Rechtskräftig: Verurteilung wegen Vergewaltigung zu 30 Monaten Freiheitsstrafe (Zusatzstrafe). Das...
In der Nacht vom 25. auf den 26. September 2009 gaben der Täter oder ein Komplize einer 17-Jährigen in einer Diskothek in Montreux heimlich eine GHB-ähnliche Substanz ins Getränk. Der Täter brachte sie in eine Wohnung und vergewaltigte sie. DNA-Spuren identifizierten ihn. Ein weiteres DNA-Profil blieb unidentifiziert. Blut- und Urinproben vom 26. September 2009 um 10.56 Uhr enthielten kein GHB. Beim Verlassen der Diskothek lag die Alkoholisierung bei höchstens 0,8 Promille. Das Tribunal correctionnel de l'arrondissement de l'Est vaudois verurteilte den Mann am 14. August 2012 wegen Vergewaltigung zu 30 Monaten Freiheitsstrafe, als Zusatzstrafe zu früheren Urteilen. Die Cour d'appel pénale des Kantons Waadt wies seine Berufung am 12. November 2012 ab. Mit Urteil 6B_101/2013 vom 23. August 2013 wies das Bundesgericht seine Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Abgewiesen wurde auch die Rüge, die Unschuldsvermutung sei verletzt.
Quellen: Bundesgericht (via opencaselaw.ch)
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21. September 2013ZH
UrteileBezirksgericht Dietikon: Schuldspruch wegen Schändung, K.O.-Tropfen nicht erwiesen
Erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Dietikon (September 2013); Rechtskraft oder Weiterzug in der...
Ein 22-jähriger Mann musste sich wegen zweier Übergriffe verantworten. Der erste geschah im April 2011 nach einem Treffen im Restaurant New Point in Winterthur, der zweite im März 2012 nach einem Clubbesuch in Zürich. Die Anklage ging von K.O.-Tropfen aus und lautete unter anderem auf Vergewaltigung. Das Bezirksgericht Dietikon hielt die Verabreichung von K.O.-Tropfen mangels Beweisen nicht für erwiesen. Es verurteilte den Mann wegen mehrfacher Schändung und Hinderung einer Amtshandlung, weil die beiden Frauen wegen Alkohols widerstandsunfähig waren. Strafe: viereinhalb Jahre Freiheitsstrafe unbedingt (die Staatsanwaltschaft hatte fünf Jahre beantragt), dazu je 15'000 Franken Genugtuung und Schadenersatz dem Grundsatz nach.
Quellen: 20 Minuten
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21. September 2013GE
Politik und DrogenGenf 2013: MCG-Gründer Eric Stauffer lässt für ein Wahlkampfvideo Kokain kaufen, letztinstanzlich freigesprochen
Freispruch beider Beschuldigter rechtskräftig: Polizeigericht Genf verurteilte im Dezember 2015, Chambre...
Am 21. September 2013 liess MCG-Gründer Eric Stauffer im Genfer Pâquis-Quartier während des Wahlkampfs filmen, wie ein junges MCG-Mitglied mit 200 Franken, die Stauffer vorgestreckt hatte, zwei Kokainkügelchen à 1 Gramm kaufte. Die Gruppe übergab die Drogen der Polizei. Generalstaatsanwalt Olivier Jornot erliess einen Strafbefehl wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (45 Tagessätze à 230 Franken, Busse 2500 Franken); Stauffer erhob Einsprache. Das Polizeigericht verurteilte im Dezember 2015 Stauffer zu 45 Tagessätzen bedingt und 2070 Franken Busse, den Käufer zu 30 Tagessätzen bedingt und 840 Franken Busse. Die Chambre pénale d'appel et de révision sprach beide am 7. September 2016 frei. Das Bundesgericht wies die Beschwerde des Genfer Ministère public mit Urteil 6B_1111/2016 vom 9. Mai 2018 ab, soweit es darauf eintrat.
Quellen: RSI, RSI, Le Temps, Le Temps und weitere
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1. November 2013BE
UrteileBern 2013: Reitschule-Fall, Schuldspruch wegen Schändung und sexueller Nötigung nach DNA-Treffer
Erstinstanzlicher Schuldspruch des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 1.11.2013 (32 Monate teilbedingt)....
Das Regionalgericht Bern-Mittelland sprach am 1. November 2013 einen 40-jährigen Mann der Schändung und der sexuellen Nötigung schuldig und verurteilte ihn zu 32 Monaten Freiheitsstrafe, davon 8 Monate unbedingt, Probezeit 2 Jahre. Er hatte die Frau im Frühling 2004 in der Reitschule Bern getroffen. Laut Berner Zeitung soll er ihr K.O.-Tropfen in den Wein geschüttet haben; die Frau war stark alkoholisiert und konnte sich nur an Bruchstücke erinnern. Der Beschuldigte bestritt zuerst alles und sprach nach dem DNA-Treffer von einvernehmlichem Sex. Das Gericht glaubte ihm nicht.
Quellen: Berner Zeitung, Berner Zeitung
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25. November 2013TG
UrteileMünchwilen TG: Vater soll Sohn mit K.O.-Tropfen im Eistee betäubt und missbraucht haben
Anklage erhoben, Hauptverhandlung ab 26.11.2013 vor dem Bezirksgericht Münchwilen angekündigt. Ein Urteil...
Vor dem Bezirksgericht Münchwilen musste sich ab dem 26. November 2013 ein 35-jähriger Deutscher verantworten. Laut Anklage hat er ab Mai 2007 seinen damals sechsjährigen Sohn missbraucht und ihm dafür K.O.-Tropfen in den Eistee gemischt. Er soll weitere Kinder missbraucht und Kinder gegen Geld an Dritte vermittelt haben. Die Staatsanwaltschaft beantragte zehneinhalb Jahre. Mitangeklagt waren ein zweiter Vater, gegen den siebeneinhalb Jahre beantragt wurden, und die frühere Lebenspartnerperson des Hauptbeschuldigten. Ihr wird vorgeworfen, nicht eingeschritten zu sein. Der Hauptbeschuldigte war seit dem 10. Mai 2008 in Haft. Die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Quellen: Aargauer Zeitung
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23. Dezember 2013ZH
BerichteZürich 2013: 16-Jähriger stirbt im Club Sektor 11, K.O.-Spekulation auf Facebook, Polizei sieht keine Straftat
Abklärung der Todesursache durch das IRM im Auftrag der Staatsanwaltschaft (Stand Dezember 2013). Die...
In der Nacht auf den 21. Dezember 2013 brach ein 16-Jähriger kurz vor 2 Uhr an einer Party im Club Sektor 11 in Zürich-Oerlikon zusammen und starb. Die Party eines Fremdveranstalters hatte Einlass ab 16 Jahren. Freunde vermuteten auf Facebook K.O.-Tropfen. Die Stadtpolizei sah laut 20 Minuten und Limmattaler Zeitung keine Hinweise auf eine Straftat; das Institut für Rechtsmedizin klärte die Todesursache im Auftrag der Staatsanwaltschaft ab.
Quellen: 20 Minuten, Limmattaler Zeitung